Leuphana Universität Lüneburg

Lüneburger Studenten schaffen Arbeitsplätze
Bundeskanzlerin Angela Merkel am kommenden Donnerstag zu Gast an der Universität Leuphana

Lüneburg (ots) -

   Studierende der Leuphana Universität Lüneburg probten die 
Schaffung von Arbeitsplätzen mit dem Chef der Bundesagentur für 
Arbeit und dem niedersächsischen  Ministerpräsidenten 

Wie kann man einer Stadt helfen, die eine Strukturkrise geraten ist? Dieser Frage stellten sich mehr als 1300 Erstsemester der Leuphana Universität Lüneburg in einem von der Bundesagentur für Arbeit unterstützten, einzigartigen Projekt. Kurz vor dem Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel am kommenden Donnerstag wählte eine Jury die besten Vorschläge von 86 Erstsemester-Teams aus, mit denen in der fiktiven kleinen Stadt Leinwig 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollten, um die Region vor dem wirtschaftlichen Absturz zu retten.

Mit ihrer sogenannten "Startwoche" geht die Universität Leuphana neue Wege, Studierenden aller Fachrichtungen die Lösung komplexer Probleme - auch außerhalb des eigenen Studienschwerpunktes -, näher zu bringen. In dem Planspiel hatten sich die Erstsemester eine Woche lang mit den Problemen einer fiktiven Region beschäftigt. Die Projektwoche wurde von zahlreichen Förderern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung unterstützt.

Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, betreute das gesamte Projekt persönlich und gab den Studenten täglich Hilfestellungen für mögliche Lösungsansätze. Holm Keller, Kanzler der Universität, zeigte sich stolz auf die Leistung der Erstsemester. "Bei diesem Projekt haben nicht nur die Studierenden eine Menge darüber gelernt, wie sie Lösungsansätze für komplexe Probleme erarbeiten können. Auch unsere Förderer und die Jury nehmen Neues aus dieser Projektwoche mit - schließlich werden ihnen selten so viele frische Ideen auf einmal geliefert."

Teil des Planspiels waren Auftritte "echter" Protagonisten, den Anfang machte der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement. Clement machte den Studierenden bei der Eröffnungsveranstaltung zum Semesterstart Mut und ist überzeugt, dass "Arbeitslosigkeit für die jetzt Studierenden kein Thema mehr sei". Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Christian Wulff, sprach als Ministerpräsident des fiktiven Bundeslandes Nordland unter tosendem Beifall zu den Studenten: "Die Landesregierung hat sich entschlossen, in der aktuellen Krise von Leinwig auf den Sachverstand der Studierenden dieser Universität zurückzugreifen. Ich bin mir sicher, dass Sie die Probleme Leinwigs nicht nur einseitig, sondern aus vielen unterschiedlichen Perspektiven betrachten und bewerten werden", sprach Wulff alias "Martin Wortmann" in einer Vorlesung. Seine Arbeitsanweisung an die Studenten: "Suchen Sie die Stärken der Region und ihr unverwechselbares Profil, mit dem Leinwig im globalen Wettbewerb bestehen kann".

86 Teams entwickelten Vorschläge, die von einer prominent besetzten Jury bewertet wurden. Am Ende bestand das Lösungspaket aus 400 neuen Jobs durch die Ansiedlung eines Werkes für Windenenergieanlagen, 25 weitere durch gezielte Umschulungen und 136 geförderte Zeitverträge für Arbeitslose. Franziska Oertel, 19jährige Lehramts-Studentin aus Schwerin, beschreibt den Ansatz ihrer Gruppe: "Wir haben wirtschaftlich vor allem auf den Ausbau des Hafens gesetzt, um so nachhaltig neue Arbeitsplätze zu schaffen. Damit dies aber auch ökologisch vertretbar sein konnte, haben wir die Einrichtung eines Naturparks in Leinwig geplant, der gleichzeitig auch noch touristisch genutzt werden kann. Außerdem haben wir die Einrichtung eines Bürgerforums vorgesehen, denn wir glauben, dass langfristig sichere Arbeitsplätze nur geschaffen werden können, wenn sich alle Interessengruppen beteiligen."

Die Jury wurde geleitet von dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit und Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Peter Clever. "Die Studierenden haben eine beeindruckende Kreativität an den Tag gelegt", so Clever. Auch BA-Verwaltungsrat und Gewerkschaftsvertreter Peter Deutschland zeigte sich begeistert: "Ich bin beeindruckt und überrascht von den Präsentationen".

In dieser Woche bekommt die Leuphana Universität Lüneburg erneut hohen Besuch: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am 9. Oktober vor Ort im Rahmen ihrer Bildungsreise über die Aktivitäten der Hochschule sowie über den Campus-Ausbau des Star-Architekten Daniel Libeskind informieren. Besonderes Augenmerk wird die Kanzlerin auf das neue Studien- und Universitätsmodell legen. Dieses Modell führte im vergangenen Jahr zur Errichtung eines Colleges, in das alle Bachelor-Studierenden mit einem gemeinsamen ersten Semester starten.

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