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Moorhuhn-Jagd und Internet-Broking am Arbeitsplatz: Heimliche PC-Überwachung bei Mitarbeitern unzulässig

Stuttgart (ots) - "connect": Unter bestimmten Auflagen dürfen Chefs aber die Computer ihrer Angestellten kontrollieren Nicht zuletzt durch den Siegeszug der Moorhuhn-Jagd in Deutschlands Büros gewinnt ein juristisch heikles Thema erneut an Brisanz: Die Kontrolle der Computer- und Internet-Nutzung der Angestellten durch die Geschäftsführung mit Hilfe spezieller Überwachungs-Software. Nach einem Urteil des Landgerichts Braunschweig (Urteil AZ 12 S 23/97) ist aber eine vollkommen heimliche Überwachung des Arbeitnehmers in Deutschland verboten. Darauf weist die Zeitschrift "connect" in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe hin. So darf ein Arbeitgeber beispielsweise nicht ausspionieren, welche Web-Seiten genau ein Mitarbeiter aufruft. Allerdings gibt es Ausnahmen, wenn etwa der Arbeitsvertrag eine rein geschäftliche Nutzung des Rechners vorschreibt oder der Betriebsrat verdeckten Kontrollen zugestimmt hat. Auch der Inhalt von E-Mails ist für den Chef tabu - im Prinzip. Wurden die Beschäftigten nämlich vorab über die Überwachung der PCs informiert, kann die Geschäftsführung die Mail-Adressen auf ihren geschäftlichen Bezug hin überprüfen. Laut "connect" empfiehlt sich daher, eine klare Vereinbarung darüber zu treffen, für welche Zwecke das E-Mail-System verwendet werden darf. Wird eine private Nutzung in diesem Rahmen ausdrücklich ausgeschlossen, darf der Chef sogar mitlesen. Unternehmen haben außerdem das Recht, unerwünschte Internet-Angebote auszufiltern und ihren Mitarbeitern nur bestimmte Sites zugänglich zu machen. ots Originaltext: connect Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen Frank Erdle, Redaktion "connect" der Redaktionen: Tel. 0711/182-1352, Tel. 0711/182-1832 Original-Content von: connect Telekomm.magazin, übermittelt durch news aktuell

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