SWR - Südwestrundfunk

Das rste
Mittwoch, 10. Juli 2002, 23.00 Uhr im Ersten
23.00 - 0.30 Uhr
Der Dokumentarfilm Safari Rally
Ein Film von Bernd Mosblech

Baden-Baden (ots) - Das härteste Autorennen der Welt findet alljährlich im ostafrikanischen Kenia statt: die "Safari Rally". 6000 Kilometer gilt es dabei, in Bestzeit zu bewältigen. Fünf Tage lang durchqueren die Rallye-Teilnehmer auf staubigen Straßen Steppe und Hochland. Eine Vielzahl von Hindernissen müssen sie überwinden: Monsunwind, schwierigste Straßenverhältnisse, Felsspalten, metertiefe Schlammlöcher. Immer wieder stellen sich den Fahrern auch wilde Tiere in den Weg: Flusspferde, Büffel, Elefanten. Die "Safari Rally" - eine wirkliche Herausforderung, die Abenteurergeist voraussetzt. Den hatten schon die ersten Teilnehmer des Autorennens vor 50 Jahren. Seit der Krönung von Königin Elisabeth II. im Jahre 1953 stellen sich die ausgefallensten Automobile der weltweit härtesten Teststrecke. Zu Beginn war das Rennen eine rein nationale Angelegenheit. Teilnehmer waren weiße Farmer des damaligen Britischen Protektorats Kenia. Sie bemalten ihre einfachen Autos mit Nummern, warfen ein paar Ersatzteile und Reifen in den Kofferraum - dann konnte das Rennen beginnen. Die "local cowboys" sind bis zum heutigen Tag ein Mythos. Nach wenigen Jahren war es auch Schwarzafrikanern und Indern möglich, an der "Safari Rally" teilzunehmen. Der erste nicht britischstämmige Rallye-Sieger war Joginder Singh. Sein indischer Großvater war mit einem arabischen Segelboot von Bombay gekommen. Allmählich wurde das Rennen zu einem internationalen Event. Der Finne Hannu Mikkola gewann 1972 als erster "Overseas-Driver" in einem Ford Escort 1972. Gleichzeitig wurde die "Safari Rally" immer professioneller und aufwändiger: Service-Wagen, Flugzeug-Piloten, Helfer und Mechaniker gehörten bald zum Alltag eines Rennens. Der Film beobachtet die Anstrengungen und Strapazen der "Safari Rally" und stellt Menschen vor, die an ihr teilnehmen. Unter ihnen Rory Green, ein "local Cowboy", Farmer in dritter Generation im ehemaligen Maasai-Land. Und Menschen kommen zu Wort, die selbst zu Kapiteln "Safari Rally"-Geschichte geworden sind, unter ihnen Joginder Singh, Hannu Mikkola, Shekhar Mehta, fünffacher Rallye-Gewinner und FIA Rallye-Commission Boss, Lord Delamere. Lord Delameres Urgroßvater war ein Peer aus dem Vereinigten Königreich, der 1896 nach Kenia kam. Er wurde zum Führer der Siedler. Die Delameres sind traditionell eng mit dem berühmten Rennen verbunden. Der heutige Lord Delamere stellt sein Land dem Wettkampf zur Verfügung. So rasen am zweiten Tag der nunmehr dreitägigen Rallye moderne Turbo-Maschinen mit 300 PS an seiner Farm vorbei. Der Film räumt auch den Ureinwohnern des Landes, den Maasai, einen wichtigen Platz ein. Sie können es sich kaum leisten, an dem Rennen teilzunehmen. Die Welt des kostspieligen Motorsports - für sie faszinierend, aber nahezu unerreichbar. Der Filmemacher Bernd Mosblech hat im letzten Jahr die "Safari-Rally" beobachtet, sich dem Rausch der Geschwindigkeit, aber auch dem der Farben und Töne hingegeben. Virtuos hat er in seinem Film Gegenwart und Geschichte miteinander verwoben. Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter http://www.swr.de/presse/programm-infos/index.html ots Originaltext: SWR Südwestrundfunk Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Gabi Schlattmann, Tel.: 07221/929-3273. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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