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Diakonie Journalistenpreis 2016 für sechs SWR Produktionen

Diakonie Journalistenpreis 2016 für sechs SWR Produktionen
Jesidin und IS-Opfer Samia (traumatisiert) in Dohuk, Nordirak Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7169 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SWR - Südwestrundfunk/© SWR/Helmut Walter"

Baden-Baden (ots) - Sechs SWR Produktionen erhalten in diesem Jahr den Diakonie Journalistenpreis. Mit den Preisen zeichnet die Diakonie in Baden-Württemberg Autoren für herausragende publizistische Leistungen in der Berichterstattung über soziale Themen aus. Die Autoren des SWR werden für vier Radio-, eine Fernseh- und eine Online-Produktion ausgezeichnet: Joachim Auch und Esther Saoub für ihre Fernsehreportage "Samias Rettung - Neue Heimat Deutschland"; Sandra Müller und Katharina Thoms für ihre SWR2 Hörfunkreportage "Meßstetten - Tausende Asylsuchende als Nachbarn. Eine Langzeitbeobachtung"; Katharina Jansen für ihre SWR3 Radioserie von Kurzbeiträgen zum Themenschwerpunkt "Seelenschatten"; Marion Dilg für ihre crossmediale Webdoku "Terror von Rechts" zum gleichnamigen Film von Thomas Reutter sowie Nadja Odeh für ihre Radioreportagen "Die Unerträglichkeit des Wartens. Eine Helferin und ihr syrischer Schützling" und "Die zweite Odyssee. Flüchtlinge und die deutsche Bürokratie". Fernsehen Joachim Auch und Esther Saoub vom SWR Fernsehen erhalten die Auszeichnung für ihre Reportage "Samias Rettung - Neue Heimat Deutschland" (SWR Fernsehen, betrifft, 2. März 2016). Sie schildert das Schicksal einer syrischen Jesidin. Die Minderjährige war in Gefangenschaft des IS geraten, wurde freigekauft und kam dann über ein baden-württembergisches Rettungsprogramm nach Deutschland. Auch und Saoub zeichnen, so die Jurybegründung, mit hohem journalistischem Aufwand und außerordentlichem Feingefühl eine Biografie, die exemplarisch für viele Schicksale in den vom IS kontrollierten Regionen stehe. Hörfunkreportage Sandra Müller und Katharina Thoms von SWR 2 erhalten die Auszeichnung für ihre Hörfunkreportage "Meßstetten - Tausende Asylsuchende als Nachbarn. Eine Langzeitbeobachtung" (SWR2 Wissen, 6. Oktober 2015). Die Begründung der Jury: "Handwerklich brillant schildern sie die Stimmungslage in dem kleinen Ort auf der schwäbischen Alb. Im Laufe der Reportage kippt die Stimmungslage von anfänglicher Willkommenskultur über Ablehnung und Kritik bis hin zu Akzeptanz. Die Autorinnen werden ausgezeichnet für ihre ausgewogene Erzählweise und gute Interviewtechnik." Kurzbeitrag Hörfunk Der Preis für den Hörfunk-Kurzbeitrag geht an Katharina Jansen von SWR 3. Mit einer Serie von Kurzbeiträgen zum Themenschwerpunkt "Seelenschatten" (SWR3, 30. November bis 5. Dezember) gibt sie einen konzentrierten Überblick zum Thema Depression. Trotz sehr hoher Informationsdichte schaffe es Katharina Jansen, ein ernstes Thema durchaus unterhaltsam für ein eher am Mainstream orientiertes Sendeformat umzusetzen, so die Jury. Online-Publikation Erstmals verleihen die beiden Diakonischen Werke Baden und Württemberg einen Preis für die Kategorie Online und einen Sonderpreis zum Thema Flüchtlingsarbeit. Den Preis Online-Publikation erhält Marion Dilg von SWR.Online stellvertretend für das Projektteam für die crossmediale Webdoku "Terror von Rechts" (www.terror-von-rechts.de) zum gleichnamigen Film von Thomas Reutter. Dieser geht der Frage nach, wie Deutschland gegen den Rechtsterrorismus vorgeht. Mit zahlreichen kurzen Texten, Grafiken, Videos und Audios gibt sie Informationen zur Entwicklung rechtsextrem motivierter Gewalt gegen Flüchtlinge und Migranten in Deutschland. Dabei gelinge es Marion Dilg, so die Jury, die multimedialen Möglichkeiten des Netzes zu nutzen und miteinander zu verbinden. Sonderpreis "Flüchtlingsarbeit" Der Sonderpreis "Flüchtlingsarbeit" geht an Nadja Odeh. Für das Magazin Chrismon und den SWR Hörfunk hat sie das ehrenamtliche Engagement von Privatpersonen in den Mittelpunkt ihrer Reportagen gestellt. Unter den Titeln "Die Unerträglichkeit des Wartens. Eine Helferin und ihr syrischer Schützling" (SWR2 Tandem, 25. September 2015) und "Die zweite Odyssee. Flüchtlinge und die deutsche Bürokratie" (SWR2 Wissen, 23. Dezember 2015) beschreibt sie, an welche Grenzen Flüchtlinge bei den deutschen Behörden stoßen und wie Ehrenamtliche Gefahr laufen, sich im Einsatz für andere aufzureiben. Nadja Odeh gelinge es, so die Juroren, dasselbe Thema gleichermaßen vielschichtig für die beiden unterschiedlichen Medien aufzuarbeiten. Das erschien der Jury besonders preiswürdig. Die Jury Die Jury des Diakonie Journalistenpreises besteht aus Redakteuren von Zeitung, Funk und Fernsehen, Wissenschaftlern sowie Vertretern der Diakonie. 140 Beiträge wurden in diesem Jahr eingereicht. Die Verleihung findet am 16. November 2016 in Karlsruhe statt. Es werden Preisgelder von insgesamt 13.500 Euro vergeben. Der Preis wird auch 2017 wieder ausgeschrieben.

Weitere Informationen zu den Produktionen unter www.swr.de und multimedia.swr.de

Fotos zu den Filmen unter www.ARD-foto.de

Pressekontakt: Bruno Geiler, Tel.: 07221 929 23273, bruno.geiler@swr.de

 
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