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Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Dienstag, 19. März 2002 (Woche 12)

Baden-Baden (ots) - Dienstag, 19. März 2002 (Woche 12)/14.03.2002 21.45 Blickpunkt Europa Moderation: Ute Brucker Die Themen: Eisschmelze - Der dramatische Rückgang der Schweizer Gletscher: 73 Gletscher haben Schweizer Wissenschaftler vor kurzem analysiert. Das Ergebnis ist dramatisch. 62 dieser Gletscher sind dabei zu schmelzen, ziehen sich zurück. Nur fünf stoßen noch vor, allesamt in Graubünden. Am dramatischsten ist der Rückgang des Triftgletschers im Berner Oberland. 250 Meter ging er im vergangenen Jahr zurück. Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule befürchten sogar, dass Schmelzwasser den Gletscher in einzelne Eisberge zerlegt. Das könnte eine Flutwelle verursachen. Die Eisschmelze ist vermutlich eine Folge der Klimaerwärmung. Späte Klage - Ehemalige französische Zwangsarbeiter klagen gegen deutsche Firmen: Julian Gimenez aus dem südfranzösischen Sète ist jetzt 86 Jahre alt. 1943 war das aktive Mitglied der Résistance von deutschen Truppen festgenommen worden, wurde ins Gefängnis gesteckt, konnte fliehen. Wurde, mit anderen Widerstandskämpfern, wieder geschnappt, die anderen wurde erschossen, er kam ins Konzentrationslager Dachau. Im BMW-Werk Allach bei München musste er Flugmotoren bauen, sieben Tage die Woche. 1945 wurde Julian Gimenez von amerikanischen Truppen befreit. Jetzt klagt er gegen den deutschen Staat und gegen BMW auf Entschädigung. Das Arbeitsgericht Sète hat die Klage mit einem Verweis auf Verträge zwischen Deutschland und Frankreich abgewiesen, die Sache liegt beim Berufungsgericht in Montpellier. Ein anderer Franzose hat einen ähnlichen Prozess vor kurzem gewonnen. Arbeitslosenrekord - Cádiz, die Stadt mit der höchsten Arbeitslosigkeit Europas: Die Beschlüsse der EU zum Arbeitsmarkt in Europa werden in Cádiz nur ein Achselzucken hervorrufen. Die Hafenstadt im Südwesten Spaniens, kann von Beschäftigungsinitiativen nicht viel erhoffen. Cádiz hat die höchste Arbeitslosigkeit aller Großstädte in der EU: 27 Prozent sagen die einen, über 30 Prozent die anderen Statistiken. Die schlechte Verkehrslage am Rande Spaniens, der Bankrott der Werften, die miserable Situation der Fischer. "Die Menschen", sagt einer, "leben von der Arbeitslosigkeit." Vermittlungserfolge - Private Arbeitsvermittlung in Großbritannien: Positiv gesagt, ist der britische Arbeitsmarkt sehr flexibel. Negativ gesagt, kann sich in Großbritannien kaum einer darauf verlassen, einen langfristigen Job zu haben. Es gibt kaum Sicherheit, Jobwechsel sind häufig. In dieser Situation florieren private Arbeitsvermittlungen, jährlich werden 35 Millionen Euro umgesetzt. Arbeitgeber zahlen bis zu einem Drittel des Lohnes des Vermittelten Provision. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Fax 07221 929-2013 Internet: pressestelle@swr-online.de Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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