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Freiburg, Stadt zwischen Hass und Trotz in "Zur Sache Baden-Württemberg", Donnerstag, 8.12.2016, 20.15 Uhr, SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

Eine Freiburger Studentin ist tot, der Tat verdächtigt wird ein 17-Jähriger Afghane. Die bundesweite Debatte über Flüchtlingspolitik und Willkommenskultur ist erneut entbrannt. Gast im Studio ist Kerstin Andreae, Grüne, Bundestagsabgeordnete aus Freiburg. Auf dem Weihnachtsmarkt in Freiburg trifft SWR-Reporterin Alexandra Gondorf ...
Länge: 00:25 Minuten

Stuttgart (ots) - Clemens Bratzler moderiert das landespolitische Magazin.

Zu den geplanten Themen gehören:

Getötete Studentin in Freiburg - wie mit einer Gewalttat Politik gemacht wird Eine Freiburger Studentin ist tot, der Tat verdächtigt wird ein 17-Jähriger Afghane. Die bundesweite Debatte über Flüchtlingspolitik und Willkommenskultur ist erneut entbrannt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) haben sich in die Diskussion eingeschaltet. Gast im Studio ist Kerstin Andreae, Grüne, Bundestagsabgeordnete aus Freiburg.

Vor Ort in Freiburg - eine Stadt zwischen Hass und Trotz

Auf dem Weihnachtsmarkt in Freiburg trifft SWR-Reporterin Alexandra Gondorf Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne). Sie will wissen, wie es mit der Flüchtlingspolitik in Freiburg weitergeht. Im Vauban-Viertel berichtet der gebürtige Afghane und SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ismael Hares von Reaktionen aus seinem afghanischen Umfeld. Auch einen Hassbrief hat der Lokalpolitiker wegen seiner Abstammung bekommen. Im Freiburger Stadtteil Landwasser haben 22 Prozent der Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl die AfD gewählt. Hier trifft Alexandra Gondorf den AfD-Kreisverbandssprecher Andreas Schumacher. Das tote Mädchen ist seiner Meinung nach ein Opfer der Willkommenskultur.

Krank zur Arbeit - warum man sich krank ins Büro schleppt

Mit 300 Euro belohnt Daimler Mitarbeitende, die sich ein Jahr lang nicht krank gemeldet hatten. Auch Unternehmer und Personalberater Jörg Knoblauch aus Giengen zahlt 150 Euro für ein halbes Jahr ohne Krankmeldung. "Wer nur einen Tag krank ist, bei dem ist der Bonus futsch. Die Krankmeldungen am Montagmorgen gingen deutlich zurück", sagt er. Arbeitsmediziner und Gewerkschaften interpretieren solche Belohnungen als Grundmisstrauen gegenüber Arbeitnehmenden. Andere betonen die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz. Bundesweit hat Baden-Württemberg den niedrigsten Krankenstand. Allerdings sind mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden hier im vergangenen Jahr krank zur Arbeit gegangen.

Neckargemünd-Waldhilsbach - keine Post, kein Metzger und bald kein Bargeld mehr?

In Waldhilsbach schließt nach Post, Lebensmittelladen und Metzgerei nun die letze Bankfiliale. Der nächste Bankautomat ist zu weit entfernt für die 83-jährige Liesl Schwind. Ohne Bargeld kann sie auf dem Wochenmarkt oder in der Bäckerei nicht einkaufen. Ortsvorsteherin Anne von Reumont sagt, wie Frau Schwind ergehe es vielen älteren Bewohnern in Waldhildsbach. Sie kämpft für einen Bankautomaten.

Saatkrähen in Laupheim - Vögel ziehen für 130.000 Euro um

Seit Jahrzehnten macht die Saatkrähe das Leben der Laupheimer Bürger schwer. 1.000 bis 1.500 Tiere sollen hier zu Hause sein. Alle Versuche, die intelligenten Vögel zu vertreiben, scheiterten. Auch Schreckschusspistolen beeindruckten die Krähen nicht. Die Saatkrähe steht unter strengem Artenschutz, war beinahe ausgestorben und darf nicht geschossen werden. Die Belästigung sei unerträglich geworden, so die Naturschutzbehörde des Landkreises. Diese beginnt jetzt, die Vögel umzuziehen. 40 Nester holen sie von den Bäumen der Innenstadt und setzten sie außerhalb der Stadt wieder in die Bäume. 130.000 Euro kostet der Umzug.

Hetze und Gewalt in Göppingen - Rechtspartei "Der Dritte Weg" wirbt aggressiv

Im Raum Göppingen breitet sich die rechtsextreme Partei "Der Dritte Weg" aus. Sie wirbt ehemalige NPD-Parteigänger und Autonome Nationalisten an, die wegen ihrer Nähe zur Ideologie des dritten Reiches verboten wurden. "Der Dritte Weg" erwartet von seinen Mitgliedern "national und sozialistisch geprägt" zu sein. In seinem Programm fordert die Partei ein Recht auf Eigentum, Wohnraum, medizinische Versorgung und Religionsfreiheit. Allerdings soll das ausschließlich Deutschen vorbehalten sein. Der Landesverfassungsschutz stuft die Partei als verfassungsfeindliche Organisation ein. Wer sie kritisiert, riskiert öffentlich beschimpft und verfolgt zu werden. In "Zur Sache Baden-Württemberg" erzählt ein Betroffener, es herrsche inzwischen eine gewisse Art von Terror. Auch sein Haus wurde beschmiert.

"Zur Sache Baden-Württemberg"

Das SWR-Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg" mit Clemens Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen. Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden. In der "Wohnzimmer-Konferenz" diskutieren jeden Donnerstag zur besten Sendezeit drei Baden-Württemberger/innen via Webcam von ihrem Wohnzimmer aus live über aktuelle politische Themen. Das letzte Wort bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten - computeranimiert und mit der Stimme des SWR3-Comedychefs Andreas Müller.

Zitate mit Quellenangabe "Zur Sache Baden-Württemberg" frei.

Informationen unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg. 
Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren einzelne 
Beiträge unter www.SWRmediathek.de und unter 
www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg zu sehen. 
Pressefotos bei www.ARD-foto.de. 

Pressekontakt:

Katja Matschinski, Telefon 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de 
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