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Wer andere beim Chatten beschimpft, kann vor dem Kadi landen
"connect": Verbal-Rowdies in Chat-Runden müssen mit Bestrafung rechnen
Ausschluss aus Chatroom nur mit nachweisbaren, guten Gründen möglich

Stuttgart (ots) - Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Verbal-Rowdies, die beim Chatten in virtuellen Gesprächsrunden andere Teilnehmer wüst beschimpfen, können wegen Beleidigung vor dem Kadi landen. Darauf weist die Zeitschrift "connect" in ihrer am Donnerstag (EVT 18.5.00) erscheinenden Ausgabe hin. So musste sich zum Beispiel ein Internet-Surfer, der sein virtuelles Gegenüber als "Schlampe" bezeichnet hatte, vor dem Amtsgericht Rheinbach verantworten (Az.: 2 Ds 397/95). Allerdings ist es nicht einfach, aggressive Chatter in ihre Schranken zu weisen. Denn zahlreiche Chat-Teilnehmer verwenden in virtuellen Diskussionsrunden Fantasienamen. Außerdem können Chatter nicht ohne triftige Begründung aus dem Chatroom ausgeschlossen werden. Dass jemand die Internet-Plauderei "irgendwie gestört" habe, reichte Richtern des Landesgerichts Bonn (Az.: 10 0 457/99) dafür nicht aus. Chatrooms im Internet seien, so die Richter, ähnlich wie ein Supermarkt für jedermann offen zugänglich. Für einen Rausschmiss müssten demnach gute Gründe nachgewiesen werden. ots Originaltext: "connect" Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen der Redaktionen: Frank Erdle, Redaktion "connect" Tel. 0711/182-1352, Tel. 0711/182-1832 E-Mail: ferdle@connect-online.de Hinweis: "connect" kommt ab 18. Mai 2000 mit mehr Inhalt und neuer Optik in Zukunft 14-täglich. Original-Content von: connect Telekomm.magazin, übermittelt durch news aktuell

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