SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Sonntag, 16. Juni 2002 (Woche 25)/03.06.2002

Baden-Baden (ots) - 10.30 Hermann Hesse - Wegbereiter eines neuen Denkens? Gespräche und Musik zu Hermann Hesse aus dem Kloster Maulbronn Moderation: Dietrich Brants Gäste: Volker Michels, Lektor und Herausgeber (Suhrkamp Verlag) Eva Hesse, Enkelin Hermann Hesses, Kunstmalerin Peter Michael Hamel, Musiker, Kompositionsprofessor (Hamburger Musikhochschule) Peter Schellenbaum, Theologe / Psychotherapeut Martin Kämpchen, F.A.Z.- Indienkorrespondent René Egli, Autor und Verleger / Seminarleiter "Lola-Prinzip" Marco Schickling, Hesse-Doktorand Hesse, der am meisten gelesene deutsche Schriftsteller, faszinierte schon immer Menschen, die auf der Suche waren nach dem sogenannten wahren Leben, dem inneren Glück und höheren Sinn der Selbsterkenntnis. In seinen Romanen "Der Steppenwolf", "Siddhartha" und "Das Glasperlenspiel" schreibt er über die Rebellion gegen die Gesellschaft, die Individualität des Außenseiters und über die Magie der Liebe. Hermann Hesse erforschte auf seiner lebenslangen Suche nach endgültiger Selbstfindung die menschliche Psyche und lotete immer wieder von neuem die Facetten des Bewusstseins aus. Seine Literatur und die zahlreichen Briefe spiegeln seine gelebten Erkenntnisse über das Sein, die Seele und das Geheimnis persönlicher wie beruflicher Erfülltheit wider. Die Sendung ist eine 90minütige musikalische Lese- und Gesprächsreise in die Innenwelten von Hermann Hesse: Manager, Musiker, Theologen und Psychoanalytiker unterhalten sich über ihre persönlichen Lebensentwürfe, die direkt von Hermann Hesse als einem ihrer wichtigsten Wegbegleiter inspiriert worden sind. In den musikalischen Einlagen improvisiert Peter Michael Hamel auf dem präparierten Flügel zu gesprochenen Hesse-Zitaten von Christian Brückner. Die Gespräche leitet Dietrich Brants. Die Sendung, aufgezeichnet im Kloster Maulbronn, ist eine Gemeinschaftsproduktion des SÜDWEST Fernsehens, SWR2 (Hörfunk), NWR Bremen und dem Suhrkamp Verlag mit Unterstützung des Klosters Maulbronn. Montag, 17. Juni 2002 (Woche 25)/03.06.2002 Nachgeliefertes Thema beachten! 21.05 Teleglobus Mapuche - Chiles Indianer im Kampf Am 6. Januar 1641 unterzeichneten die Abgesandten des spanischen Königs und die Mapuche-Indianer den "Vertrag von Quillem". Damit errangen zum ersten Mal Ureinwohner im Süden Amerikas den völkerrechtlichen Status einer unabhängigen Nation. Der Vertrag regelt die Grenzziehung zwischen beiden Hoheitsgebieten, den Mapuche wurde das Hoheitsrecht über zehn Millionen Hektar südlich des Bio-Bio-Flusses zuerkannt. 1860 begannen die Republiken Chile und Argentinien in das Mapuche-Territorium vorzudringen. In einem nicht erklärten Krieg über zwei Jahrzehnte wurden die Mapuche unterworfen, wurde ihr Land zwischen Argentinien und Chile aufgeteilt. Die Mapuche verloren größte Teile ihres traditionellen Landes. Widerrechtliche Aneignungen, vom Staat geduldet, sittenwidrige Verträge, willkürliche Gesetze nahmen den Mapuche immer mehr Rechte. Während der Diktatur Pinochets wurde das Dekret Nr. 2568 erlassen, in dessen Folge die letzten Mapuche-Ländereien privatisiert und die Mapuche-Gemeinschaften aufgelöst wurden. Ihre Kultur wurde diskriminiert, ihre Führer verfolgt und ermordet. In Chile und Argentinien leben heute noch etwa 1,6 Millionen Mapuche, der Landverlust trieb die meisten von ihnen in die Städte. Dort leben sie in der Regel als städtisches Proletariat in den Randbezirken. In den letzten Jahren begannen sich die Mapuche verstärkt wieder zusammenzuschließen, um einmal ihre kulturelle Identität wiederzubeleben, um andererseits aber auch ihren Landsitz zurückzufordern. Viele Dorfgemeinschaften begannen, den früheren Besitz, vor allem Wälder, deren Nutzung mittlerweile von internationalen Konzernen betrieben wurde, zu besetzen. Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen. Diese halten bis heute an. Die Mapuche verlangen die konstitutionelle Anerkennung als indigenes Volk. Eine ihrer wichtigsten Organisationen ist der "Consejo de Todas las Tierras" in Temuco, einer ihrer Führer ist Aucan Huilcaman. In diesen Tagen brennen in Chile die Wälder, es kam zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Mapuche im Zusammenhang mit dem Bau des Kraftwerks Ralco. Von diesen Auseinandersetzungen, von der Arbeit des "Consejo de Todas las Tierras", von dem jungen Mapuche-Führer Aucan berichtet Ebbo Demants Reportage. Dienstag, 18. Juni 2002 (Woche 25)/03.06.2002 Nachgeliefertes Thema beachten! 05.30 Teleglobus (WH) Mapuche - Chiles Indianer im Kampf Samstag, 22. Juni 2002 (Woche 26)/03.06.2002 Geänderten Beitrag für SR beachten! 18.00 (VPS 17.59) Sport extra (SR) Ringen Kuba - Westeuropa St. Ingbert Sonntag, 23. Juni 2002 (Woche 26)/03.06.2002 Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten! 22.30 Wortwechsel Fritz Frey im Gespräch mit Rudi Gutendorf (Fußball-Trainer) Sonntag, 23. Juni 2002 (Woche 26)/03.06.2002 Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten! 04.45 Wortwechsel (WH) Fritz Frey im Gespräch mit Rudi Gutendorf (Fußball-Trainer) Sonntag, 30. Juni 2002 (Woche 27)/03.06.2002 Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten! 22.40 Wortwechsel Gabriele von Arnim im Gespräch mit Herbert Feuerstein (Humorist) Sonntag, 30. Juni 2002 (Woche 27)/03.06.2002 Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten! 04.45 Wortwechsel (WH) Gabriele von Arnim im Gespräch mit Herbert Feuerstein (Humorist) ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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