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Ausufernde Brandschutz-Bestimmungen in "Zur Sache Baden-Württemberg" am Donnerstag, 24. November 2016, 20.15 bis 21 Uhr, SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

Bürokratiewahnsinn - übertreiben es Behörden beim Brandschutz? Siegfried Weber hat mehr als eine Million Euro in neue Brandschutzmaßnahmen für sein "Badisch Brauhaus" inklusive Hotel in Karlsruhe investiert. Die Stadt sieht die Auflagen nicht erfüllt und fordert die Schließung. Nun bangt Siegfried Weber um seine Existenz. Immer genauer ...
Länge: 00:25 Minuten

Stuttgart (ots) - Clemens Bratzler moderiert das landespolitische Magazin.

Zu den geplanten Themen gehören:

Bürokratiewahnsinn - übertreiben es Behörden beim Brandschutz?

Siegfried Weber hat mehr als eine Million Euro in neue Brandschutzmaßnahmen für sein "Badisch Brauhaus" inklusive Hotel in Karlsruhe investiert. Die Stadt sieht die Auflagen nicht erfüllt und fordert die Schließung. Nun bangt Siegfried Weber um seine Existenz. Immer genauer achten Städte auf die Einhaltung der Brandschutz-Bestimmungen, denn es geht um Leib und Leben. Und darum, wer verantwortlich ist, wenn ein Unglück geschieht und jemand zu Schaden kommt. Doch was ist beim Brandschutz angemessen, fragt zum Beispiel der Leiter einer Stuttgarter Schule. Aus ihren Fluren müssen sogar die Kinderzeichnungen und Fotos verschwinden, sie werden unter bruchsicherem Glas aufgehängt - der Kostenpunkt liegt bei rund 24.000 Euro. Lehrer dürfen nicht die Schulflure in ihren Unterreicht einbeziehen. Sind solche Bestimmungen angemessen?

Jobkiller Elektroauto - ist das Autoland Baden-Württemberg in Gefahr?

Bau und Verkauf von Elektroautos könnte nach Ansicht von Experten zum Job-Killer für die deutsche Automobilwirtschaft werden. VW plant, weltweit bis 2020 rund 30.000 Arbeitsplätze zu streichen. Der Konzern will effizienter produzieren, außerdem soll ein Schwerpunkt auf Elektroantriebe gelegt werden. Wichtige Komponenten des Verbrennungsmotors wie Einspritzpumpen, Kolben, Nockenwelle, Turbolader und Getriebe benötigt ein Elektromotor nicht. Was bedeutet das für 200.000 Arbeitsplätze bei Autoherstellern und Zulieferern in Baden-Württemberg? Allein in der Motorenfertigung, so rechnet Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht vor, würden von sieben Arbeitsplätzen nur einer übrig bleiben. Und in Sachen Batterieproduktion für Elektroautos sei Deutschland eine Brache, so Uwe Hück, Betriebsratschef von Porsche. Um den Arbeitsplatzabbau bei der Zeitenwende hin zum Elektroauto aufzufangen, müsse dringend die Zellfertigung aufgebaut werden. Gast im Studio ist Matthias Wissmann, CDU, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Vor Ort - wenn das Auto alleine fährt

Vor Ort Reporterin Alix Koch testet einen Tesla mit Autopilot. Ampeln und Kreuzungen erkennt das System nicht, aber im Stau ist ein Autopilot ein Gewinn: Stop-and-Go-Verkehr übernimmt der Tesla alleine. Die Entwicklung steht noch am Anfang, erfährt Alix Koch in Karlsruhe bei einem Besuch des FZI Forschungszentrums Informatik. Künftig wird zum Beispiel die Ampel dem Fahrzeug melden, ob sie rot ist und der Autofahrer im Voraus wissen, welches Parkhaus Platz hat. Für solche Systeme muss alles digital vernetzt sein. Für wen soll der Computer bremsen, für wen nicht? Nach welchen Kriterien fallen solche Entscheidungen? SWR-Reporterin Alix Koch geht diesen Fragen nach im FZI.

Gewalt gegen Lehrer - gemobbt, bespuckt, geschlagen

Der Ton in der Gesellschaft wird rauer, die Sprache verroht, Konflikte eskalieren schneller, Autoritäten werden nicht mehr anerkannt. Diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung macht auch vor der Schule nicht halt. Lehrer berichten von tätlichen Angriffen und Schmähungen von Schülern und deren Eltern. "Die sind viel zu empfindlich", heißt es dagegen vom Landeselternbeirat. Dort sieht man "kein zunehmendes Problem.

Namens-Streit in Stuttgart - darf eine Säbelantilope Isis heißen?

Der Name Isis einer Säbelantilope der Stuttgarter Wilhelma sorgt für Aufregung. Denn so nennt sich auch eine islamistische Terrorgruppe. Hans-Ulrich Rülke, Fraktionschef der FDP im Landtag, plädiert für eine Umbenennung, um Verwirrung bei Besuchern zu vermeiden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt in "Zur Sache Baden-Württemberg": "Isis ist der Name einer ehrwürdigen, altägyptischen Göttin: Danach kann man eine Antilope nun wirklich benennen."

Behördenposse in Eglofstal - Bauer "bekommt" Brücke

Landwirt Prinz aus Eglofs im Allgäu soll die Kosten für den Abriss einer maroden Brücke übernehmen. Er sei "nach umfangreichen Recherchen" der mutmaßliche Besitzer der Brücke, sagt die Behörde. Doch davon weiß der Landwirt nichts. Für ihn geht es um seine Existenz. "Muss ich zahlen, gehen mein Hof und meine Familie unter."

"Zur Sache Baden-Württemberg"

Das SWR-Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg" mit Clemens Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen. Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden. In der "Wohnzimmer-Konferenz" diskutieren jeden Donnerstag zur besten Sendezeit drei Baden-Württemberger/innen via Webcam von ihrem Wohnzimmer aus live über aktuelle politische Themen. Das letzte Wort bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten - computeranimiert und mit der Stimme des SWR3-Comedychefs Andreas Müller.

Zitate mit Quellenangabe "Zur Sache Baden-Württemberg" frei.

Informationen unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg. Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren einzelne Beiträge unter www.SWRmediathek.de und unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg zu sehen. Pressefotos bei www.ARD-foto.de.

Pressekontakt:

Katja Matschinski, Telefon 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de 
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