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Der Fall Schlecker "Der Schlecker-Prozess: Aufstieg und Fall eines Drogerie-Imperiums", Donnerstag, 2. März 2017, 21 bis 21.45 Uhr im SWR Fernsehen

Wie konnte es zur Pleite des Drogerie-Imperiums kommen und wie beurteilen Beteiligte und ehemalige Beschäftigte den Fall Schlecker heute? Der Film zeichnet die Entwicklung des Unternehmens von den Anfängen in den 1970er-Jahren bis heute nach. Auch der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und Dirk Roßmann, Geschäftsführer der Rossmann GmbH, ...

Stuttgart (ots) - Ab dem 6. März muss sich Anton Schlecker vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Wie konnte es zur Pleite des Drogerie-Imperiums kommen und wie beurteilen Beteiligte und ehemalige Beschäftigte den Fall Schlecker heute? Der Film zeichnet die Entwicklung des Unternehmens von den Anfängen in den 1970er-Jahren bis heute nach. Auch der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und Dirk Roßmann, Geschäftsführer der Rossmann GmbH, kommen zu Wort. Zu sehen ist "Der Schlecker-Prozess: Aufstieg und Fall eines Drogerie-Imperiums" am Donnerstag, 2. März 2017, 21 Uhr im SWR Fernsehen.

"Es war ein rabenschwarzer Tag", erinnert sich die ehemalige Betriebsratsvorsitzende Christel Hoffmann. Von der Insolvenz des Unternehmens erfuhr sie auf einer Zugfahrt. Rund 25.000 Mitarbeiter, mehrheitlich Frauen, verloren durch den Konkurs des Schlecker-Konzerns ihren Arbeitsplatz. "Ich erwarte auf jeden Fall, dass es eine Aufklärung gibt. Vielleicht hilft es den betroffenen Kolleginnen, nach fünf Jahren die Wahrheit zu erfahren", sagt Christel Hoffmann. Einige der sogenannten Schlecker-Frauen haben sich mit den Drogeriefilialen "Drehpunkt" selbstständig gemacht. Ihre Zeit bei Schlecker behalten sie in guter Erinnerung. Gerne hätten sie weiter für das Unternehmen gearbeitet. Wie geht es den ehemaligen Beschäftigten als Unternehmerinnen und was erwarten sie von dem Prozess?

Das System Schlecker

25.000 Kündigungen musste der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz eigenhändig unterschreiben. Er schildert, wie er damit umging. Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann hat von der Schlecker-Insolvenz profitiert. Sie übernahm mehr als einhundert Schlecker-Märkte, wie Dirk Roßmann erzählt. Roland Alter ist Professor für Betriebswirtschaft und Unternehmensführung an der Hochschule Heilbronn. Er hat sich mit dem System Schlecker beschäftigt. Heute ist es Thema seiner Seminare.

Die Akte Schlecker

Neben dem Firmenpatriarchen Anton Schlecker sitzen auch seine Ehefrau Christa sowie die Kinder Meike und Lars Schlecker auf der Anklagebank. Ihnen wird vorsätzlicher Bankrott, Insolvenzverschleppung, falsche Versicherung an Eides statt und gemeinschaftliche Untreue vorgeworfen.

Online first: Die Sendung ist am Vortag der Ausstrahlung ab 16 Uhr in der Mediathek unter www.SWRmediathek.de zu sehen.

Weitere Sendung zum Thema:

"Plusminus Extra: Schlecker vor Gericht - vom Drogeriekönig zum Angeklagten"

Montag, 6. März 2017, 21 Uhr, Das Erste

Als Europas einst größte Drogeriemarkt-Kette Schlecker im Januar 2012 Insolvenz anmeldete, kostete das 25.000 Angestellte, überwiegend Frauen, den Arbeitsplatz. Rund eine Milliarde Euro betrug die Forderung der Gläubiger. "Es ist nichts mehr da", erklärte die Tochter von Anton Schlecker damals öffentlich. Doch daran hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Zweifel. In einem Mammutprozess werden ab 6. März 2017 die Vorwürfe gegen Anton Schlecker und seine Familie verhandelt. Wie groß sind die Chancen, die Vorwürfe auch beweisen zu können? "Plusminus extra", eine Sendung des Südwestrundfunks, beleuchtet die Hintergründe der Schlecker-Pleite und die schwierige Ausgangslage eines solchen Wirtschaftsprozesses.

Pressekontakt:

Katja Matschinski, Tel. 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de.

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