SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Blickpunkt Europa
Dienstag, 2. Juli 2002, 21.45 Uhr
(Woche 27)

Baden-Baden (ots) - 21.45 Blickpunkt Europa Moderation: Ute Brucker Die Themen: Umzug für das Dorf des Lichts - Die portugiesische Gemeinde Aldeia da Luz weicht einem Staudamm Der größte künstliche See Europas wird immer voller. Deshalb muss das portugiesische Dorf Aldeia da Luz, das "Dorf des Lichts", verlegt werden. Denn dieses Dorf liegt genau in dem Gebiet, das bald schon vom Wasser des Alqueva-Staudamms bedeckt sein wird. Eine Fläche von 250 Quadratkilometern wird überflutet, so groß wie die Mittelmeerinsel Malta. Es hat Monate gedauert, bis der Umzug beginnen konnte. Die Dorfbewohner waren mit dem Neubau ihrer Heimat, Nova Luz, nicht einverstanden. Schwierigkeiten machte vor allem die Verlegung des Friedhofs. Vergangene Woche hat der Umzug begonnen. Aus für den Migros-Wagen - In der Schweiz verschwinden die mobilen Tante-Emma-Läden Seit fast 80 Jahren gibt es sie, die Migros-Wagen. Fünf Verkaufswagen hatte damals der Schweizer Kaufmann Gottlieb Duttweiler in den Dienst gestellt, mit Kernseife, Zucker, Teigwaren, Kaffee, Reis und Kokosnussfett ausgestattet. Dienst am Kunden sollte dies sein, damals wie heute. Die immer zahlreicher werdenden Verkaufswagen fuhren durch die ganze Schweiz, hielten in den Dörfern, am Straßenrand. Die Wagen wurden auch dann beibehalten, als aus der Migros längst ein Supermarktriese geworden war. Jetzt naht das Ende der Migros-Wagen. Nicht mehr rentabel seien sie, heißt es. Nur noch im Wallis sind zwei der Wagen unterwegs. Wassernotstand in Sizilien - Jeder zweite Sizilianer sitzt derzeit auf dem Trockenen Eigentlich haben sie genug Wasser, sagen die Sizilianer. Man komme nur nicht dran. Dass die Insel derzeit von Wassermangel geplagt werden, liegt offenbar nicht nur an einer Dürreperiode, sondern auch daran, dass die Wasserleitungen löchrig sind wie Siebe, und daran, dass so mancher Sizilianer mit dem Notstand Geschäfte machen will. Agrigent zum Beispiel, im Süden der Insel. Die Menschen pilgern zu Wasserhändlern, die ihr Geschäft in der Halb-Legalität betreiben, weil die Stadtverwaltung es nicht schafft, ihr Leitungsnetz zu betreiben. Schnelle Entscheidung - Das sogenannte "Fast Dating" wird in Polen Mode Immer wieder sonntags in den Szene-Kneipen: Nümmerchen ziehen und dann für jedes Rendezvous genau 180 Sekunden Zeit haben. Das reiche vollkommen aus, um zu wissen, ob der- oder diejenige zu einem passe, so der Betreiber eines neuen Trends, bei dem tatsächlich von Sonntag zu Sonntag immer mehr junge Warschauer begeistert mitmachen. Die Rede ist vom "Fast Dating", einem Mode-Import aus den USA, den ein Deutscher gerade in Polen populär macht. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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