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REPORT Mainz, Montag, 15.04.2002, 21.00 Uhr im ERSTEN
REPORT MAINZ: Fernsehsender halten Bundesliga für überteuert

    Baden-Baden (ots) - RTL-Chef Zeiler: RTL wird nicht mitbieten /
Pleitgen: Gegenwärtige Preise können wir nicht bezahlen / Beckmann:
Bundesliga war immer Verlustgeschäft
    
    Die großen deutschen Fernsehsender äußern sich über den künftigen
Wert der Fußballfernsehrechte äußerst skeptisch. In einem Bericht von
REPORT vom Montag, den 15. April, antwortete beispielsweise der
RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler auf die Frage: "Werden sie bei den
anstehenden Sondierungsgesprächen mit der Deutschen Fußball Liga
(DFL) mitbieten?" kategorisch mit "Nein!". Auch der ARD-Vorsitzende
Fritz Pleitgen hält die gegenwärtigen Preiserwartungen der DFL für
überzogen. Gegenüber Report Mainz sagte er: "Die gegenwärtigen Preise
können wir nicht bezahlen, das ist die Erkenntnis aller
Programmverantwortlichen."
    
    Fußball im Fernsehen war für die Sender offenbar schon immer ein
Verlustgeschäft. Der ehemalige SAT1 Sportchef Reinhold Beckmann sagte
in Report Mainz wörtlich: "Im Grunde hat keiner in Deutschland im
Free-TV seit 1990 mit der Fußballbundesliga eine Mark verdient." Auch
die Championsleague ist für RTL ein Verlustgeschäft.
RTL-Geschäftsführer Zeiler sagte in Report Mainz: "Wir verlieren sehr
viel Geld damit, mehr als sich jeder vorstellen kann." Auf die Frage,
ob er den Vertrag zu den jetzigen Konditionen noch einmal verlängern
würde, antwortete Zeiler: "definitiv nicht".
    
    Auch der RTL-Chef Helmut Thoma, sieht in Fußballrechten finanziell
ein Verlustgeschäft. Auf die Frage, ob denn irgendein Sender je mit
Fußball Geld gemacht habe, antwortete er: "Das kann nur ein
glücklicher Zufall in einem Einzellfall gewesen sein. Nein."        
    
    
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