SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Freitag, 5. April 2002 (Woche 14) bis Sonntag, 14. April 2002 (Woche 15)

    Baden-Baden (ots) -

    Freitag, 5. April 2002 (Woche 14)/03.04.2002
    
    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Die Themen:
    
    Ein Star ohne Allüren - Harrison Ford und seine Filme: Ob als
Weltraumabenteurer Han Solo, als Archäologe Indiana Jones oder als
Präsident der Vereinigten Staaten - Harrison Ford macht immer eine
gute Figur. Seit rund 30 Jahren zählt Ford, der 1942 in Chicago
geboren wurde, zu den erfolgreichsten amerikanischen Schauspielern
und kann sich die Hauptrollen aussuchen. Meistens spielt er den
sympathischen Helden, der den Problemen des Lebens nicht gewachsen
scheint, aber dann, im Moment der Gefahr unerwartete Kräfte
mobilisiert. Ford hat zwar nur 37 Kinofilme gedreht, aber acht davon
zählen zu den 50 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten und kein anderer
Schauspieler hat mehr Zuschauer in die Kinos gelockt als der stille
Amerikaner, der am liebsten zurückgezogen auf seiner Farm lebt.
Anfang des Jahres wurde er bei der Golden-Globes-Verleihung in
Beverly Hills für sein Lebenswerk mit dem renommierten "Cecil. B.
DeMille"-Preis ausgezeichnet, und kurz bevor er seinen 60.
Geburtstag feiert, ist im Henschel-Verlag ein Buch über sein Leben
und seine Filme erschienen. Verena Knümann stellt die wichtigsten
Stationen im Leben des Hollywood-Stars vor, der übrigens demnächst
noch einmal in die Rolle des Indiana Jones schlüpfen wird. Steven
Spielberg sitzt am  Drehbuch für den vierten Teil.
    
    Ein neuer Frankenstein im Netz - Atau Tanaka und sein
audiovisuelles Monster: Ende März fand in Karlsruhe ein Festival der
besonderen Art statt: "Intermedium 2" bot Künstlern die Möglichkeit,
neue Werke für Bühne, Radio, Internet oder als Dauerinstallation zu
entwickeln und zu präsentieren. Und so verwandelte sich das ZKM vom
22. bis 24. März in ein Sendezentrum und wurde zum Treffpunkt der
internationalen Medienkunst-Avantgarde mit über 100 Einzelkünstlern
und Gruppen aus 15 Ländern. Zehn öffentlich-rechtliche Radiosender,
u.a. auch SWR 2, übertrugen das 18-stündige Festivalprogramm vom 22.
bis 28. März flächendeckend in Deutschland, Österreich und der
Schweiz. Online-Begeisterte konnten im Internet live dabei sein -
unter www.intermedium2.de. Manfred Heinfeldner war vor Ort und hat
das Interaktive Live-Hörspiel "Frankensteins Netz" des Klangkünstlers
Atau Tanaka mitverfolgt: In den digitalen Netzwerken haust ein
Monster und bedroht das Netz. Tanaka tritt in seiner Live-Performance
der audiovisuellen Kreatur gegenüber, fordert sie heraus und
versucht, sie zu zähmen.
    
    
    
    
    Ein Amerikaner in Paris - Der Fotograf William Klein: William
Klein ist Maler, Filmemacher, Grafiker, Modefotograf und einer der
einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Mit 20 Jahren ging
der gebürtige Amerikaner 1948 nach Paris, um Maler zu werden,
entdeckte aber schon bald die Fotografie für sich. 1956 erschien sein
wohl berühmtester Bildband "New York", ein preisgekröntes Porträt mit
beeindruckenden Momentaufnahmen seiner Heimatstadt. Darauf folgten
Modefotos für die "Vogue", weitere Stadtporträts von Rom, Tokio und
Moskau sowie insgesamt zwölf Filme wie "Muhammad Ali, the Greatest".
Für seine Arbeit wurde William Klein mehrfach international
ausgezeichnet, z.B. 1988 mit dem Kulturpreis der Deutschen
Gesellschaft für Photographie oder dem Grand Prix National de la
France. Jetzt erscheint sein neuestes Fotobuch: "Klein + Paris" ist
eine persönliche Reportage über seine Lieblingsstadt. Die ersten
Aufnahmen stammen aus den 50-er Jahren, die neuesten von Anfang 2002.
Das Leben und die Menschen stehen dabei im Vordergrund. Klein zeigt
die pulsierende Großstadt im Wandel der Zeit. Sabine Willkop hat
William Klein in Paris getroffen und stellt den Künstler und sein
neuestes Werk vor.
    
    Eine Powerfrau aus dem Sénegal - Die Modedesignerin Oumou Sy:
"Glaubt an euch und an eure Phantasie, dann kann euch nichts
passieren." So lautet die Botschaft der senegalesischen Designerin
Oumou Sy, die nicht nur Mode macht, sondern auch eine der kulturellen
Leitfiguren ihres Landes ist. Kein Wunder, wenn man sich vor Augen
hält, wie vielseitig die 50-jährige Autodidaktin ist: Sie entwirft
und fertigt Haute Couture und Prêt à porter Mode, Schmuck und
Accessoires, hat zahlreiche afrikanische Filme und Theaterstücke
ausgestattet, den "Carneval de Dakar" ins Leben gerufen und die
"Semaine Internationale de la mode de Dakar" (SIMOD) gegründet.
Außerdem unterrichtet sie an der Ecole des Beaux Arts und leitet die
von ihr gegründete Modeschule "Leydi". In Deutschland präsentierte
sie sich erstmals auf der Expo 2000 in Hannover mit ihrer Kollektion
"Rois et reines d'Afrique". Der Arbeits- und Lebensmittelpunkt von
Oumou Sy befindet sich in Dakar, mitten in der Medina, dem
Arme-Leute-Viertel. In ihrem labyrinthartigen Haus sind Wohnung,
Atelier, Modeschule, Modelagentur, Näherei, Färberei sowie Familie
und Mitarbeiter untergebracht. Wer Oumou Sy treffen will, muss
hierher kommen. Verena Knümann war in Dakar und hat Oumou Sy besucht.

    
    
    Montag, 8. April 2002 (Woche 15)/03.04.2002
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Radarfalle - Wie Blitzer Kasse machen
    Urlaubsfieber - Mit dem Euro auf Reisen
    Arbeitsvermittler - So schlecht wie ihr Ruf?
    
        
    Montag, 8. April 2002  (Woche 15)/03.04.2002
    
    22.15    Saldo
                 Moderation: Tilman Achtnich
    
    Die Themen:
    
    Miese Tour - Wie Versicherungen mit ihren Kunden umgehen
    Streik in Sicht - Metaller proben den Ausstand
    Ärzte TÜV - Im Gesundheitswesen muss die Qualität auf den
Prüfstand
    Ess' Dich schlau - Neue Schokoriegel versprechen Erstaunliches
    
    
    
    
    Sonntag, 14. April 2002 (Woche 15)/03.04.2002
    
    11.00    Die Bestenliste - das Literaturmagazin
                 Die besten Bücher im Monat März
    
    Die Bestenliste, das Literaturmagazin des SWR, stellt die
Neuerscheinungen der traditionsreichen SWR-Bestenliste vor. 35
renommierte deutschsprachige Literaturkritiker und -kritikerinnen
bestimmen Monat für Monat, welchen Büchern sie möglichst viele Leser
und Leserinnen wünschen. Es moderiert Hubert Winkels.
    
    Folgende Bücher werden vorgestellt:
    
    Ulrike Draesner: Mitgift
    Dieter Kühn: Frau Merian!
    Liane Dirks: Vier Arten meinen Vater zu beerdigen
    Heinz Schlaffer: Die kurze Geschichte der deutschen Literatur
    Thomas Lang: Than
    
    Gäste im Studio:
    
    Liane Dirks erzählt in ihrem Roman die Geschichte eines
leidenschaftlichen und getriebenen Mannes, dessen Tochter sein
exzesshaftes Leben ergründet. Dieter Kühn hat eine außergewöhnliche
Frau des 17. Jahrhunderts porträtiert: Maria Sibylla Merian -
Malerin, Naturkundlerin, Reisende. Tilman Krause und Jochen Hörisch:
Die Literaturkritiker streiten mit Hubert Winkels über das Buch von
Heinz Schlaffer "Die kurze Geschichte der deutschen Literatur" - ein
etwas anderer Vorschlag zur Kanon-Debatte.
    
    Beiträge laufen über Ulrike Draesner und ihren Roman "Mitgift":
eine Liebesgeschichte um einen Astronomen, eine magersüchtige
Kulturmanagerin und deren hermaphroditische Schwester. Und über
Thomas Lang und seinem Roman "Than": Moritz Than, nach einem Unfall
stumm, kommt als Fremder auf eine Insel. Dort ereignen sich einige
Unglücksfälle - und Than ist immer vor Ort. Außerdem: Lesung mit
Barbara Stoll aus "Die Leiden des jungen Werther".
    
    
    
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