Jahreszeiten Verlag, PETRA

Erwachsenwerden ist out: 20- bis 30-Jährige wollen keine Verantwortung übernehmen

    Hamburg (ots) - "60 Prozent der 18- bis 25-Jährigen und ein
Drittel der 26- bis 35-Jährigen haben das Gefühl, nicht erwachsen zu
sein" sagt der US-Psychologe Jeffrey Arnett von der University of
Maryland. Die meisten 20- bis 30-Jährigen hätten gar keine Lust,
Verantwortung zu übernehmen und sich festzulegen. Denn je älter man
werde, desto weniger Dinge gebe es, die man noch nicht ausprobiert
habe. Und dann fehle der Thrill. Das schreibt die Frauenzeitschrift
PETRA in der Juli-Ausgabe.
    
    Statt Premiere-Kick muß Adrenalin als Ersatzdroge herhalten:
"Risikoverhalten" zeigten 18- bis 25-Jährige laut einer
unveröffentlichten Studie von Arnett am häufigsten. Viele von ihnen
nähmen Drogen, säßen betrunken hinter'm Steuer  und  hätten Sex ohne
Kondome.
    
    Der Dreischritt Kindheit-Jugend-Erwachsen sei überholt. Es gebe
eine neue Zwischenphase, die "emerging adulthood" - befreit von den
Eltern, auf der Suche nach eigenen Werten, Zielen, Lebensformen und
sich selbst. Das sei ein wichtiger Übergang, so der Psychologe. Denn
Erwachsen werden bedeute, Sicherheit über seine Gefühle und Wünsche
zu bekommen. Das Ende diese Phase liege etwa bei 33 - werde sich aber
weiter nach hinten verschieben.
    
    Der Grund: Es fehlen Vorbilder. Früher gab es eindeutige Vertreter
der Erwachsenenwelt. Heute herrsche Verwirrung. Die Wege seien immer
weniger vorgezeichnet. Abbremsen, aussteigen - statt Leben im
Dauerlauf - das wünschen sich laut Meinungsforschungs-Institut Gewis
mehr als 70 Prozent der Deutschen. Der Trend zum Sabbatical, einem
Ausstieg auf Zeit, sei ein Zeichen dafür, die Uhr anzuhalten und die
Welt wieder mit staunenden Augen zu betrachten.
    
    Wer zugebe, alt zu sein und sich alt zu fühlen, unterschreibe fast
seine Bankrotterklärung. Denn Erwachsene hätten heute nicht mehr viel
zu sagen. Zumindest bei Trends. So gaben 43 Prozent der 45- bis
59-Jährigen und 34 Prozent der 30- bis 44-Jährigen nach dem
Allensbacher Jahrbuch der Demoskopie an, am liebsten jünger zu sein.
    
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