SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Samstag, 16. Februar 2002 (Woche 8) bis Freitag, 15. März 2002 (Woche 11)

    Baden-Baden (ots) -
    Samstag, 16. Februar 2002 (Woche 8)/05.02.2002
    
    21.00
                 Orte des Erinnerns
                 Stammheim
    
    Stammheim war jahrelang eine ganz normale Strafvollzugsanstalt wie
viele andere in Westdeutschland auch. In die Schlagzeilen geriet es,
als es der Polizei in den 70er Jahren gelingt die strategischen Köpfe
der terroristischen Rote-Armee-Fraktion, Ulrike Meinhof, Gudrun
Ensslin und Andreas Baader festzunehmen. Um die "Staatsfeinde Nr. 1"
sicher zu verwahren wird Stammheim zum "Hochsicherheitsgefängnis"
ausgebaut. Damit beginnt für die Vollzugsbehörden ein Drahtseilakt.
Ehemalige Vollzugsbeamte, die Tochter von Ulrike Meinhof, der
damalige Anstaltsleiter , der Gefängnispfarrer und ein RAF-Terrorist
der zweiten Generation, Peter-Jürgen Boock erzählen, wie es den
Terroristen gelingt, die Schwächen dieser Hochsicherheitsideologie
für ihre Zwecke zu nutzen. Sie erreichen, dass die Haftbedingungen
als "Isolationsfolter" erscheinen, der Staat und die Justizbehörden
als Vollstrecker einer auf Vernichtung der Terroristen zielenden
Politik.
    
    Die Wahrheit sieht anders aus. Innerhalb der Anstalt beschweren
sich die anderen Häftlinge über die vergleichsweise lockeren
Haftbedingungen der Terroristen, sie dürfen Radio hören, fernsehen,
sich ungestört mit ihren Anwälten treffen und miteinander reden. Als
die Befreiungsversuche, die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten
Hanns Martin Schleyers und die Entführung der Lufthansa-Maschine
"Landshut" nach Mogadischu scheitern, erschießen sich Baader und
Ensslin in ihren Zellen mit einer eingeschmuggelten Pistole. Ein
Ereignis, das den Mythos begründet, die zwei seien vom Staat
hingerichtet worden, denn wie, so fragen sich nicht nur Gefolgsleute
der Terroristen kommt eine Pistole in ein Hochsicherheitsgefängnis?
    
    
    Montag, 18. Februar 2002  (Woche 8)/05.02.2002
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Bankgebühren - Nicht alles ist erlaubt!
    Pflege im Alter - Was kommt auf die Angehörigen zu?
    Im Test: Scheibenwischer - Der richtige Durchblick
    
    
    
        
    Dienstag, 19. Februar 2002  (Woche 8)/05.02.2002
    
    Geänderten Gast bechten!
    
    11.30    Fliege
                 Mein Gast: Ruth Maria Kubitschek
    
    
    Freitag, 22. Februar 2002 (Woche 8)/05.02.2002
    
    21.45    Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Geliebte, gehasste Kollegen
    
    Wichtige Schriftstücke verschwinden vom Schreibtisch, Kollegen
kichern und tuscheln, verstummen jedoch abrupt, wenn man den Raum
betritt, zur Mittagszeit ist das Büro leer - bis auf den einen
Kollegen, der sich zunehmend fragt, womit er das verdient hat.
Mobbing ist weit verbreitet. Jeder Fünfte macht einmal in seinem
Berufsleben die Erfahrung, ausgegrenzt zu werden. Andererseits finden
sich die meisten Liebespaare am Arbeitsplatz, auch wenn sie sich dort
manchmal aus dem Weg gehen müssen, um nicht der Vetternwirtschaft
verdächtigt zu werden. Die Qualität menschlicher Beziehungen
beeinflusst die Leistung, das haben auch viele Unternehmen erkannt.
Wie fördern Firmen den Zusammenhalt ihrer Mitarbeiter? Wie lassen
sich Konflikte lösen und Konkurrenzsituationen entschärfen? Wo
verlaufen die Grenzen zwischen Kollegialität und Kumpanei? Wie viel
Nähe und Privates darf im Beruf eine Rolle spielen, wie viel Distanz
ist nötig, um sich nicht ständig in die Quere zu kommen?
    
    Die Gäste:
    
    Margit Braun will die Ehre ihrer einzigen Tochter retten und die
Wahrheit herausfinden: Die Polizistin Silvia nahm sich 1999 mit der
eigenen Dienstwaffe das Leben. Dem war, so die Mutter, wochenlanges
Mobbing durch die Kollegen auf dem Revier vorausgegangen. Die junge
Frau reagierte mit einer Depression, die sich zu tiefster
Verzweiflung steigerte. Heute noch kämpft Margit Braun vor Gericht
gegen den verantwortlichen Schichtleiter des Reviers, denn aus den
Reihen der Polizei heißt es, Silvia Braun sei psychisch krank
gewesen.
    
    Die Wiener Psychotherapeutin Christa Kolodej sagt: "Es wäre gut,
wenn die Menschen kämen, bevor es Mobbing ist." Denn der Krieg unter
Kollegen hat Ursachen. In manchen Fällen ist er sogar von Firmenseite
aus gewollt. Auch wirtschaftliche Rezession begünstigt Rivalität.
    Doch Kollodej konnte auch schon dazu beitragen, dass Kollegen sich
versöhnten. Bei ihr müssen die Streithähne schon mal den Platz
tauschen und die Rolle des Gegners einnehmen.
    
    Uwe Hübner versteht heute noch nicht, warum er so gehasst wurde.
Er moderierte elf Jahre lang die ZDF-Hitparade und setzte durch, dass
die Interpreten wieder live sangen. Der Erfolg gab ihm Recht. Doch
mit einem Nachruf auf Rex Gildo handelte er sich große Probleme ein.
Hübner hatte sich kritisch über die Schlagerbranche geäußert. Fortan
steigerten sich Angriffe gegen seine Person. Nach Morddrohungen und
Terroranrufen bei ihm und in seinem gesamten Umfeld erlitt der
Moderator einen Herz-Kreislaufkollaps. Seine Bilanz: "Je höher du
kommst, desto dünner wird die Luft!"
    
    Moritz A. Sachs hat seit seinem siebten Lebensjahr Kollegen. Denn
er spielte schon in der ersten Folge der Serie "Lindenstraße" die
Rolle Klaus Beimer. Gleich für den ersten Fernsehauftritt bezog er
von den Klassenkameraden Prügel. Im Team der "Lindenstraße" dagegen
fühlt er sich bis heute "wie in einer zweiten Familie". Rivalität
unter Kollegen begegnet er mit der Einstellung: "So sind wir
angehalten, immer unser Bestes zu geben." Als er ein Jahr lang auf
Reisen war, unterstützte ihn das ganze Ensemble.
    
    
    
    
    Edith Stork dagegen mag sich nie wieder auf andere verlassen. Sie
ist eine hemmungslose Solistin und fühlt sich rundum wohl damit.
Dabei hat sie lange Zeit mit anderen zusammengearbeitet. Ihre
Erfahrungen mit Partnern und Kollegen aber führten sie bis zum
seelischen und körperlichen Zusammenbruch. Nach einem Jahr
Arbeitslosigkeit und Zeitarbeit gründete sie ihr
Ein-Frau-Unternehmen. Nicht mal eine Sekretärin möchte die
erfolgreiche Geschäftsfrau einstellen, und sie sagt: "Zur
Selbstständigkeit muss man sich Flügel anschnallen."
    
    Der ehemalige Lehrer Uli Reinhardt setzt auf Gemeinschaft. Bei der
Presseagentur "Zeitenspiegel" gibt es keine Urlaubsregelung, dafür
aber selbstgekochtes Mittagessen. Rund 30 Fotografen und Journalisten
arbeiten hier nach dem Solidarprinzip zusammen. Geteilt wird mehr als
Kopierer und Miete. Alle Kollegen werfen ihre Einnahmen in einen Topf
und bekommen ein Grundgehalt, das je nach Kinderzahl aufgestockt
wird. Ideen werden ausgetauscht und was dem einen über den Kopf
wächst, fangen die Kollegen auf.
    
    An der Bar: Christine Stempelswar kaum Assistentin der
Personalchefin in einer Werbeagentur geworden, da warnte ihre
Vorgesetzte sie schon vor Flirts am Arbeitsplatz. Und doch traf sie
bei einer Agenturparty einen Kollegen, bei dem sie sofort wusste: Den
Mann will ich haben! Es knisterte bei beiden. Die gemeinsame Sorge
war bald, ihre Affäre vor den anderen Kollegen zu verheimlichen.
Heute sagt Christine Stempels: Kein Arbeitgeber der Welt hat das
Recht, seinen Mitarbeiter um die Liebe seines Lebens zu bringen.
    
    
    Dienstag, 5. März 2002 (Woche 10)/05.02.2002
    
    23.00
                 Um Elf: New York nach dem Terror
        
                 Stimmen der Hoffnung
    
    Rabbi Joseph Potasnik hat einen schweren Job. Der Mann, der von
sich sagt, New Yorks Feuerwehrleute seien für ihn wie eine einige
große Familie, soll ihnen als chaplain, als Seelsorger, dabei helfen,
den Verlust von mehr als dreihundert ihrer Kollegen zu überwinden.
Zusätzlich steht er in einer live übertragenen Talkshow regelmäßig
Anrufern Rede und Antwort, die von ihm wissen wollen, wie sie mit den
Folgen des bislang nicht gekannten Terrors fertig werden sollen, der
die Stadt und die ganze Welt an einem sonnigen Herbsttag des
vergangenen Jahres überfiel.
    
    Der Filmautor Uwe Bork hat Rabbi Potasnik in Manhatten getroffen
und ihn mit einem Kamerateam des Südwestrundfunks bei seiner Arbeit
begleitet. Von ihm wie von seinen anderen New Yorker
Gesprächspartnern wollte er erfahren, wie sie den Anschlag gegen das
World Trade Center erlebt haben und wie der 11. September ihr Leben
verändert hat: Können sie vergeben oder müssen sie vergelten?
    
    Uwe Bork sammelte Eindrücke bei Juden, Christen und Muslimen. So
beobachtete er vor der St.-Patricks-Kathedrale eine Kundgebung der
christlichen Friedensbewegung, besuchte die Redaktion der
traditionsreichen jüdischen Zeitschrift "Aufbau" und nahm an einem
Freitagsgebet in einer muslimischen Schule mitten in Brooklyn teil.
Sein sehr persönliches Reisetagebuch dokumentiert den Versuch von
Menschen aller drei Religionen, eine Antwort auf die Frage zu finden,
warum ausgerechnet in God's own country, Gottes eigenem Land,
Tausende von Menschen sinnloser Gewalt zum Opfer fielen. Und ob es
einen Weg gibt, weiteren Terror zu verhindern.
    
    
    
    
    
    Sonntag, 10. März 2002 (Woche 11)/05.02.2002
    
    20.15
                 Sonntag lacht
        
                 Theater Ravensburg
        
                 "Goht's no"?
        
                 Szenen von nebenan von Fitzgerald Kusz
                 FS-Aufzeichnung vom April 2001
                 FS-Regie: Isolde Rinker
                 Rollen und Darsteller:
                 Erich Mausner
                 Markus Hepp
                 Sonja Mausner    Daniela Jakob
                 Frau Schmidt    Ana Schlaegel
    
    Ein Wohnhaus im Schwäbischen wie so viele andere auch: drei
Mietparteien, die mehr oder weniger friedlich miteinander wohnen und
sich mehr sporadisch im Hof und anlässlich der Kehrwoche treffen. Da
ist einmal das Ehepaar Mausner, deren Leben durch Routine bestimmt
ist. Sie ist eine "Nur-Hausfrau";  er ist ein frustrierter
Angestellter, der abends mehr dem Alkohol zuspricht, als er verträgt.
Dann wohnt Frau Schmidt gleich neben dem Eingang. Sie spricht mehr
mit dem von ihr verehrten Tagesschau-Sprecher,  wobei es sich
zwangsläufig mehr um einen Monolog handelt als mit ihren Nachbarn.
Und schließlich gibt es da noch Herrn Welz, den gerade seine Frau
verlassen hat. Schicksale, wie wir sie alle aus der Nachbarschaft
kennen, die aber in der Komödie von Fitzgerald Kusz eine eigene
Interpretation erfahren.
    
    
    Freitag, 15. März 2002  (Woche 11)/05.02.2002
    
    Geändertes Thema für BW beachten!
    
    18.50    Treffpunkt (BW)
                 G'schwätze ond G'lacht
                 Schlabbsack unn Rindsbeitel
    
    
    Freitag, 15. März 2002 (Woche 11)/05.02.2002
    
    20.15
                 Fröhlicher Feierabend
        
                 Thema: Magie und Varieté
    
    Sonja Schrecklein und Tony Marshall begrüßen im Bierkrugstadel von
Bad Schussenried Gaby Baginsky, Pommfritz, Erkan Aki und den
Alpenland-Sepp. Im Mittelpunkt der Sendung steht der magische
Nachwuchs im Südwesten. Die jungen Künstler verblüffen mit
Kartentricks, überlisten die Schwerkraft und lassen nicht nur Bälle
tanzen. Magische Highlights sind Roxanne und Topas, die einst in
Stuttgart ihre Weltkarriere begannen.
    
    
    
    
    Freitag, 15. März 2002 (Woche 11)/05.02.2002
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    23.15    Nachtkultur
                 Moderation: Markus Brock
    
    Thema unter anderen: "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder
geschehen" - Zarah Leander zum 95. Geburtstag: Man schrieb das Jahr
1936 und nachdem Greta Garbo und Marlene Dietrich Deutschland
verlassen hatten, brauchte die UFA dringend einen neuen Star. Der
Produktionschef entdeckte Zarah Stina Leander, geborene Hedberg und
engagierte die bis dahin nur mässig bekannte Schwedin für den Film
"Zu neuen Ufern". Mit seiner Entscheidung setzte er sich gegen den
Willen von Propagandaminister Joseph Goebbels durch, dem die
"Ausländerin" zu groß, zu dick und zu rothaarig war. Der
Produktionschef sollte mit seiner Entscheidung Recht behalten, denn
mit Zarah Leander (1907 - 1981) hatte das Deutsche Reich endlich
wieder eine Diva, die mit ihrer dunkel-melancholischen Stimme und
ihrem schauspielerischen Talent zum größten Filmstar Deutschlands
avancierte. Bis 1942 drehte sie insgesamt zehn Filme für die Ufa und
wurde zur bestbezahlten Schauspielerin des Filmimperiums. Zu ihren
größten Filmerfolgen zählen "Eine rauschende Ballnacht" und "Das Herz
einer Königin". Ebenfalls bis heute unvergessen sind ihre Lieder "Ich
weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen" und "Kann den Liebe Sünde
sein". Am 15. März wäre die Schauspielerin und Sängerin 95 Jahre alt
geworden. Martina Klug erinnert an den einstigen UFA-Star.
    
    
    Freitag, 15. März 2002  (Woche 11)/05.02.2002
    
    Geändertes Thema für BW beachten!
    
    00.25    Treffpunkt (WH) (BW)
                 G'schwätze ond G'lacht
                 Schlabbsack unn Rindsbeitel
    
    
ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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