SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Blickpunkt Europa, Dienstag, 2. April 2002 (Woche 14)

    Baden-Baden (ots) -      

    21.45    Blickpunkt Europa
                 Moderation: Ute Brucker
        
    Die Themen:
    
    Mit Wodka gesegnet - Osterreiten im polnischen Oppeln

    Angeblich wird der Sieger im darauf folgenden Jahr der reichste Bauer sein. Am Ostersonntag reiten sie im polnischen Oppeln um die Wette, ein Osterbrauch, malerisch und skurril. Zuerst zieht eine Prozession von über hundert Pferden durch den Wald und über die Äcker - diese werden mit Wodka gesegnet. Dann kommt das traditionelle Wettreiten. Angeblich stammt das Osterritual noch von den Sorben, die dort einmal lebten.          Von Polen verdrängt - Marokkanische Erntearbeiter in Spanien haben     osteuropäische Konkurrenz

    Zur Zeit werden Erdbeeren geerntet in Andalusien. Die Spanier alleine schaffen die Arbeit nicht. Seit Jahren werden daher immer wieder Tausende von marokkanischen Hilfskräften angeheuert, die bei der Ernte helfen sollen. Dieses Jahr aber werden die Marokkaner offenbar nicht mehr gebraucht, denn die spanischen Landwirte haben Tausende von Polinnen angeheuert. Der Vorteil: Die Polinnen haben Papiere, die Marokkaner waren meistens illegal im Lande.          Von Bomben befreit - Taucher suchen in der Donau bei Novi Sad nach     NATO-Blindgängern

    Die Brücke war durch das Bombardement völlig zerstört worden. Aufgebaut ist sie immer noch nicht. Vor zwei Jahren hatten NATO-Angriffe die Slobodan-Brücke im nordserbischen Novi Sad innerhalb kurzer Zeit zum Einsturz gebracht. Aber nicht alle Raketen und Bomben der westlichen Allianz gegen Milosevic waren explodiert. Zahlreiche Blindgänger werden immer noch auf dem Boden der Donau vermutet. Jetzt suchen Taucher nach diesen Blindgängern, damit im Herbst der Wiederaufbau der Brücke gefahrlos begonnen werden kann.          Von allen guten Geistern verlassen - In Südfrankreich kann     jedermann mit Formel-1-Wagen herumrasen

    Es ist ein Freizeitvergnügen der besonderen Art. Atemberaubende
Beschleunigung, herzschlagstörendes Tempo, und dann die brutale
Bremserei. "Wum-wwuumm-wwwuuummm" verspricht der Werbeprospekt in
seltener Eloquenz. Ein Unternehmer aus Liechtenstein macht's möglich:
Auf einer Rennstrecke in der Nähe von Nizza können auch ganz
"normale" Menschen für teures Geld ein paar Minuten auf ausgedienten
Formel-1-Rennwagen fahren.
    
    
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