SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Samstag, 6. Juli 2002 (Woche 28) bis Freitag, 12. Juli 2002 (Woche 28)

    Baden-Baden (ots) -
    Samstag, 6. Juli 2002 (Woche 28)/07.06.2002
    
    00.55    Pianotorte
                 Kabarettprogramm von und mit Lars Reichow
                 Folge 1/2 (2. Teil am 13. Juli)
    
    "Was ist eigentlich los mit dem Mann? Eine Bestandsaufnahme. Wo
steht er? Irgendwo zwischen alleinerziehendem Vater und
gemeinnützigem Liebhaber. Oder was ist eigentlich los mit der Frau?
Die moderne Frau schläft nicht mehr. Schläft nicht mehr mit uns. Und
was ist mit der Jugend? Wir haben früher auch gelacht. Aber mit einem
Buch unterm Arm!" Drei kernige Statements aus dem aktuellen Programm
"piano Torte" von Lars Reichow, die klar machen, wie sich der
Kabarettist den Themen des Alltags nähert und sie einsortiert. Der
"Klaviator", den sein erster aufrechter Gang direkt ans elterliche
Klavier führte, präsentiert ein Bühnenprogramm aus Texten und
Liedern, dem die Kritiker Sprachwitz und Scharfsinn ebenso
attestieren, wie musikalische Erfindungsgabe und großes
instrumentales Können. Die Presse schreibt über den
Kleinkunstpreisträger, sein Programm gehöre zum Frischesten, was die
Kleinkunstszene hierzulande zu bieten hat.
    
    
    Sonntag, 7. Juli 2002  (Woche 28)/07.06.2002
    
    12.00    Anker in der Ewigkeit
        
                 1000 Jahre Mainzer Dom
        
                 Ein Film von Horst Schäfer
    
    975 von Erzbischof Willigis begonnen, spiegelt der Mainzer Dom
1.000 Jahre deutscher Geschichte. Weit davon entfernt, ein Museum zu
sein, versammelt die Bischofskirche täglich Menschen zu Gebet und
Gottesdienst und ist damit ein Zeichen für die lebendige Weitergabe
des christlichen Glaubens. Gleichzeitig ist der Dom Herz und
Mittelpunkt der Stadt und des Bistums. Dieser Beziehung zwischen den
Menschen und ihrem Dom, zwischen Gegenwart und Vergangenheit geht der
Film nach. Er beleuchtet die Bau- und Kunstgeschichte, er erinnert an
die politische Bedeutung der Mainzer Erzbischöfe und er lässt
Menschen zu Wort kommen, die eine besondere Beziehung zu diesem
Martinsdom haben: von der Steinmetzin bis zum Domorganisten. Die
Kamera eröffnet seltene Perspektiven in das Gebirge aus Stein.
Faszinierende Bilder führen den Zuschauer durch den Dom von den
Fundamenten bis in den Glockenstuhl.
    Stille Momente und die Pracht feierlicher Gottesdienste vermitteln
dem Zuschauer die Lebendigkeit des 1.000-jährigen Domes, der im
Empfinden vieler dasteht wie ein fester Anker im Fluss der Zeit.
    
    
    
    
    Freitag, 12. Juli 2002 (Woche 28)/07.06.2002
    
    Die Lange Bauhaus-Nacht
    (75 Jahre Stuttgarter Weißenhof)
    Moderation: Markus Brock
    
    23.50    Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
        
                 Bauhaus Dessau
    
    Am Anfang stand eine Utopie: Der "Bau der Zukunft" sollte alle
Künste in idealer Einheit verbinden. So sah es der Architekt Walter
Gropius, der das Bauhaus 1919 in Weimar gründete. Ein neuer Typus des
Künstlers schwebte ihm vor, jenseits von Spezialisierung und
Akademismus. Im Bauhaus sollte er ausgebildet werden. "Die Schule
soll allmählich in der Werkstatt aufgehen", so Gropius - die Trennung
zwischen freier und angewandter Kunst gelte es zu überwinden.
    Im Bauhaus arbeiteten Künstler mit Handwerkern zusammen - so
berühmte Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger,
Oskar Schlemmer, Laszlo Moholy-Nagy. Das gemeinsame Ziel: nichts
Geringeres als die neue, moderne Gestaltung des ganzen Lebens. 1923
erweiterte Gropius die Programmatik des Bauhauses: "Kunst und Technik
- eine neue Einheit" - mit diesem Motto formulierte er, dass das
Bauhaus die Industrie als die bestimmende Kraft der Zeit ansah. Im
Bauhaus entstanden Modelle für moderne Wohnhäuser ebenso wie Modelle
für Lampen und Stühle. Alles sollte möglichst funktional sein - und
massenhaft reproduzierbar.
    1925 zog das Bauhaus nach Dessau, ab 1926 durfte es sich offiziell
"Hochschule" nennen. 1932 wurde im Dessauer Gemeinderat der Antrag
der NSDAP, den Lehrbetrieb des Bauhauses zu schließen, angenommen.
Mies van der Rohe entschied sich, die Schule in Berlin als
Privatinstitut weiterzuführen. Doch 1933 war Schluss, es hatte
wiederholt Durchsuchungen und Festnahmen gegeben. Die meisten
Bauhauslehrer emigrierten. Dennoch hat das Bauhaus Epoche gemacht und
Generationen von Künstlern, Designern und Architekten entscheidend
geprägt. Das Gebäude des Bauhauses Dessau gehört heute zum
Weltkulturerbe der UNESCO. Am Beginn der Themennacht steht ein
filmischer Rundgang im Bauhaus Dessau - Christian Romanowskis
opulente Dokumentation aus der SWR-Reihe "Schätze der Welt".
    
    
    00.05    Vom weltoffenen Wohnen
                 Der Stuttgarter Weißenhof und seine europäischen
Verwandten
                 Ein Film von Sibylle Maus
    
    Der Film "Vom weltoffenen Wohnen" erzählt, wie die Stuttgarter
Weißenhofsiedlung entstand. 1927 gebaut, sollte sie Modell sein für
die Zukunft des Wohnens in der Großstadt. Beteiligt waren unter
anderen die Architekten Mies van der Rohe, Le Corbusier, Walter
Gropius und Hans Scharoun. Ornamentale Verzierungen waren verpönt:
Die "Gebäude ohne Verkleidung", allein auf ihre geometrischen
Grundfiguren reduziert, waren eine architektonische Sensation. Mit
einem Minimum an Form sollte den Bewohnern ein Maximum an Freiheit
gewährt werden. Von den ursprünglich 21 Wohnhäusern sind noch elf
erhalten. Die Weißenhofsiedlung ist eines der bedeutendsten Zeugnisse
der Bauhaus-Architektur. Im Juli dieses Jahres feiert die Stadt
Stuttgart das 75-jährige Bestehen der Weißenhofsiedlung.
    
    
    01.00    Bauhaus - Vorbereitung und Gründung
                 Ein Film von Gisela Reich
                 Folge 1/3
    
    Die große, dreiteilige Chronik "Bauhaus" aus dem Jahre 1969 - also
50 Jahre nach Gründung des Bauhauses - dokumentiert die wechselvolle
Geschichte des Bauhauses selbst und zeigt, wie die
Bauhaus-Philosophie noch lange nach seiner Schließung 1933 in der
ganzen Welt weiter wirkte. Ausführlich äußert sich auch der Gründer:
Walter Gropius, der 1969 starb.
    
    
ots Originaltext: SWR
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