SWR - Südwestrundfunk

Rettungsfahrt ins Ungewisse
Dokumentation über die Arbeit des Flüchtlingsarztes Dr. Gerhard Trabert am 5.10., 21 Uhr im SWR Fernsehen
Einsatz auf der "Seawatch" im Mittelmeer begleitet

SWR Fernsehen RETTUNGSFAHRT INS UNGEWISSE, "Ein Flüchtlingsarzt in gefährlicher Mission", am Mittwoch (05.10.16) um 21:00 Uhr. Gerhard Trabert kümmert sich in dem Behandlungsraum der Seawatch um zwei geflüchtete Kinder. © SWR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen... mehr

Mainz (ots) - Der Hafen von Valletta auf Malta: Der Mainzer Arzt Gerhard Trabert geht mit weiteren 15 Crewmitgliedern an Bord der "Seawatch". Ihr Ziel ist es, Flüchtlingsboote aufzuspüren und Menschen zu retten. 14 Tage soll das Schiff vor der libyschen Küste patrouillieren. Gerhard Trabert, der sich in Mainz um Obdachlose kümmert, ist als Mediziner dabei. Begleitet hat ihn dabei ein Kamerateam um den SWR-Autor Thomas Diehl. "Rettungsfahrt ins Ungewisse - Ein Flüchtlingsarzt in gefährlicher Mission" zeigt das SWR Fernsehen am Mittwoch, 5. Oktober 2016, ab 21 Uhr.

Gerhard Trabert richtet sich in seiner winzigen Kabine ein und liest im Logbuch einen Eintrag der Vorgänger-Crew: "An einem einzigen Tag tausend Leute gerettet! Aber ein Mädchen verstorben." Wird so etwas auch auf ihn zukommen? Es wäre nicht das erste Mal. Beim Auslaufen aus dem Hafen von Valetta erzählt Gerhard Trabert von seinem Einsatz auf der "Seawatch" im letzten Jahr: Sie bekamen einen Notruf, konnten aber nicht hinfahren, da sie ihre Mission wegen eines Getriebeschadens abbrechen mussten. Die Menschen sind wahrscheinlich ertrunken. Das habe ihn bis heute traumatisiert, sagt er. Der oft als "Armenarzt" bezeichnete Sozialmediziner bricht diesmal also auch auf, um sein Trauma zu überwinden.

Einsatz mit vielen Unwägbarkeiten

Wenige Stunden später gibt es massive Probleme mit der Bordelektronik, das Internet ist ausgefallen und ohne die diversen elektronischen Hilfsmittel will Einsatzleiter Ingo Wert nicht fahren. Gemeinsam mit Christoph, einem Informatiker, arbeiten sie bei hohem Wellengang mitten in der Nacht an einer Lösung und entscheiden schließlich, zurück nach Malta zu fahren. Trabert wirkt resigniert. Das sieht fast nach einem Déjà-vu aus. Am Morgen dann endlich: Aufatmen! Die Technik funktioniert. Aber die nächste Unwägbarkeit lässt nicht lange auf sich warten: Der Arzt wird von starker Seekrankheit geplagt und kann kaum aufstehen. Wie soll er so anderen Menschen helfen? Aber es soll noch einen weiteren Tag dauern, bis sie das erste Flüchtlingsboot sichten ...

Fotos auf ARD-Foto.de

Film voraussichtlich ab Freitagabend, 30.9., vorab für akkreditierte Journalisten auf presseportal.SWR.de

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755, sibylle.schreckenberger@SWR.de

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