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"Kriegsfotografinnen" im SWR Fernsehen
Kriegsfotografin Christine Spengler berichtet über das Leben als Fotografin im Kriegsgebiet
Dokumentation am 25. September, 10:25 Uhr, SWR Fernsehen

"Kriegsfotografinnen" im SWR Fernsehen / Kriegsfotografin Christine Spengler berichtet über das Leben als Fotografin im Kriegsgebiet / Dokumentation am 25. September, 10:25 Uhr, SWR Fernsehen
SWR Fernsehen KRIEGSFOTOGRAFINNEN, am Sonntag (25.09.16) um 10:25 Uhr. Christine Spengler vor einem Portrat von ihr, das 1979 im Iran entstanden ist. © SWR/Sigrid Faltin, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: SWR/Sigrid Faltin" (S2). ...

Baden-Baden (ots) - Mehr Frauen als Männer berichten heute aus Krisengebieten. Manche kommen an Orte, die Männern verwehrt sind. Der Film stellt Frauen vor, deren Kriegsfotos in den letzten einhundert Jahren um die Welt gingen und immer noch gehen. Die französische Kriegsfotografin Christine Spengler (geb. 1945) ist eine der wenigen, die den Krieg scheinbar unversehrt überstanden haben. In der Dokumentation "Kriegsfotografinnen" von Sigrid Faltin ordnet sie die Fotos berühmter Kolleginnen ein und berichtet über das Leben als Fotografin an Brennpunkten, das sie nach Vietnam, Afghanistan, in den Iran und den Tschad geführt hat. Das SWR Fernsehen zeigt die Dokumentation am Sonntag, 25. September, ab 10:25 Uhr.

Die erste Frau, die an der Front fotografierte Alice Schalek (1874 - 1956) aus Wien gilt als die erste Frau, die an der Front fotografierte. Als Berichterstatterin für die Neue Freie Presse machte sie Fotos von österreichischen Soldaten im Ersten Weltkrieg. Damals hat die Tatsache, dass eine Frau solche Fotos schoss, selbst progressive Männer wie Karl Kraus entsetzt. Im Spanischen Bürgerkrieg machte sich Gerda Taro (1910 - 1937) einen Namen. Die Jüdin und Sozialistin aus Stuttgart war die Lebensgefährtin des legendären Magnum-Fotografen Robert Capa. Beide dokumentierten den Krieg auf der Seite der Republikaner, Gerda Taro wurde dabei von einem Panzer überfahren. Sie war 26 Jahre alt und die erste Fotografin, die Opfer eines Kriegs - und ihrer Arbeit - wurde. Lange war sie vergessen, jetzt haben neuere Forschungen ergeben, dass viele Fotos, die Capa zugeordnet waren, von ihr stammen.

Camille Lepage - starb mit 24 Jahren im Kampfgebiet Sieben Jahre nach Taros Tod zog eine Amerikanerin mit der Kamera gegen die Deutschen zu Felde. Lee Miller. Erst wurde sie berühmt als Model und Muse von Man Ray und Jean Cocteau, später mit ihren Fotos vom Kriegsende in Deutschland. Das Bild von Lee Miller in Hitlers Badewanne ist legendär. Camille Lepage starb zu jung, um Geschichte zu schreiben. Die Französin dokumentierte die Gräuel im Bürgerkrieg von Zentralafrika, die selbst die Uno aufschreckten. Ihre Mission musste sie mit dem Leben bezahlen. Französische Soldaten fanden die Leiche der 24-Jährigen im Kampfgebiet.

Unterschied zu den männlichen Kollegen

Die Dokumentation fragt darüber hinaus: Was sehen Frauen im Krieg, was Männern entgeht? Was unterscheidet die Bilder der Kriegsfotografinnen von den Fotos ihrer Kollegen? Vielleicht gelingt auch eine Antwort auf die Frage: Was treibt diese Frauen an? "Die Kriegsfotografinnen", am Sonntag, 25. September, ab 10:25 Uhr im SWR Fernsehen.

Fotos über www.ARD-Foto.de

Film vorab für akkreditierte Journalisten auf www.presseportal.SWR.de Pressekontakt: Svenja Trautmann, Tel. 07221 929 22285, svenja.trautmann@SWR.de

 
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