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Samias Rettung - Neue Heimat Deutschland
Film von Joachim Auch und Esther Saoub über eine junge Jesidin
2.3.2016, 21 Uhr im SWR Fernsehen

Samias Rettung - Neue Heimat Deutschland / Film von Joachim Auch und Esther Saoub über eine junge Jesidin / 2.3.2016, 21 Uhr im SWR Fernsehen
SWR Fernsehen "Samias Rettung - Neue Heimat Deutschland" am 2.3.2016, 21:00 Uhr. Jesidin und IS-Opfer Samia beim Kofferpacken zur Ausreise nach Baden-Württemberg in Dohuk, Nordirak. © SWR/Helmut Walter, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: ...

Mainz (ots) - Dreimal wurde Samia verkauft, von einem Kämpfer des "Islamischen Staates" an den nächsten. "Verheiratet", wie die Terroristen zynisch sagen. Die damals 17-jährige Jesidin wurde geschlagen, gedemütigt und vergewaltigt. Als sie aus der Islamistenhochburg Mossul zu fliehen versuchte, sperrten die Männer des IS sie zur Strafe ein, über Wochen sah sie niemanden als ihre Peiniger. Schließlich gelang ihr die Flucht - zurück zur Familie, oder besser: denen, die davon übrig sind. Ihre Eltern sind vermisst, Vater und Brüder wurden vermutlich umgebracht. Zwei Schwestern konnten ebenfalls aus der IS-Gefangenschaft fliehen, die anderen sind noch dort. In der Dokumentation "Samias Rettung - Neue Heimat Deutschland" zeigt das SWR Fernsehen am Mittwoch, 2. März, ab 21 Uhr das Schicksal der jungen Frau.

Samia wohnt seit Juli in einem Zimmer in Heilbronn. Eigentlich in Sicherheit und Freiheit - und kann doch nicht vergessen. Sie denkt an ihre vermissten Angehörigen, schaut sich auf dem Handy alte Fotos an, mehr ist nicht geblieben von der Familie, dem einstigen Mittelpunkt ihres Lebens. Samia ist tieftraurig. Dabei hatte sie mehr Glück als viele ihrer Leidensgenossinnen. Sie wurde in das Hilfsprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. 1.000 Frauen, die in der Gewalt der islamistischen Fanatiker waren, sollten nach Deutschland geholt und medizinisch-therapeutisch behandelt werden. Das hatte die Landesregierung versprochen, 2014, kurz nach den brutalen Überfällen des IS auf die jesidischen Dörfer im Nordirak. 1.000 jesidische Frauen - vor der großen Flüchtlingswelle war das eine große Zahl.

Ein SWR-Team hat die junge Jesidin im Flüchtlingslager im Nordirak besucht. Es hat sie beim alles entscheidenden Auswahlgespräch mit dem Projektleiter, dem Psychologen Jan Kizilhan, begleitet und sie während der folgenden Monate in ihrer neuen Umgebung in Heilbronn beobachtet: Beim Deutschkurs, beim Einkaufen oder im Kontakt mit deutschen Mitschülern. In Kotscho, ihrem jesidischen Dorf im Nordirak, ist Samia gerne zur Schule gegangen, sie wollte Lehrerin werden. Nun ist das Dorf zerstört, viele der Kinder, die sie hätte unterrichten können, leben nicht mehr. Es fällt Samia schwer, sich ihre Zukunft vorzustellen. Im Zentrum der Dreharbeiten stand immer wieder eine Frage: Wird sich die junge Frau aus dem so gänzlich anderen Kulturkreis in Süddeutschland einleben können oder wird sie immer tiefer in ihrem Trauma versinken?

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Film vorab für akkreditierte Journalisten auf presseportal.SWR.de.

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755, sibylle.schreckenberger@SWR.de

 
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