Presseerklärung Franjo Pooth
Düsseldorf (ots) - Im Zuge der öffentlichen Berichterstattung über die Insolvenz der Maxfield GmbH wurde am 17. Juni 2008 in der Bild-Zeitung darüber berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Düsseldorf neue Ermittlungen gegen mich eingeleitet hätte. Grund seien wiederholte Fahrten von mir mit Geldkoffern nach Liechtenstein, des Weiteren hätten zwei ehemalige Mitarbeiter der Maxfield GmbH gegenüber der Staatsanwaltschaft ausgesagt, sie seien von mir mit Geldkoffern nach Luxemburg und Liechtenstein geschickt worden, wo Geld auf geheime Konten eingezahlt worden sein soll.
Als Quelle der Berichterstattung wird auf eine Erklärung des Staatsanwalts Mocken von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Bezug genommen, der diese Erklärung aber nicht abgegeben hat. Weder gibt es Ermittlungen bezogen auf diesen Sachverhalt noch liegen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf die behaupteten Aussagen ehemaliger Maxfield-Mitarbeiter vor. Das hat Herr Staatsanwalt Mocken ausdrücklich bestätigt.
Diese inhaltlich unrichtigen Darstellungen stellen den bisherigen Höhepunkt einer Berichterstattung dar, die sachbezogene Inhalte kaum aufweist und meinem Ansehen erheblichen Schaden zufügt. Ich habe veranlasst, dass gegen diese Darstellungen presserechtlich vorgegangen wird.
Es ist grundsätzlich festzustellen, dass es die angeblichen Geldtransfers im Vorfeld oder in einem sonstigen Zusammenhang mit der Insolvenz der Maxfield GmbH nicht gegeben hat. So war ich zu keinem Zeitpunkt in Luxemburg oder Liechtenstein und es gab und gibt dort auch keine "geheimen" oder sonstigen Konten. Ich habe auch niemanden veranlasst, auf solche Konten Geldbeträge einzuzahlen.
Die Insolvenz der Maxfield GmbH war das Ergebnis einer wirtschaftlichen Fehlentwicklung, die letztlich den Anlass dazu gab, den Insolvenzantrag zu stellen. Das war eine schwere, aber unumgängliche Entscheidung, wie sie im Wirtschaftsleben erforderlich werden kann. Dass eine solche Entscheidung kritisch beobachtet und kommentiert werden kann, ist nachvollziehbar. Dass in der öffentlichen Berichterstattung sachliche und auch die rechtlichen Aspekte einer Firmeninsolvenz ganz überwiegend ausgeblendet werden und mir stattdessen mit Verdächtigungen und Herabwürdigungen im öffentlichen Ansehen geschadet werden soll - oder dies zumindest in Kauf genommen wird -, empfinde ich als unerträglich.
Besonders schmerzlich vermisse ich, dass für mich offenbar nicht die gesetzliche Unschuldsvermutung zu gelten scheint und dass in keiner Weise berücksichtigt wird, dass ich um jede Aufklärung bemüht bin. Ich gehe heute davon aus, dass die gesamten Zusammenhänge zeitnah aufgearbeitet werden können und werde alles mir Mögliche dazu beitragen.
Franjo Pooth
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