Jahreszeiten Verlag, PETRA

"Drama-Queen" - Im Job erfolgreich, im Privatleben auf der Flucht vor sich selbst
Psychologin: Sie halten alle Welt in Atem

Hamburg (ots) - Sie brauchen ständig Anregung und Aufregung, sehnen sich nach immer neuen Sensationen, sind schnell erregbar und neigen zu Wutausbrüchen oder Weinkrämpfen. So genannte Drama-Queens halten alle Welt in Atem, an ihnen kommt niemand vorbei, heißt es in einem Bericht der Zeitschrift PETRA, im Job sind sie meist erfolgreich, dazu perfekt im Kreieren und Inszenieren von Events, in der Werbe- und Filmbranche sind die "Drama-Queens" genau richtig. "Frauen mit dramatischem Persönlichkeitsstil sind sehr lebhaft, lustig, spontan und gefühlsbetont", sagt die Psychologin Johanna Meyer-Gutknecht. Solche Frauen wirken auf Männer interessant und anziehend, auf einer Party mit ihnen wird es nie langweilig. Das Handy ist quasi für sie erfunden worden, heißt es in PETRA, dadurch sind sie immer in Aktion, immer erreichbar, und immer dort, wo was los ist. Was auf den ersten Blick schwer zu sehen ist: Hinter den emotionsgeladenen Auftritten und Inszenierungen der "Drama-Queen" steckt in Wirklichkeit Unsicherheit: "Sie hat zwar früh gelernt, andere dazu zu bringen, sich um die süße Kleine zu kümmern - die Schattenseite ihrer Form von Psycho-Show-Bizz ist jedoch, dass sie nicht gelernt hat, sich selbst zielgerichtet und erwachsen zu verhalten und um ihre eigenen Bedürfnisse zu kümmern", heißt es weiter in PETRA. "Drama-Queens" erwecken zwar durch ihr raumgreifendes, dominantes und divenhaftes Auftreten den Eindruck, dass alle ihnen zu Füßen liegen, aber hinter dieser Maske sind sie lange nicht so selbstbewusst. Das eigene Innere sei der "Drama-Queen" ziemlich fremd. Sie habe keinen Bezug zu ihren Gefühlen, Angst davor, sich selbst zu spüren oder Nähe zuzulassen: "Dramatisches Verhalten kann die Funktion haben, uns von eigenen Gefühlen abzulenken. Es kann eine Flucht vor dem eigenen Selbst sein", meint die Psychologin Meyer-Gutknecht. In ihrer Umwelt können diese Frauen langfristig auf Ablehnung und Widerstand stoßen. "Jeder Mann guckt sich solche Szenen gern zwei Stunden im Kino an, dieses Verhalten ist ja auch der klassische Stoff von Komödien - aber im wirklichen Leben sind Männer, und nicht nur die, irgendwann genervt", warnt Meyer-Gutknecht. Weil "Drama-Queens" selbst den Alltag inszenieren, sind Partner und Freunde bald überfordert, ein Teufelskreis beginnt: Die Diva wird noch theatralischer und sorgt so selbst dafür, dass die anderen immer mehr auf Distanz gehen. Bis sie allein zurück bleibt - und sich ein neues Publikum sucht. Diese Meldung ist unter Quellenangabe PETRA zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: PETRA Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Media Consulting Jörg Mandt Tel.: 040 / 80 80 347-10 E-Mail: jmandt1@aol.com Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, PETRA, übermittelt durch news aktuell

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