VDAV - Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien e.V.

Aktuelle Verzeichnismedien-Studie 2013
Digital überholt Print; Print ist nach wie vor stärkstes Einzelmedium

Düsseldorf (ots) - Der Trend hin zu den digitalen Kanälen bei der Nutzung von Verzeichnismedien, also Telefon-, Branchen- und ähnlichen Verzeichnissen, setzte sich 2013 fort. Das ergab die dreizehnte repräsentative Nutzerstudie, die das Marktforschungsinstitut Ipsos Ende 2013 im Auftrag der Branchenverbände [vdav] - Verband deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien e.V. und vft - Verband freier Telefonbuch- und Auskunftsmedien e.V. durchführte.

Das gedruckte Verzeichnis führt die Rangliste mit einer Nutzung von 64,4 Prozent an, in der Summe haben die digitalen Angebote, also online (50,8 Prozent), mobil(14,2 Prozent) und Nutzung über Apps (5,4 Prozent), das Buch mittlerweile aber deutlich überholt. Und es wird zunehmend mobiler: Die Zahlen für die mobilen und die Nutzer über Apps haben sich in den letzten beiden Jahren verdoppelt bzw. verdreifacht, während online nur schwach wuchs. Klarer Verlierer ist die Telefonauskunft (13,3 Prozent), die 2013 rund ein Viertel ihrer Anrufer einbüßte und mittlerweile von der mobilen Nutzung überholt wurde.

Die komplementäre Nutzung unterschiedlicher Kanäle ist nach wie vor hoch: mehr als die Hälfte der Online-Nutzer schauten 2013 bei ihren Recherchen auch ins Buch.

Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede: Während die Zahl der Nutzer des Buchs in Baden-Württemberg 2013 sogar stieg, sinkt sie in stark online- und mobil-geprägten Ballungszentren überdurchschnittlich. Dass junge Leute die digitalen Angebote bevorzugen, ältere eher zum Buch greifen, deckt sich mit allgemeinen Untersuchungen zur Mediennutzung. Jüngere Leute nutzen wohl auch den Weg über Suchmaschinen, um Informationen über Dienstleister und Angebote zu erhalten. Von dort werden sie aber oft wieder über direkte Verlinkungen auf die Angebote der klassischen Verzeichnismedien geführt, so dass die Gesamt-Relevanz der Verzeichnismedien gewahrt bleibt.

Nach wie vor sehr hoch sind die subjektiven Bewertungen für die Verzeichnismedien: Sie gelten als vertrauenswürdig, nützlich, die Informationen als einfach und rasch zu finden und bieten damit sowohl für die Nutzer als auch die Werbetreibenden einen hohen Gegenwert.

Der [vdav]-Verband deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien e.V. wurde 1920 gegründet und ist heute die Interessensvertretung von insgesamt 160 meist mittelständischen, oft familiengeführten Medienunternehmen, die mit Produkten und Angebote rund um die lokale Suche wie den Gelbe Seiten, Das Telefonbuch, Das Örtliche, Meine Stadt.de, MyHammer, Wer liefert was?, der Telegate AG oder gewusst-wo täglich Millionen von Kontakten herstellen und damit ganz erhebliche Umsätze insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, Handwerker und Freiberufler generieren. Direkt und indirekt sichern diese Unternehmen rund 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Der vft - Verband freier Telefonbuch- und Auskunftsmedien e.V. wurde im Jahr 2000 gegründet. Aktuell setzt er sich aus über 30 regional tätigen, von der Telekom AG unabhängigen Telefon- und Branchenbuchverlagen zusammen. Die Mitglieder gaben im vergangenen Jahr 11 Mio Bücher heraus. Der Verband grenzt sich klar von unseriösen Anbietern von Verzeichnismedien ab und bündelt die regionalen Kompetenzen sowie Interessen seiner Mitglieder. Ebenso wichtig ist dem Verband die Bekanntmachung der Bücher der vft-Verlage als attraktive Werbemedien für überregional aktive Kunden.

Insgesamt erwirtschaften die Mitgliedsunternehmen beider Verbände rund 1.200 Millionen Euro im Jahr und belegen damit im Ranking des ZAW Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft Platz Sechs unter den Werbemedien in Deutschland.

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