SWR - Südwestrundfunk

"Zur Sache Baden-Württemberg"
Donnerstag, 13. Oktober 2016, 20.15 bis 21 Uhr, SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

Clemens Bratzler moderiert das landespolitische Magazin. Zu den geplanten Themen gehören: Feinstaub, Abgase, Lärm - Ist der Kampf gegen die Autoplage aussichtslos? Vor Ort - Warum Autofahrer nicht auf die Politik hören Geschäft mit dem Mitleid - Wie sich Konstanz und Stuttgart gegen Bettelbanden wehren Kampf gegen Wildparker - Mit 80 ...
Länge: 00:25 Minuten

Stuttgart (ots) - Clemens Bratzler moderiert das landespolitische Magazin.

Zu den geplanten Themen gehören:

Feinstaub, Abgase, Lärm - Ist der Kampf gegen die Autoplage aussichtslos?

"Der Bundesrat will Verbrennungsmotoren ab 2030 verbieten." Diese Meldung versetzte Bürger, Politiker und Automobilhersteller in Aufregung. Mittlerweile ist klar: Der Bundesrat lässt zunächst lediglich von der EU prüfen, ob ein Abschied vom Verbrennungsmotor bis in 14 Jahren möglich ist. Des Deutschen liebstes Spielzeug, PS-stark und emotionsbeladen, soll in die Schrottpresse? Davon ist die Autonation weit entfernt. Mehr als 60 Millionen Autos fahren täglich über Deutschlands Straßen. Kilometerlange Staus, verstopfte Städte und schlechte Luft sind die Folgen. Doch die Zahl der neu zu gelassenen Fahrzeuge bewegt sich auf Rekordniveau. Dank SUV-Boom werden die Karossen größer, haben mehr PS und verbrauchen mehr Benzin. Die Klimabilanz der Autonation Deutschland ist für Umweltschützer ein Desaster. Auch der Abgasskandal verschärft die Brisanz des Themas. Doch die Politik wirkt machtlos gegenüber Autoindustrie und Verbrauchern. E-Mobile sind teuer und werden trotz der Subvention von 4.000 Euro als Kaufanreiz kaum nachgefragt. Die blaue Plakette für saubere Diesel ist vorerst vom Tisch. Und freiwillig will kaum einer auf sein heiliges Benzin-Blechle verzichten. Gast im Studio ist Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), aus Radolfzell am Bodensee.

Vor Ort - Warum Autofahrer nicht auf die Politik hören

Berufsverkehr in Stuttgart. Stau, wie jeden Morgen. SWR-Reporterin Alix Koch will von Autofahrern wissen, warum sie sich das antun. Sie hört unzählige Gründe, warum es nötig war, in das eigene Auto zu steigen. Über Umweltschutz redet niemand. "So wird die Luft am Neckartor nie besser" klagt ein Anwohner der Neckarstraße, eine der am schlimmsten mit Feinstaub belasteten Straße Deutschlands. Seit zehn Jahren kämpfen die Bürger dort für bessere Luft und weniger Autos - mit wenig Erfolg. Erfolgreich hingegen sind derzeit Autohändler, die große und meist nicht umweltfreundliche SUVs anbieten. "Fast 40 Prozent des Umsatzes mache ich mit dem Verkauf von SUVs" erzählt ein Autohändler. "Die Kunden fragen nicht nach Schadstoffen - sie wollen einfach so ein Auto."

Geschäft mit dem Mitleid - Wie sich Konstanz und Stuttgart gegen Bettelbanden wehren

Organisiertes und aggressives Betteln ist verboten. Trotzdem versuchen in Konstanz immer mehr Bettler, so an Geld zu kommen. Passanten, Gäste, sogar Kirchenbesucher fühlen sich dadurch bedrängt. Sie ärgern sich außerdem über vorgetäuschte Behinderungen. Nun soll es ungemütlicher werden für die organisierten Bettler am Bodensee. Die Polizei in Konstanz will das Bürgeramt unterstützen und mit mehr Kontrollen gegen das aggressive Betteln vorgehen. Auch in Stuttgart hat man reagiert, die Stadt hat ein Bettelverbot verhängt. Hilft das?

Kampf gegen Wildparker - Mit 80 Euro je angefangene Stunde teuerster Parkplatz im Land?

Parkplätze in Innenstädten sind rar. Unternehmensberater Elmar Mahling versucht, das ständige Zuparken seiner Ausfahrt in der Ulmer Innenstadt mit einem Schild zu verhindern: "Privatparkplätze - je angefangene Stunde 80 Euro". Mit Erfolg. Auch andernorts macht der Streit um Parkplätze Schlagzeilen. Im Taunus gab es eine Messerstecherei, in Frankfurt parken Anwohner in ihren Vorgärten und ein Firmenbesitzer hat ein Auto, das seine Ausfahrt zugeparkt hat, mit Betonblöcken eingemauert.

Heiliger Bimbam - Streit um nächtliche Glockenschläge in Bühl

Die Glocken der St. Peter und Paul Kirche in Bühl (Rastatt) schlagen seit einem Jahr nur noch von sieben bis 22 Uhr. Rentnerin Heidi Knappe hat 160 Unterschriften gesammelt, damit die Glocken wieder rund um die Uhr schlagen dürfen. "Eine solche Initiative ist wohl einmalig in der Bundesrepublik - in der Regel wird das Gegenteil verlangt; es gibt sogar Urteile, die die nächtliche Ruhe ohne Glockenschlag bestimmen", sagt Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr. Auch in Ludwigsburg, Gunsbach oder Villingen-Schwenningen wurde nach Protesten der Glockenschlag eingestellt. Wie oft dürfen Kirchenglocken läuten?

Gewalt gegen Ältere - Müssen Rentnerinnen und Rentner sich fürchten?

In Mannheim wird eine 94-jährige Frau überfallen und erleidet einen Schock, ein 68-Jähriger kommt auf der Straße durch einen heftigen Schlag ins Gesicht ums Leben. Die Stimmung unter den Senioren habe sich verändert, sagt Claus-Peter Sauter vom Seniorenrat Mannheim. "Viele Ältere wollen abends nicht mehr rausgehen. Sie haben Angst, auch wenn sich das nicht mit Zahlen belegen lässt", sagt er. Die Polizei und viele Kampfsportstudios in Baden-Württemberg bieten mittlerweile Präventions- und sogar Selbstverteidigungskurse an. Doch ist das genug?

"Zur Sache Baden-Württemberg"

Das SWR-Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg" mit Clemens Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen. Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden. In der "Wohnzimmer-Konferenz" diskutieren jeden Donnerstag zur besten Sendezeit drei Baden-Württemberger/innen via Webcam von ihrem Wohnzimmer aus live über aktuelle politische Themen. Das letzte Wort bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten - computeranimiert und mit der Stimme des SWR3-Comedychefs Andreas Müller.

Informationen unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg.

SWR Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren einzelne Beiträge unter www.SWRmediathek.de und unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg zu sehen. Pressefotos bei www.ARD-foto.de.

Pressekontakt:

Katja Matschinski, Telefon 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de 
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