SWR - Südwestrundfunk

Voß: Rechtschreibreform ist für den SWR nicht verbindlich

Baden-Baden (ots) - Stuttgart. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SWR bleibt es weiterhin freigestellt, ob sie die neue oder die alte Rechtschreibung anwenden wollen. Das hat SWR-Intendant Peter Voß nochmals unterstrichen. „Politische Entscheidungen der Länder gelten für Schulen und nachgeordnete Behörden, aber für den unabhängigen Rundfunk ebensowenig wie für die freie Presse und für freie Bürger“ erklärte Voß. Der SWR werde lediglich bei Einblendungen auf dem Bildschirm die politischen Vorgaben strikt beachten, um z. B. bei Schülern keine Verwirrung auszulösen, teilte Voß mit. Er begrüßte es ausdrücklich, daß wenigstens die Länder Nordrhein-Westfalen und Bayern bereit seien, so lange unterschiedliche Schreibweisen zuzulassen, bis endlich die schlimmsten Mißstände der Reform korrigiert seien. Die sogenannte Rechtschreibreform sei eine kulturpolitische Instinktlosigkeit, gegen die zu Recht alle namhaften Schriftsteller protestiert hätten und die dennoch bürokratisch durchgepaukt worden sei. „In einem Kulturland, das diesen Namen verdient – zum Beispiel in Frankreich – wäre ein so unsensibles Vorgehen unmöglich gewesen“, sagte Voß. Er selbst werde sich weiter an die alte Rechtschreibung halten. SWR-Pressestelle Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Wolfgang Utz, Tel.: 07221 / 929 - 2785. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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