SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Sonntag, 23. Juni 2002 (Woche 26) bis (Woche 28)

    Baden-Baden (ots) -          22.30 Wortwechsel

          Fritz Frey im Gespräch mit Rudi Gutendorf (Fußball-Trainer)
    
    Der Fußball ist sein Mittel der Völkerverständigung. Rudi
Gutendorf, Weltenbummler und "Botschafter in Sachen Fußball".
"Fußball ist das Einzige, was ich richtig verstehe", sagt der heute
73-jährige über sich. Berühmt gemacht hat ihn seine Lieblingstaktik,
das "Riegel-System", das ihm auch den Spitznamen "Riegel-Rudi"
einbrachte: "Mit allen Mann in die Verteidigung und dann beim Konter
nach vorne flitzen." In der Bundesliga eher ein "Synonym für
Erfolgslosigkeit", machte sich Gutendorf einen Namen als
"Fußball-Globetrotter". Im Auftrag der Bundesregierung, von DFB und
FIFA ist er weltweit im Einsatz. Dafür bekam er 1997 das
Bundesverdienst-kreuz. Bei seiner letzten Station als Nationaltrainer
von Ruanda gelang ihm noch einmal etwas Außergewöhnliches, weil er es
schaffte, die verfeindeten Hutu und Tutsi in einem Team spielen zu
lassen. Über sein abenteuerliches Leben und über seinen Traum, eines
Tages auch Israelis und Palästinenser gemeinsam zu trainieren,
spricht Rudi Gutendorf mit Fritz Frey.
    
    Rudi Gutendorf wurde am 30. August 1926 in Koblenz geboren. Von
1943 bis 1953 spielte er beim TuS Neuendorf (später TuS Koblenz), mit
dessen erster Mannschaft er 1948 bis ins Halbfinale der Deutschen
Meisterschaft vorstieß. 1952 legte er bei Sepp Herberger sein
Trainerdiplom ab und wurde der jüngste Lizenztrainer Deutschlands.
1955 zog er erstmals ins Ausland, ging in die Schweiz als
Spielertrainer zu den Blue Stars Zürich. Es folgten über 50
Trainerstationen auf allen fünf Kontinenten, was ihm einen Eintrag
ins "Guiness Buch der Rekorde" verschaffte. Im April 2000 beendete er
sein vorerst letztes Engagement, als Nationaltrainer von Ruanda. Rudi
Gutendorf ist in dritter Ehe mit einer aus Ungarn stammenden
Australierin verheiratet und hat mit ihr einen Sohn.
    
    
    Montag, 24. Juni 2002  (Woche 26)/06.06.2002
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    21.00Teleglobus
    Tiger, Minen, Palmenstrände
    Sri Lanka: Hoffnung auf Frieden
    
    Sri Lanka, früher Ceylon genannt, ist ein Urlaubsparadies, das
jährlich viele Touristen anzieht. Doch das ist nur die eine Seite der
idyllischen Palmeninsel. Die andere Seite ist der Bürgerkrieg, der
schon seit 18 Jahren auf der Insel herrscht. Mindestens 80.000
Menschenleben haben die Auseinandersetzungen zwischen den
Regierungstruppen und den separatistischen Rebellen der "Liberation
Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gefordert. Besonders berüchtigt wurde
die Tamilen-Guerilla durch ihre Bombenanschläge. Die US-Regierung
klassifizierte sie als "eine der grausamsten Guerillagruppen der
Welt". Hunderttausende Menschen aus Sri Lanka sind ins Ausland
geflohen und sind über die ganze Welt verstreut, davon viele auch in
Deutschland.
    
    An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest
    
    Die von den Tamilen bewohnten Gebiete im Norden der Insel wurden
von der Regierung abgesperrt, dafür wurde auch ein riesiger
Stacheldrahtzaun gebaut. Doch nun ist endlich Frieden in Sicht: Seit
Februar 2002 schweigen die Waffen. Unter der Vermittlung von
norwegischen Diplomaten laufen die Friedensverhandlungen zwischen der
neuen Regierung und den Befreiungskämpfern. 18 Jahre Bürgerkrieg
haben die Insel zermürbt, nun atmen die Menschen auf und hoffen auf
Frieden in ihrem Land. Teleglobus-Autorin Rita Erben bereiste die
Insel. Dabei gelang es ihr, als eine der ersten Journalisten seit
Jahren auch in dem abgesperrten Tamilen-Gebiet im Norden zu drehen.
    
    
    Dienstag, 25. Juni 2002  (Woche 26)/06.06.2002
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    05.30Teleglobus (WH)
    Tiger, Minen, Palmenstrände
    Sri Lanka: Hoffnung auf Frieden
    
    
    Sonntag, 30. Juni 2002  (Woche 27)/06.06.2002
    
    22.40 Wortwechsel

          Gabriele von Arnim im Gespräch mit Herbert Feuerstein
          (Humorist)
    
    Blödsinn ist für ihn von Kindheit an eine Form der Opposition.
Gegen einen Vater, der ein bekennender Nazi gewesen sei und gegen
eine "hysterische Mutter". Diese explosive Mischung treibt ihn hinaus
in die Welt, zunächst nach New York, wo er zehn Jahre lang als
Journalist arbeitete: "Da gibt es wahnsinnig viele gestörte Leute,
man fühlt sich nie allein." Als er nach Deutschland zurück kam,
wechselt er das Fach und bewies als Chefredakteur von "MAD" über 20
Jahre lang, dass er ein Meister des skurrilen Humors ist. Seine
erfolgreiche Fernsehshow "Schmidteinander" nennt er "Reality-TV für
Verhaltensgestörte". "Ich möchte Sachen machen, die nicht langweilig
sind, neu sind, Anstöße geben", steht als Motto hinter Feuersteins
Arbeit. Kaum ein anderer Entertainer wagte Außergewöhnliches im
deutschen Fernsehen, wie er. Über sein Leben, seine Karriere und den
Humor als philosophische Schule spricht Herbert Feuerstein mit
Gabriele von Arnim.
    
    Herbert Feuerstein wurde am 16. Juni 1937 in Zell am See bei
Salzburg geboren. Nach dem Abitur 1956 studierte er am Salzburger
Mozarteum Klavier, Cembalo und Komposition. 1960 zog Feuerstein nach
New York und trat in die Redaktion der deutschsprachigen "New York
Staatszeitung" ein. Zurück in Deutschland wurde er 1971 Chefredakteur
der Satirezeitschrift "MAD". 1984 begann er nebenbei, als Autor und
Entertainer für Hörfunk und Fernsehen zu arbeiten. Seinen größten
Erfolg hatte er als kongenialer Partner von Harald Schmidt in der
Fernsehshow "Schmidteinander", für deren Buch und Präsentation er
1994 den Adolf-Grimme-Preis bekam, sowie den Zuschauerpreis "Bambi"
für seine "anarchistische Originalität". Seit dem Ende von
"Schmidteinander" 1996 produziert er weiter Fernsehshows, spielt
Theater und übernimmt Rollen in Kinofilmen. Herbert Feuerstein ist in
dritter Ehe verheiratet und Vater einer Tochter.
    
    An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest
    
    Samstag, 6. Juli 2002 (Woche 28)/06.06.2002
    
    21.00Schatzkammer Brasilien
    Porträt von Hans Stern (Edelsteinhändler)
    
    Kaum einer weiß, dass der größte Staat Südamerikas, Brasilien,
auch der weltgrößte Produzent von edlen Farbsteinen ist. Über 70
verschiedene Arten von Schmucksteinen werden vor allem im Bundesstaat
Minas Gerais und angrenzenden Gebieten gefunden. Die bekanntesten
sind die Aquamarine, Topase, Turmaline, Opale und Smaragde. Aber auch
ergiebige Diamantenvorkommen werden immer wieder neu in dem noch
nicht voll erschlossenen Land entdeckt. Die meisten Steinfunde machen
heute wie einst die Einzelgänger und kleinen Gruppen der Garimpeiros,
die berufsmäßigen Edelsteinsucher. In Minen und im offenen Tagebau,
in Bachbetten im Urwald und in kargen Felsschluchten jagen sie nach
dem glücklichen Fund. Das Pionierland Brasilien ist für sie noch
immer eine Schatzkammer, deren Werte es zu entdecken gilt.
    
    
    Dienstag, 9. Juli 2002  (Woche 28)/06.06.2002
    
    Geänderten Beitrag für BW und SR beachten!
    (keine geänderte VPS-Zeit)
    
    11.00Treffpunkt (BW und SR)
    2010 ist Schluss - der bittere Abschied vom Saarbergbau
    Film von Ute Kunsmann und Hans Reinhard Barth
    (Erstsendung: 21.04.2002)
    
    
ots Originaltext: SWR
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