SWR - Südwestrundfunk

SWR-Programmergänzungen
Woche 3

    Baden-Baden (ots) -
    
    Montag, 14. Januar 2002 (Woche 3)/11.01.2002
    
    21.45 Teleglobus
              Ganoven-Tango - Argentinien am Abgrund?
    
    Plünderungen von Geschäften, Straßenschlachten, über 20 tote
Demonstranten und fünf Staatspräsidenten in nur zehn Tagen, was wohl
einen traurigen Weltrekord darstellt. Argentinien scheint am Abgrund.
Grund für diese Situation ist die tiefe Wirtschaftskrise, in der sich
das Land seit Jahren befindet und die nun zum Staatsbankrott geführt
hat. Die tieferen Ursachen liegen aber eher in der unglaublichen
Inkompetenz und Korruption eines großen Teils der argentinischen
Politikerklasse. Von den vielen Milliarden Dollar ausländischer
Investitionen ist das meiste Geld entweder "verschwunden" oder eben
in die Taschen von Politikern und hoher Beamter gewandert. Viele
Argentinier fragen sich nun, ob ihr Land überhaupt noch eine Zukunft
hat. Jochen Nuhn berichtet für den Teleglobus über die Situation in
Argentinien in diesen Tagen und geht deren Ursachen nach.
    
    
    Dienstag, 15. Januar 2002 (Woche 3)/11.01.2002
    
    21.45 Blickpunkt Europa
              Moderation: Ute Brucker
    
    Am Mittwoch, den 16. Januar beginnen die offiziellen Gespräche zur
Lösung der Zypernfrage.
    In den vergangenen Wochen haben sich der griechisch-zypriotische
Präsident Klerides und der türkische Volksgruppenführer Denktasch
bereits mehrmals informell getroffen, zuletzt am vergangenen Freitag.
27 Jahre nach dem Einmarsch türkischer Truppen in den Nordteil der
Insel besteht jetzt eine reelle Chance auf eine friedliche Lösung des
Zypernkonfliktes. Zustande gekommen sind die Gespräche durch Druck
der Europäischen Union auf die Türkei, den griechisch-zypriotischen
Teil der Insel notfalls auch ohne den türkischen Nordteil in die EU
aufzunehmen. "Blickpunkt Europa" nimmt die Gespräche in Zypern zum
Anlass, in einer Sonderausgabe von Zypern zu berichten. Ute Brucker,
Moderatorin der Sendung, hat sich entlang der innerzypriotischen
Grenze umgesehen, Michael Matting reiste durch den Nordteil der
Insel. Lourdes Picareta begleitete Gastarbeiter aus dem Norden auf
Baustellen im griechischen Teil der Hauptstadt Nikosia, und Dirk
Schraeder besuchte die griechische Minderheit im türkischen Teil der
Insel.
    
    An die Programmredaktionen Fernsehen Südwest
    
    
    Freitag, 18. Januar 2002 (Woche 3)/11.01.2002
    
    21.45 Nachtcafé
              Gäste bei Wieland Backes
              Mann und Frau - Freundschaft ausgeschlossen?
    
    Harry und Sally haben es vorgemacht und Millionen Menschen damit
zu Tränen gerührt. 1000 mal berührt und bei der tausend und ersten
Nacht ist es dann endlich passiert. Aus Freundschaft wurde Liebe. Was
ist dran am Mythos der Freundschaft zwischen Mann und Frau, den uns
Hollywood in so rührender Form präsentierte? Gibt es sie, die
männliche "beste Freundin" und den weiblichen Kumpeltyp zum
Pferdestehlen? 47 Prozent der deutschen Frauen beantworten diese
Frage mit einem klaren Nein. Für sie sind die sensiblen Schwulen die
besseren männlichen Freunde.
    
    Die Gäste:
    
    Cindy und Bert waren die Turteltauben am Schlagerhimmel der 70er
Jahre und sowohl auf der Bühne als auch im Hafen der Ehe ein
eingespieltes Team. Nach 20 erfolgreichen Jahren kam das Aus. Bert
hatte das Idyll mit seinen außerehelichen Kapriolen überstrapaziert,
und Cindy fiel in die Arme des langjährigen Kollegen Carlo. Nach
zehnjähriger Bühnenabstinenz kam es 1994 zum Comeback - die beiden
haben wieder zusammengefunden - rein beruflich natürlich. Eine
Geschichte, wie aus Liebe Freundschaft werden kann.
    
    Dafür hat der Verhaltensforscher Karl Grammer nur ein müdes
Lächeln übrig. Für völlig unsinnig hält er die Mär von "Lass uns gute
Freunde sein". Er ist felsenfest überzeugt: "Wenn ein Paar nach der
Trennung meint, Freunde zu sein, dann waren sie davor auch kein
Paar." Die unterschiedlichen Denkstrukturen und der Begattungstrieb
des Mannes stünden den Freundschaften zwischen Männern und Frauen
unüberwindlich im Wege.
    
    Gabriele Weinspach kann ein Lied davon singen, denn die
Schauspielerin von "Unter uns" hat so ihre Erfahrungen mit
vermeintlich platonischen Beziehungen gemacht. Früher oder später
verliebte sich so manch guter Freund in sie, was dann auch das Ende
der Beziehung bedeutete. Doch dass es auch in Beziehungen zwischen
Frauen große Probleme und Konkurrenzverhalten geben kann, davon weiß
die gute Freundin von Jessica Stockmann ebenfalls zu berichten.
    
    Die Moderatorin und Sängerin Kim Fisher hat für sich einen ganz
pragmatischen Umgang mit Männerfreundschaften gefunden. Sie
bezeichnet sich selbst als "weiblichen Macho" und nimmt sich was sie
will.
    
    Matthias Frings hat viele Freundinnen. Für jede Lebenslage eine
andere. Sex spielt dabei keine Rolle. Der ehemalige
Liebe-Sünde-Moderator ist bekennender Schwuler. Für Frings sind
Schwule die besseren Freunde, "weil wir genau wissen, wie die Kerle
gestrickt sind und die männlichen Codes übersetzen können". Eine
Gemeinsamkeit schweißt Frauen und Schwule besonders zusammen: "Wir
müssen uns beide in der Gesellschaft immer doppelt so gut behaupten."
    
    Für Niels Ruf sind Freundschaften zu Frauen mit Vorsicht zu
genießen. Der skandalumwitterte Ex-Viva-Moderator und Ex-Liebhaber
von Anke Engelke rät zur behutsamen Kommunikation mit Frauen. "Wenn
man zu Frauen zu ehrlich ist, stellen sie sofort das ganze
Freundschaftsverhältnis in Frage." Wer eine Freundschaft mit Frauen
eingeht, muss laut Ruf härter, leidensfähiger und ein bisschen
berechnender werden.
    
ots Originaltext: SWR
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