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Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise (Woche 14)

Baden-Baden (ots) - Samstag, 30. März 2002 (Woche 14)/28.03.2002 22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche Talkshow aus dem E-Werk Baden-Baden Gäste: Schlagersängerin Michelle, Tierfilmer Heinz Sielmann, Eva Hesse (Enkelin des Schriftstellers Hermann Hesse) und andere Michelle: Eigentlich wollte die erfolgreichste deutsche Schlagersängerin bis zum Herbst eine Medienpause einlegen. Für Frank Elstner macht sie eine Ausnahme und spricht über Schlager, Liebe und Schlagzeilen. Prof. Heinz Sielmann: 30 Jahre lang, von 1961 bis 1991, präsentierte Sielmann in der ARD seine "Expeditionen ins Tierreich". Seit 1994 engagieren er und seine Frau Inge sich in der "Heinz-Sielmann-Stiftung". Vor kurzem kaufte sie für 330.000 Euro die Groß Schauener Seenkette, ein 955 Hektar großes Tier- und Pflanzenparadies bei Storkow in Brandenburg. Eva Hesse: 2002 ist das Hermann-Hesse-Jahr, denn am 2. Juli 2002 wäre der weltweit meistgelesene Autor deutscher Sprache des 20. Jahrhunderts 125 Jahre alt geworden. Mit seinem Ethos der Humanität und der Devise "Sei du selbst" ist Hesse ein Botschafter der deutschen Kultur in der ganzen Welt. Eva Hesse, die Enkelin, war 19 Jahre alt, als ihr Großvater starb. Sie hatte guten Kontakt zu ihrem Opa. Prof. Dr. Franz Daschner: Den alljährlichen und traditionellen Frühjahrsputz bezeichnet Prof. Dr. Franz Daschner als reine mystische Handlung und für nicht nachvollziehbar. Der Direktor des Institutes für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene an der Universität Freiburg kritisiert den vollkommen übertriebenen Hygienewahn der Deutschen. Prof. Björn Lomborg: "Die Menschen zerstören ihre Lebensgrundlagen!", hört man seit Jahrzehnten. Wirtschaftswachstum sei umweltfeindlich. Stimmen diese Thesen mit der Realität überein? "Nein", lautet die klare Antwort von Björn Lomborg. Er glaubt nicht an die apokalyptischen Theorien und meint, dass es der Welt immer besser ginge. Selten entzweiten Thesen Wissenschaftler so sehr wie im Fall Lomborg. Die einen gratulieren ihm zu seinem Mut, gegen Denkverbote zu verstoßen, die anderen schäumen vor Wut über so viel "Zynismus" und "Schönfärberei". Samstag, 30. März 2002 (Woche 14)/28.03.2002 Geänderten Programmablauf beachten! 23.20 (VPS 23.19) Am besten Beltz Porträt des Frankfurter Kabarettisten Matthias Beltz Film von Maria C. Schmitt (Erstsendung: 23.12.2001) Der Frankfurter Kabarettist Matthias Beltz war einer der ganz Großen seines Faches. Er verstand Kabarett noch als Satire und als durchaus politische Kunst. Sich selbst nannte er "Spötter", "Ketzer" oder "Priester der Lächerlichkeit, der das Böse entzaubert." Seine Zunge war spitz, und nicht selten blieb dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken. Doch schaffte er es immer wieder, Ordnung in das Chaos oder auch Chaos in die Ordnung zu bringen. Er war der Hofnarr, der die Spaßgesellschaft zum Lachen und zum Nachdenken brachte. Im Januar trat Matthias Beltz die Nachfolge von Hanns Dieter Hüsch beim Gesellschaftsabend des Saarländischen Rundfunks an. Das Porträt von Maria C. Schmitt zeigt den Satiriker, der den Deutschen Kleinkunstpreis und den Grimme-Preis in Gold erhielt, in zahlreichen seiner kabarettistischen Rollen. Es ist auch der Versuch, diesem ebenso klugen wie unkonventionellen Freigeist auf die Spur zu kommen und in sein kleines Welttheater einzutreten. 23.50 Wortwechsel Thomas Reimer im Gespräch mit Matthias Beltz (u.a. Kabarettist) (Erstsendung: 11.03.2001) Sein Motto lautete: "Wir müssen uns amüsieren, auch wenn's nicht immer leicht fällt". Man sollte "sich selbst nicht ganz so ernst nehmen". Matthias Beltz war der deutsche Vorzeige-Kabarettist. Im vergangenen Jahr machte der Frankfurter "Alt-Sponti" als ehemaliger Weggefährte von Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit Schlagzeilen. Im Prozess um den Überfall auf die Opec-Konferenz 1975 in Wien war er als Zeuge geladen. Wie erlebte er die 68er, wie beurteilte er die Diskussion 2001? Thomas Reimer sprach mit Matthias Beltz im März des vergangenen Jahres. Das Südwestfernsehen wiederholt diesen "Wortwechsel" anlässlich des Todes von Matthias Beltz. Matthias Beltz wurde 1945 geboren und wuchs in Gießen als Sohn einer Trümmerfrau auf - sein Vater kehrte nicht aus dem Russlandfeldzug zurück. Nach dem Abitur studierte er in Marburg und Frankfurt Jura und gehörte in den 70er Jahren zu den Protagonisten der Hausbesetzerszene und deren "Revolutionärem Kampf". Ab 1972 arbeitete Beltz "zum Studium der Revolution" sechs Jahre bei Opel in Rüsselsheim am Band. Dort gab er bei Betriebsversammlungen erste Kostproben seines satirischen Talents. 1976 gründete er das "Karl Napps Chaos Theater", 1988 gemeinsam mit Johnny Klinke den "Tigerpalast", das erste moderne Varieté der Nachkriegszeit. Matthias Beltz war verheiratet und lebte bis zu seinem Tod in Frankfurt. 00.20 Beltz open Ausschnitte aus dem Gesellschaftsabend vom 09.03.2002 (bis 00.50) weiter wie mitgeteilt Freitag, 5. April 2002 (Woche 14)/28.03.2002 Zusätzlichen Beitrag und Beginn nachfolgender Sendungen beachten! 23.50 (VPS 23.49) Beltz open Kabarett-Show mit Gästen (Erstsendung: 04.01.2002) 00.50 (VPS 23.50) Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer (WH) (BW und SR) Treffpunkt (WH) (RP) 01.20 (VPS 00.20) Menschenskinder (WH) (BW) Programmtipps (WH) (RP) Saarlight (WH) (SR) 01.25 (VPS 00.25) Treffpunkt (WH) (BW) Himmel un Erd - Kochen mit Johann Lafer (WH) (RP) 01.50 Aktueller Bericht (WH) (SR) 01.55 (VPS 00.55) Landesschau (WH) (BW und RP) 02.20 (VPS 01.20) Aktuell (WH) (BW und RP) Saartext (SR) 02.35 SWR3 Elch-TV (BW und RP) weiter wie mitgeteilt ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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