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Kai Diezemanns Reise in die Welt des Islams
SWR-Reporter und sein Ko-Autor Torben Schmidt fragen, wie Deutschland und der Koran zusammenpassen
27. Juli, 21 Uhr im SWR Fernsehen

Kai Diezemanns Reise in die Welt des Islams / SWR-Reporter und sein Ko-Autor Torben Schmidt fragen, wie Deutschland und der Koran zusammenpassen / 27. Juli, 21 Uhr im SWR Fernsehen
SWR Fernsehen DEUTSCHLAND UND DER KORAN: WIE PASST DAS ZUSAMMEN?, "Diezemanns Reisen in die Welt des Islam", am Mittwoch (27.07.16) um 21:00 Uhr. Imam Meyer bietet Islam-Unterricht im Jugend-Gefängnis an. Er möchte so verhindern, dass die jungen Muslime anfällig für Radikalisierung werden. © SWR,... mehr

Mainz (ots) - "Deutschland und der Koran: Wie passt das zusammen?", will SWR-Reporter Kai Diezemann auf einer weiteren seiner Recherche-Reisen wissen. Das Ergebnis ist zu sehen am Mittwoch, 27. Juli 2016, um 21 Uhr im SWR Fernsehen.

"Der Islam gehört zu Deutschland" - dieser Satz des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff wird seit Jahren leidenschaftlich diskutiert. Vier Millionen Muslime leben in Deutschland, als deutsche Bürger, als Zuwanderer, als Flüchtlinge. Doch ihre Religion wird von vielen ängstlich beobachtet. Passen die Glaubenssätze und Vorschriften des Korans zu deutschen Grundwerten und Traditionen? Gibt es einen "richtigen" und einen "falschen" Islam? Und vor allem: Wie vereinbaren die Muslime ihren Glauben mit dem weitgehend säkularisierten deutschen Alltag?

SWR-Reporter Kai Diezemann begibt sich mit diesen Fragen auf eine Recherche-Reise durch Deutschland. In Schwäbisch Gmünd trifft er die Religionslehrerin Safiyet Brucks. Sie ist Muslima und hat islamische Theologie an einer deutschen Pädagogischen Hochschule studiert. Nun soll sie muslimischen Kindern einen weltoffenen, toleranten Islam vermitteln - ein Modellprojekt, um die Weitergabe des Glaubens nicht ausschließlich Koranschulen und Imamen zu überlassen. Drei Viertel der muslimischen Schüler nehmen das freiwillige Angebot an, denn das religiöse Wissen über den Koran ist bei vielen Familien nicht sehr ausgeprägt. Und in den Koranschulen liegt der Schwerpunkt des Unterrichts meist auf der Praxis, dem Beten in arabischer Sprache.

In Berlin-Neukölln erlebt Diezemann die Arbeit eines sogenannten Friedensrichters. In alter islamischer Tradition vermittelt dieser bei Streitigkeiten zwischen Familien. Ist das "Mediation"? Oder ist es schon eine Umgehung des Rechtstaates?

Schließlich begegnet der Autor aber auch Opfern von Gewalt, die ihnen aufgrund einer vermeintlich islamischen Tradition angetan wurde: etwa eine junge Frau, die fast ihr Leben verlor, weil sie nicht den Mann heiraten wollte, den ihre Eltern für sie vorgesehen hatten. Oder die Islamkritikerin Sabatina James, die seit ihrer Konversion zum Christentum von Extremisten mit dem Tode bedroht wird.

Zu Wort kommen aber auch Vertreter eines modernen Islams, die eine zeitgemäße Ausübung der Religion fordern. Und für die es keine Frage ist, dass sich der in Deutschland gelebte Islam an den Werten und Leitlinien des Grundgesetztes orientieren kann - und muss. Ein Film von Kai Diezemann und Torben Schmidt.

Seit zwei Jahren erforscht SWR-Reporter Kai Diezemann gesellschaftliche Phänomene, stellt Fragen und probiert aus, was diejenigen erleben, deren Sicht der Dinge er verstehen möchte. Für die Reportagereihe "Diezemanns Reisen" lag er bereits auf Yogamatten, fragte, ob man Fleisch wirklich ohne Reue essen kann, oder tauchte ein in die wundersame Welt der Angler. Seine jüngsten Ausflüge bringen ihn mit der Frage "Was bringt Knast?" am 20. Juli - zu Recherchezwecken - hinter Gitter. Anschließend reist er am 27. Juli in die Welt des Islams.

Film vorab für akkreditierte Journalisten auf presseportal.SWR.de.

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Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755, sibylle.schreckenberger@SWR.de

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