SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von . März 2002 (Woche 10) Mittwoch, 13. März 2002 (Woche 11)

    Baden-Baden (ots) -
    Dienstag, 5. März 2002  (Woche 10)
    
    21.45    Blickpunkt Europa
                 Moderation: Ute Brucker
    
    Die Themen:
    
    Spätes Ende - Bosnischer Einsiedler erfährt nach sechs Jahren,
dass der Krieg zuende ist

    Ilija Panincic ist jetzt 51 Jahre alt. Als er 45 Jahre alt war, versteckte er sich in den Bergen im Südwesten Bosniens. Die beiden Brüder des bosnischen Serben waren von Kroaten getötet worden, und Ilija floh, lebte als Eremit in den Wäldern, ernährte sich von Beeren und von kleinen Tieren. Nach sechs Jahren entdeckten ihn Wanderer, nun wird Ilija Panincic von britischen SFOR-Soldaten mit Nahrung und Kleidung versorgt. Weg aus seiner Hütte will er nicht, er ist misstrauisch gegenüber Menschen, hat Teile seines Sprechvermögens verloren.          Späte Klage - Ehemalige französische Zwangsarbeiter klagen gegen deutsche Firmen

    Julian Gimenez aus dem südfranzösischen Sète ist 86 Jahre alt. 1943 war das aktive Mitglied der Résistance von deutschen Truppen festgenommen worden, wurde ins Gefängnis gesteckt, konnte fliehen. Er wurde, mit anderen Widerstandskämpfern, wieder geschnappt, die anderen wurden erschossen und er kam ins Konzentrationslager Dachau. Im BMW-Werk Allach bei München musste er Flugmotoren bauen, sieben Tage die Woche. 1945 wurde Julian Gimenez von amerikanischen Truppen befreit. Jetzt klagt er gegen den deutschen Staat und gegen BMW auf Entschädigung. Das Arbeitsgericht Sète hat die Klage mit einem Verweis auf Verträge zwischen Deutschland und Frankreich abgewiesen, die Sache liegt beim Berufungsgericht in Montpellier. Ein anderer Franzose hat einen ähnlichen Prozess vor Kurzem gewonnen.          Spätes Erinnern - In Budapest ist das "Haus des Schreckens", ein Foltermuseum, eröffnet worden

    Andrassy-Straße 60, Innenstadt von Budapest. Jeder Ungar kennt die Adresse mittlerweile. In diesem Haus war während der kommunistischen Zeit, und auch schon unter den ungarischen Faschisten, ein Folterzentrum untergebracht. Die Zellen der Gefangenen, Verhörräume, Folterwerkzeuge, all dies kann jetzt besichtigt werden. Das "Haus des Schreckens" diene dazu, "die Nation stets vor ihren eigenen Schatten zu bewahren", sagte Ungarns Regierungschef Viktor Orban bei der Eröffnung des Museums.          Späte Beschwerde - Ungarn will von Tschechien die Rücknahme der Benes-Dekrete

    Jahrzehntelang war dies eine Forderung, die von deutscher Seite
kam, vor allem von den Sudetendeutschen: Tschechien solle die
Benes-Dekrete zurücknehmen. Diese Dekrete regeln die Vertreibung der
Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei und sind heute noch
Bestandteil des tschechischen Rechts. Worüber nie geredet wurde, auch
von ungarischer Seite nicht: in den Benes-Dekreten wurde auch die
Vertreibung von zehntausenden Ungarn aus der Slowakei geregelt. Ihre
genaue Zahl ist umstritten, die ungarische Regierung spricht von
80.000 Menschen. Nun hat erstmals Ungarn eine Rücknahme der Dekrete
verlangt, und prompt eine Verstimmung zwischen Prag und Budapest
ausgelöst. Etwa 600.000 Ungarisch-Stämmige leben heute noch in der
Slowakei.
    
    Donnerstag, 7. März 2002  (Woche 10)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Aloe Vera - Die Heilpflanze
    
    
    Mittwoch, 13. März 2002  (Woche 11)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Sanfte Medizin für einen gesunden Schlaf
    
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.:
07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: