Bayerische Landesbank

Szenarien für die bayerische Wirtschaft
Studie zu Auswirkungen des Klimawandels zeigt Zukunftsstrategien auf

München (ots) - Der Klimawandel wird zahlreiche Wirtschaftsbranchen vor große Herausforderungen stellen, aber auch zusätzliche Geschäftspotenziale schaffen. Dies geht aus der Studie "Auswirkungen des Klimawandels auf ausgewählte Branchen in Bayern und Möglichkeiten der Anpassung" hervor, die im Auftrag der BayernLB von der Arqum GmbH und dem Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg erstellt wurde.

Einige Branchen sind besonders von klimatischen Veränderungen, etwa durch Temperaturanstieg oder einer Zunahme von Starkniederschlägen betroffen. Bei anderen Wirtschaftszweigen setzen vor allem regulative Änderungen und eine an den Klimawandel angepasste Gesetzgebung Unternehmen unter Handlungsdruck. Hier geht es beispielsweise um strengere energetische Vorgaben für Gebäude oder gesetzliche Anforderungen an die Energieeffizienz von Anlagen und Prozessen.

Insgesamt wird die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen rund um die Themen "Energie- und Ressourceneffizienz" sowie "Klimaschutz" ansteigen. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen und entwirft Zukunftsstrategien, die Unternehmen eine systematische Vorbereitung auf die Herausforderungen des Klimawandels ermöglichen.

Ausgewählte Branchenergebnisse (Auszüge):

Automobil:

Die bayerische Automobilindustrie ist die umsatzstärkste Branche Bayerns. Ihr Umsatz lag im Jahr 2008 bei knapp 82 Mrd. Euro. Mit einer hohen Exportorientierung (Exportquote knapp 66 %) sind die bayerischen Automobilhersteller global aufgestellt und auf den Weltmärkten positioniert.

Für die bayerische Automobilindustrie spielen die klimatischen Veränderungen keine nennenswerte Rolle, dafür ist sie umso mehr von branchenspezifischen Vorgaben und Gesetzen, beispielsweise der Euro-5-Norm der EU, betroffen. Hersteller müssen angesichts steigender Energiepreise und verstärkter Klimaschutzvorgaben die effiziente, verbrauchsarme Mobilität vorantreiben.

Für die Elektromobilität stellen die Entwicklung und der Einsatz von geeigneten Energiespeichern eine zentrale Herausforderung dar und der zunehmende Einsatz knapper und regional konzentrierter Rohstoffe erfordert eine verbesserte Rohstoffeffizienz sowie umfassende Recyclingkonzepte.

Verarbeitung von Steinen und Erden, Keramik und Glas:

Das Thema Energieeffizienz in Gebäuden betrifft Unternehmen dieser Branchen stark, da Baustoff-, Keramik- und Glashersteller mit ihren Produkten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten können. Insofern profitiert die Branche von den Förderprogrammen für Energieeffizienz in Gebäuden und der hohen Sanierungsquote, die für die kommenden Jahre erwartet wird. Problematisch für die energieintensiven Herstellungsprozesse sind entsprechende gesetzliche Vorgaben wie z. B. der EU-Emissionshandel, in dessen dritte Handelsperiode voraussichtlich die Hersteller von Mineralwolle, Ziegel und Gips eingebunden sein werden.

Viele der Unternehmen zählen zu den Zulieferern der Investitionsgüter-, Fahrzeug- und Bauindustrie (Hersteller von Flachglas, keramischen Werkstoffen, Ziegeln, Zement, Kalk, Gips etc.). Die Herstellung von diesen Produkten ist in höchstem Maße energieintensiv und daher von steigenden Energiepreisen stark betroffen.

Folgende Branchen wurden für die Studie untersucht: 
Abfall                                
Automobil                             
Biogas und Biomasse                  
Carbon/ CFK                          
Elektrische Ausrüstungen              
Elektrizitätserzeugung               
Erden, Steine, Glas, Keramik         
Geothermie                            
Gesundheitswesen/Krankenhäuser        
Heizung/Klima/Lüftung
Immobilien
Industriegase
Isolation/Dämmung
Kommunale Versorgung
KWK, BHKW, Wärmepumpen
PV, Solarmodule
Tiefbau
Versicherungen
Wasserversorgung 

Hinweis an die Redaktion: Die Studienergebnisse können unter Presse@bayernlb.de angefordert werden. Bei Rückfragen steht Ihnen Franziska Roederstein (Tel: 089/ 2171-25852, franziska.roederstein@bayernlb.de) gerne zur Verfügung.

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