SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Sonntag, 10. März 2002 (Woche 11)
(Woche 12) / (Woche 14)

    Baden-Baden (ots) -      

    Nachgelieferte Gäste beachten!
    
    11.00 Die Bestenliste - das Literaturmagazin (03/2002)
              Die besten Bücher im März
              Moderation: Hubert Winkels
              Gäste: Alex Capus, Martin Ebel, Dirk Knipphals
              Folge 3/6
    
    
    Sonntag, 10. März 2002  (Woche 11)
    
    Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    22.35 Wortwechsel
              Gabriele von Arnim im Gespräch mit Heide Simonis
              (Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein)
    
    
    Sonntag, 10. März 2002  (Woche 11)
    
    Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    04.45 Wortwechsel (WH)
              Gabriele von Arnim im Gespräch mit Heide Simonis
              (Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein)

    Mittwoch, 20. März 2002  (Woche 12)
    
    Genauen Untertitel beachten!
    
    11.30 Fliege
              "Mein Kind braucht keinen Vater"

    Freitag, 22. März 2002 (Woche 12)
    
    21.45 Nachtcafé
              Gäste bei Wieland Backes
              Alles alleine - Herausforderung oder Notlösung?
    
    Alleine leben, alleine arbeiten, alleine schlafen gehen. Mehr als
35% der Haushalte in Deutschland sind Einpersonenhaushalte. Für viele
ist das Alleinsein kraftspendender Gegenpol zum oft kräftezehrenden
Berufsalltag. Alleinsein als Oase der Ruhe und Zeit für Muße - immer
mit dem Wissen, auch wieder ins "volle Leben" eintauchen zu können,
Freunde zu haben, Kollegen zu treffen oder mit der Familie zu
telefonieren. Andere sind sich selbst genug. Der Stolz darüber, alles
im Leben alleine geschafft zu haben, wird zur Antriebsfeder für den
Alleingang, bei dem Familie und Freunde zuweilen auf der Strecke
blieben. Wenn das Alleinsein aber zur Einsamkeit wird, dann ist das
soziale Netz weggebrochen: Ohne Freunde, mit denen man mal eben auf
ein schnelles Bier gehen kann, ohne familiären Rückhalt und ohne
Partner, der einem den Rücken stärkt, wird die Stille für den
Einsamen zum bedrohlichen Feind. Einsamkeit ist ein Makel über den
niemand spricht. Denn wer dazugehören will hat Arbeit, Erfolg und
Freunde. Wieviel Alleinsein verträgt der Mensch, um es noch lustvoll
erleben zu können?
    
    Gäste:
    
    TV-Entertainer Michael Schanze galt lange Zeit als Sonnyboy und
glücklicher Familienmensch. Als seine Beziehung nach mehr als zwanzig
Jahren in die Brüche ging, stand er plötzlich alleine da: ohne Frau,
ohne Kinder. Er stürzte sich in die Arbeit, wollte der Einsamkeit
entfliehen. Heute findet er sich im Alleinsein ganz gut zurecht, doch
auf den "beruflichen Trubel" würde der Showmaster nur ungern
verzichten wollen.
    
    Die Schauspielerin Rosel Zech hat sich seit vielen Jahren auf ein
Leben als Single eingestellt. "Lieber allein als einsam zu zweit"
lautet dabei ihr Motto. Obwohl die Fassbinder-Darstellerin nicht
ausschließen würde, sich für den Richtigen noch einmal auf ein
"Doppel" einzulassen. Einen Fehler würde sie dabei allerdings nie
wieder begehen: Für eine Partnerschaft Freunde vernachlässigen, denn
die spielen im Leben der Schauspielerin eine wichtige Rolle.
    
    Hinter den verschlossenen Türen der psychotherapeutischen Praxis
von Angelika Kallwass ist die unfreiwillige Einsamkeit ein häufig
beklagtes Leid. Doch kaum jemand bekennt sich öffentlich dazu. Denn
Einsamkeit passt nicht ins Bild einer Gesellschaft, die aktiv,
erfolgreich und beliebt sein will. Die Sat1 Talkerin bedauert:
"Einsamkeit ist ein Makel über den man nicht spricht".
    
    Klaus Neu spricht darüber. Als einst erfolgreicher Geschäftsmann
und Familienvater mit großem Freundeskreis hätte er nie für möglich
gehalten, dass er einmal einsam sein würde. Nachdem er seinen Job
verloren hat, von seiner Frau und den Kindern verlassen wurde und für
seine Freunde als Arbeitsloser plötzlich uninteressant war, erlebte
er einen schmerzlichen Absturz in die totale Isolation. Nur einem
alten, fast schon vergessenen Schulkameraden verdankt er, dass sein
Leben eine Wendung genommen hat.
    
    Zoe Jenny hat das Alleinsein zum idealen Lebensentwurf erklärt:
"Ich kann mit mir allein Feste haben und bin nicht angewiesen auf
Gesellschaft." Kein Wunder, dass der Baselerin der Rummel um ihren
Debütroman "Das Blütenstaubzimmer" zu viel wurde. Zoe Jenny ist sich
selbst genug und sagt: "Ich erwarte von den Menschen nicht viel,
außer, dass sie mich in Ruhe lassen."
    
    Uta Schlegel-Holzmann brauchte lange, um das Alleinsein nach dem
Tod ihres Mannes akzeptieren zu können. Nach 23 Jahren gemeinsamen
Weges fühlte sie sich von ihrem Partner regelrecht im Stich gelassen:
emotional, aber auch mit einem Berg von alltäglichen Problemen, den
sie nun allein bewältigen musste. Mittlerweile genießt sie ihre
Freiheit, und auf einen neuen Partner verzichtet sie bewusst: "Ich
will mich niemandem mehr zumuten".

    Für Ilknur Bahadir wurde "Allein gegen den Rest der Welt" zum Lebensmotto. Die Tochter türkischer Gastarbeiter ist aus Widerstand, Wut und Trotz gegenüber ihrem traditionellen Elternhaus in der Nacht auf ihren 18. Geburtstag von zu Hause geflohen und lebte fortan ihr eigenes Leben, ohne die Hilfe von Eltern, Geschwistern oder Freunden. Sie machte Abitur, verdiente ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs und verwirklichte ihren Lebenstraum: die Schauspielerei. Bisweilen kommt die junge Türkin ins Grübeln: "Manchmal weiß ich gar nicht mehr, woher ich eigentlich die Kraft dafür genommen habe."          Bernd Klosterfelde hat eine Marktlücke für alle unfreiwilligen Singles entdeckt: "Nie mehr allein" heißt die von ihm produzierte CD, die 62 Minuten Zweisamkeit simuliert. Eine Geräuschkulisse aus Staubsaugen, Geschirrabwasch und Haare fönen sorgt dafür, dass sich der unfreiwillig Alleinlebende plötzlich gar nicht mehr so alleine fühlt. Nur selten lässt sich der Verlagsmanager -  ebenfalls Single - von seiner eigenen CD berieseln, denn "auch ein Elvis Presley hat sich nicht pausenlos seine eigene Platte angehört."

    Freitag, 5. April 2002 (Woche 14)
    
    20.15 Fröhlicher Feierabend
              Thema: Hinter den Kulissen
    
    Der Fröhliche Feierabend lädt diesmal zu einem Blick hinter die
Kulissen ein. Wie wird man eigentlich ein Star? Diese Frage
beantworten die Macher, die, die im Hintergrund die Fäden in der Hand
halten. Der Produzent Jack White und der Manager Herbert Nold sind
bei Sonja Schrecklein und Tony Marshall zu Gast. Musikalisch
unterhalten Andrea Jürgens, Andreas Martin, Wolfgang Ziegler sowie
Willi Kröll & die Zillertaler Gipfelstürmer. Und der schweizer
Bauchredner Roli Berner trainiert die Lachmuskeln. Und das alles wie
immer aus dem Schussenrieder Bierkrugstadel.

ots Originaltext: SWR
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285

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