SWR - Südwestrundfunk

"Der Frauenarzt von Bischofsbrück" wieder auf Sendung
100 Folgen der Kult-Radio-Soap ab 1. Juli in SWR2 vor Mitternacht

    Baden-Baden (ots) - Ab 1. Juli wiederholt SWR2 vor Mitternacht die 100-teilige Radio-Soap "Der Frauenarzt von Bischofsbrück". Zum zwanzigsten Geburtstag der Kult-Serie kommt die SWR2 Unterhaltungsredaktion damit zahlreichen Hörerwünschen nach. Bis Anfang Dezember haben Dr. Borg, Diana Gräfin Retzlow und Co. jeweils montags bis freitags ab 23.00 Uhr für ca. fünf Minuten  in SWR2 vor Mitternacht ihren Auftritt. Der zeitlose Witz der Serie, eine Mischung aus höherem Blödsinn, Kitsch und Satire, voller Anspielungen auf die Realität, funktioniert auch heute noch.          Genau zwanzig Jahre ist es her, da ertönte im dritten Hörfunkprogramm des damaligen SDR erstmals die romantisch-pathetische Titelmusik der Radio-Soap mit der sanften weiblichen Stimme. Drei Jahre lang erlebte der "junge sympathische Frauenarzt" Dr. Julius Borg zweimal täglich haarsträubende Abenteuer, ehe er in den Armen der "fragilen jungen" Diana Gräfin Retzlow (verwitwet) sein Lebensglück fand. Nicht leicht war für ihn, mit den Machenschaften des Pharma-Konzern-Chefs Dr. Peschke fertig zu werden, mit den beiden Mafia-Killern Aglio und Olio, der rechtsradikalen Wehrsportgruppe um Roderich Rüstig oder dem Paten Don Vitello Tonnato.          "Der Frauenarzt von Bischofsbrück" wurde eine regelrechte Kultsendung. Büros unterbrachen zur Sendezeit ihre Arbeit, in Mannheim brach laut Stadt-Zeitung die Stromversorgung zu jener Zeit regelmäßig zusammen, Dr. Borg wurde von besorgten Wählern in mehreren kleinen Gemeinden zum Bürgermeister gewählt, eine Gräfin beklagte sich über die Verächtlichmachung des Adels und die Hörerpost brach über Redaktion und Autoren herein. Die meisten ARD-Anstalten übernahmen seine Abenteuer, und nur im noch ferneren Bayern wurde diese gekürzt, wenn es zu sehr ans Bayrisch-Eingemachte ging. Man wisse nicht, ob man lachen oder weinen sollte, meine die "Süddeutsche Zeitung" - gesund sei aber beides. Der "Spiegel" nannte das Ganze "eine haarsträubende Trivialstory, unterlegt mit süßlichen Pianoklängen, drollig gespickt mit aktuellen politischen Pointen", die "Zeit" wünschte sich als ideales Publikum die Marlitt, Friederike Kempner und Hedwig Courths-Mahler ...          Gerne senden wir Ihnen bei Interesse Ausschnitte von "Der Frauenarzt von Bischofsbrück".

    
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