SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Donnerstag, 24. Januar 2002 (Woche 4) / (Woche 5)

Baden-Baden (ots) - Geändertes Thema beachten! 11.30 Fliege "Ich habe kein Dach überm Kopf" Freitag, 24. Januar 2002 (Woche 4) 21.45 Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Volkskrankheit Depression - Wenn die Seele auf Eis liegt Ernest Hemingway, Marilyn Monroe und auch Kaiserin Sisi waren betroffen, und heute teilen mehr als vier Millionen Deutsche das gleiche Schicksal, dass sie depressiv sind. Wenn die Seele auf Eis liegt, wollen selbst die alltäglichsten Dinge nicht mehr gelingen. Versagensängste und Schuldgefühle machen sich breit, die Konzentration geht verloren, Antriebslosigkeit herrscht vor, nichts scheint mehr bedeutsam. Antidepressiva und Psychotherapie ermöglichen zwar gute Heilungschancen, doch noch immer herrscht Unklarheit über die genauen Ursachen der "Seelenfinsternis". Neben genetischen und psychosozialen Ursachen rücken dabei immer mehr die Begleiterscheinungen unserer "Stressgesellschaft" in den Blickpunkt. Die Gäste der Sendung sind: Die Kabarettistin Lisa Fitz, Autorin und Schauspielerin geriet Anfang der 90er Jahre aufgrund einer schwierigen Beziehung zu einem verheirateten Mann in eine mittelschwere Depression. Ihre Erfahrungen mit Depression und den unterschiedlichen Therapieformen verarbeitete sie anschließend in ihrem Kabarett-Programm "Heil". Von Abgründen würde dagegen Jürgen Steinhoff sprechen, wenn er an seine Depressionen denkt. Der Stern-Reporter hatte zwischen 1987 und 2001 drei schwere depressive Phasen. Atemnot, Verarmungsängste, völliger Zusammenbruch und Suizidgedanken. 2001 beschrieb er seine Depressionen im Stern. Barbara Rütting, Schauspielerin und Buchautorin, glaubt, dass man sich mit gesunder Ernährung, viel Bewegung, Meditation und Lachtherapie aus dem Dunkel negativer Stimmungen wieder ans Licht befördern kann. Für den Psychologen David Althaus dagegen stehen Psychologie und Psychiatrie an vorderster Front, wenn es um den Kampf gegen die Depression geht. Dr. Josef Zehentbauer ist da anderer Meinung. Der Psychotherapeut veranstaltet als Alternative zu allzu positiven Motivationstrainings sogenannte Melancholietage auf der Insel Frauenchiemsee und glaubt an die heilsame Kraft der Melancholie. Karin Arnd-Büttner ist als Angehörige zum Opfer fremder Depressionen geworden. Ihr Ehemann beging in einer depressiven Phase Suizid. Unerwartet stand sie mit ihren beiden Kindern vor einem schwer zu begreifenden Tod. Trotzdem war der negative Schleier, der das eigene Haus bisher eingehüllt hatte plötzlich wie weggeblasen. Heute betreut sie eine Selbsthilfegruppe für Angehörige nach Suizid. An der Bar ist Heike Siedler. Die 41-jährige Krankengymnastin erlitt 1993 ihre erste schlimme depressive Phase. Aber sie schaffte es damals, mithilfe einer Gesprächstherapie wieder zu genesen. 1998 dann im September ist die Depression erneut massivst ausgebrochen. Freitag, 25. Januar 2002 (Woche 4) Geändertes Thema beachten! 11.30 Fliege Wenn das Gewissen Gesetze bricht (Erstsendung: 04.10.2001, Das Erste) Samstag, 26. Januar 2002 (Woche 5) 21.50 Richling - Zwerch trifft Fell (8/8) Special Die besten Politiker-Parodien aus der Richling-TV-Show In diesem Mann erkennt sich die Politik wieder: Mathias Richling ist einer der schärfsten politischen Kabarettisten Deutschlands, und dazu auch ein begnadeter Parodist. Die Zuspielszenen in seiner beliebten TV-Comedy- und Kabarett-Show "Richling-Zwerch trifft Fell" gehören zu den erklärten Favoriten des Publikums. Was lag also näher, die besten Szenen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen? Im zweiten Richling-Special kommentiert der Fernsehschwabe das politische Geschehen sozusagen als Rahmenbehandlung. Richling schlüpft unter anderen in die Rollen von Bundespräsident Jahannes Rau, Angela Merkel, Rudolf Scharping, Joschka Fischer, Herta Däubler-Gmelin, Boris Becker und Marcel Reich-Ranicki. Dieser perfekte Maskenzauber ist ohne Zweifel bereits einer der Höhepunkte der diesjährigen Fasnet. Sonntag, 27. Januar 2002 (Woche 5) 18.15 Was die Großmutter noch wusste (271) Langkornreis, das tägliche Brot der halben Welt Man sagt, Reis sei die älteste und wichtigste Getreideart und für die halbe Welt das tägliche Brot. In Sanskrit heißt Reis sogar "Erhalter der Menschheit". Über 10.000 Reisarten sind bekannt. Kathrin Rüegg und Werner O. Feißt widmen sich in dieser Sendung dem Langkornreis, den verschiedenen Zubereitungsarten und sie stellen die Reisspeisen vor, die ihnen am besten schmecken. Montag, 28. Januar 2002 (Woche 5) 14.00 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Fans und Gewinner aus einem Schminkwettbewerb zu "The Tribe" stellen sich vor Serien: Monsterfarm, Pink Panther, Achtung! Streng geheim Dienstag, 29. Januar 2002 (Woche 5) 14.00 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Fasnet: Allemannische Fasnachtsbräuche Serien: Monsterfarm, Achtung! streng geheim, Pink Panther Mittwoch, 30. Januar 2002 (Woche 5) 14.00 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: Sven Hannawald und die Skispring-Manie Serien: Monsterfarm, Pink Panther, Achtung! Streng geheim Donnerstag, 31. Januar 2002 (Woche 5) 14.00 Yo!Yo!Kids Thema des Tages: AOK-Thema: Jolinchen kommt: Geburtstagsspiele für drinnen Serien: Monsterfarm, Pink Panther, Achtung! Streng geheim Freitag, 1. Februar 2002 (Woche 5) 21.45 Thema M ... wie Menschen mit Kristina Roth und Jo Frühwirth Gunter Gabriel zu Gast in "Ein Leben im Rausch? Grenzgänge zwischen Betäubung, Genuss und Klarheit" Mit Liedern wie "Hey Boss, ich brauch mehr Geld" und "Komm unter meine Decke" wurde der Sänger Gunter Gabriel in den 70er Jahren zum Star. Man liebte ihn für seine einfühlsamen sozialkritischen Lieder über die Freuden und die Sorgen und Nöte des kleinen Mannes. Doch der Stoßseufzer "Papa trinkt Bier" galt nicht nur für manchen aus dem Publikum, sondern auch für den Songschreiber selbst. Im Erfolgsrausch war der Alkohol bald Gabriels ständiger Begleiter: Trinken aus Gefälligkeit und Geselligkeit wechselten sich ab mit Trinken aus Einsamkeit. Mitte der 80er Jahre kippte er ab, zog zehn Jahre mit einem Wohnmobil durch Deutschland. 1995 stellte sich Gunter Gabriel dem Alkoholproblem, machte einen Entzug. Er ist zurück auf der Bühne: "Byebye Deutsche Mark" heißt sein jüngster Song. Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Jenseits von Tibet" zeigt den eigenwilligen Lebensweg der Sandra Herbener auf, in thema M wird sie persönlich davon erzählen. Ausgebrochen aus einer süddeutschen Kleinstadt in die Berliner Subkultur, lebte Sandra Herbener lange Jahre in der Kommune von Wolfgang Neuss. Mit ihrer eigenwilligen Akkordeonmusik wird sie zur Ikone in der Punk-Szene. Zehn Jahre lang ist sie auf harten Drogen - bis sie aus eigenem Antrieb den Entzug schafft. Wendepunkt in ihrem Leben war die Zuwendung zum Buddhismus. Die Schweizer Psychologin Verena Kast bezweifelt, dass Action und Events nonstop uns glücklich machen. Ihr neues Buch hat sie deshalb dem "Sinn der Langeweile" gewidmet. Andreas Niedrig - einst auf dem Drogentrip, heute einer der weltbesten Triathleten - bekennt: "Ich komme nicht zur Ruhe, da kann ich machen was ich will." Hat er den Drogenrausch gegen den Endorphin-Rausch auf der Zielgeraden eingetauscht? Die gebürtige Koreanerin Mun-Ju Kim streitet derzeit gerichtlich für ihr "Recht auf Rausch". Genetisch bedingt verträgt sie keinen Alkohol und will sich abends legal bei einem Joint entspannen. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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