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Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2017 für Olaf Nicolai

Baden-Baden. Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2017 geht an den bildenden Künstler Olaf Nicolai für sein Hörwerk "In the woods there is a bird...". Die Auszeichnung wird vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Die Auftragsproduktion für... mehr

Baden-Baden (ots) - An die Redaktionen Kultur, Medien, Hörfunk

Karl-Sczuka-Preis 2017 für Olaf Nicolai

Jury würdigt das Radiostück "In the woods there is a bird ..." / Preisverleihung am 22.10.

Baden-Baden. Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2017 geht an den bildenden Künstler Olaf Nicolai für sein Hörwerk "In the woods there is a bird...". Die Auszeichnung wird vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Die Auftragsproduktion für die Documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur wurde am 9. Juni 2017 urgesendet. Die Preisverleihung findet am 22. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2017 statt. Der Karl-Sczuka-Förderpreis wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

"Radiophone Suite von bedrängender Intensität" Die Jury in ihrer Begründung: "Aus unbearbeitetem Fremdmaterial für Radioreportagen über Demonstrationen, Protestaktionen und Unruhen aus dem Zeitraum zwischen Juli 2001 und Februar 2017 komponiert Olaf Nicolai eine radiophone Suite von bedrängender Intensität. Die Originaltöne fügen sich in seinen Loops und Überlagerungen zu einem kaleidoskopischen Hörbild über den Zusammenprall von Macht und Ohnmacht, von Autorität und Protest. Zuhörend gerät man in ein akustisches Spannungsfeld aus kollektiver Gewalt und individueller Verletzlichkeit. Deutungen und Wertungen gesellschaftspolitischer Wirklichkeit werden zu persönlichen Fragen jedes Einzelnen." Nicolai, geboren 1962 in Halle an der Saale, lebt und arbeitet in Berlin.

63 Wettbewerbsbeiträge aus 20 Ländern

Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die "beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt", verliehen. In diesem Jahr wurden 63 Wettbewerbsbeiträge von 90 Bewerbern aus 20 Ländern eingereicht. Über die Zuerkennung des Preises hat am Donnerstag, 20. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury unter Vorsitz der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss entschieden. Weitere Jurymitglieder waren Margarete Zander, Helmut Oehring, Marcel Beyer und Michael Grote.

Der Karl-Sczuka-Preis ist nach dem Hauskomponisten der SWF-Gründerjahre benannt und wurde erstmals 1955 vergeben. Weitere Informationen im Internet auf www.SWR2.de/sczuka.

Pressekontakt:

Oliver Kopitzke, Telefon 07221 929 23854, oliver.kopitzke@SWR.de

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