SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Samstag, 12. Januar 2002 (Woche 3)

    Baden-Baden (ots) -      

    13.45 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
        
              Die Kathedrale von Santiago de Compostela, Spanien
        
              Traumziel der Jakobspilger
        
              Film von Raimund Ulbrich (Erstsendung: 02.04.2000)
    
    Über 1000 Jahre ist der Jakobsweg alt. Millionen Menschen aus ganz
Europa sind ihn bis heute gegangen. Ein Ziel vor Augen: Die
Kathedrale von Santiago de Compostela mit dem legendären Grab des
Apostels Jakobus. Der Jakobsweg ist ein mühsamer Weg. Nachdem er die
Pyrenäen überwunden hat, wendet er sich nach Westen, bis er nach über
800 Kilometern in Galicien am Ziel ist. Steile Pässe, endlose Ebenen
unter einer sengenden Sonne, regennasse Tage auf aufgeweichten
Straßen, eiskalte Winde auf den Höhen der Berge. Nichts bleibt dem
Pilger erspart. So überrascht es nicht, dass für viele
mittelalterlichen Pilger der Weg nach Santiago ein Weg in den Tod
war. So gefährlich lebt der heutige Pilger nicht mehr. Aber wer zu
Fuß oder mit dem Rad pilgert, weiß, was er getan hat, wenn er den
Platz vor der Kathedrale in Santiago erreicht hat. Der Jakobsweg
lockte die Pilger des Mittelalters mit der Vision, dass sich an
seinem Ende der Himmel für sie öffnet. Heute pilgern viele, weil sie
zu sich selbst finden wollen. Geblieben sind die Kirchen und
Kathedralen längs des Weges. Sie reihen sich wie kostbare Perlen auf
einer Schnur aneinander. Ihre Portale, Kreuzgänge, Bilder und
Glasfenster erzählten dem Pilger des Mittelalters die Geschichte
seines Glaubens. Geblieben sind auch die uralten Brücken, die
Pilgerkreuze und die Statuen des Apostels Jakobus. Sie fehlen in
keiner Kirche. Geblieben sind auch die Muscheln, die den Pilgern
damals wie heute den Weg weisen.
    
    Mit dem Film wandert der Zuschauer den Jakobsweg entlang und
verweilt an Plätzen, Brücken und Kirchen, die das Gesicht dieses
Weges seit altersher prägen. Der Weg beginnt in den Pyrenäen und
führt über das Felsenkloster San Juan de la Pena nach Sanguesa und
Eunate. In Puente la Reina überquert er die alte Pilgerbrücke, danach
folgt er kurz einer alten Römerstraße, um in Torres del Rio in der
Grabeskirche Santo Sepulcro anzuhalten. Die nächste Station ist die
Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada. Sie überrascht den Pilger
in ihrem Innern mit einem Huhn und einem Hahn. Beide erinnern an die
wunderbare Rettung eines jungen Pilgers vor dem Tod. Eine Geschichte
die im Mittelalter europaweit die Gemüter erregt hatte.

    Es folgen die Occa-Berge, bevor die Stadt Burgos mit ihrer Kathedrale den Pilger aufnimmt. Das nächste Juwel ist die romanische Kirche San Martin in Frómista. Über Carrion de los Condes und dem mozarabischen Kloster San Miguel de Escalda geht es weiter nach Léon. Die Kathedrale und das Hospiz dieser Stadt rühmen schon die alten Pilgerführer. Der Aufstieg zum Cebrero-Pass beginnt, und dort oben geht der Blick weit nach Galicien hinein. Die Stadt Santiago de Compostela ist jetzt nur noch 150 Kilometer entfernt. Ein wenig abseits des Weges erfreut die Kirche von Vilar de Donas den Pilger mit den schönsten mittelalterlichen Fresken von Galicien. Nicht weit weg glaubten die Menschen damals das Ende der Erde: Finis terrae nannten die Römer dieses Kap. Viele Pilger zog es dorthin, denn sie wollten das Meer sehen, über das Jakobus als Toter auf wunderbare Weise nach Galicien gekommen sein soll.

    Samstag, 12. Januar 2002 (Woche 3)          22.20 Frank Elstner: Menschen der Woche          Die Gäste:

    Reinhold Beckmann: Am Anfang sprach man von einem Flop für die
ARD. Nun läuft die Talkshow "Beckmann" bereits seit fast drei Jahren
im Ersten, immer montags um 23.00 Uhr nach den Tagesthemen.
    
    Georg Thoma: Der Olympiasieger und Weltmeister aus Hinterzarten
war in den 60er Jahren das erste Skisprungidol der Deutschen.
    
    Günter Scheich: "Positives Denken macht krank"- diese These stellt
der Psychologe Günter Scheich auf. Er entlarvt hiermit die Schule der
Motivationsgurus und "positiven Denkens". Er meint, dass die Menschen
nicht unter- sondern übermotiviert seien. Zuviel positives Denken
führe dazu, dass ernsthafte psychologische Probleme übersehen
werden."
    
    Andreas Mölich-Zebhauser: Seit dreieinhalb Jahren ist er Intendant
des Festspielhauses Baden-Baden, mehr als einmal stand das
ambitionierte Haus vor dem Abgrund. Mölich-Zebhauser ist es gelungen,
Deutschlands größtes Opernhaus vor dem Konkurs zu bewahren. Künftig
will er das Festspielhaus ausschließlich privat finanzieren und ohne
öffentliche Subventionen auskommen.
      
    Prof. Dr. Martin Wehling: "Putzmunter im Sterbezimmer" titelte
"Der Spiegel" diese Woche in einem Artikel. Was sich lustig anhört
hat einen ernsten Hintergrund: Tausende älterer Menschen leiden in
Deutschland an einer Unter- beziehungsweise Überversorgung mit
Medikamenten. Durch diese Fehlbehandlung sollen allein in Deutschland
etwa 100.000 ältere Menschen sterben. Oft seien nur die
Nebenwirkungen der verschiedenen Medikamente Grund für den Tod, sagt
Wehling, Direktor des Institutes für Klinische Pharmakologie am
Klinikum Mannheim.

    Montag, 14. Januar 2002  (Woche 3)
    
    14.00 Yo!Yo!Kids
              Thema des Tages:Wie wird das Jahr 2002? Kann man Zukunft
              voraussagen?
              Serien: Achtung Streng geheim!, Monsterfarm, Pink Panther

    Montag, 14. Januar 2002  (Woche 3)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    21.00    Teleglobus
                 Der Ganoven-Tango
                 Argentinien am Abgrund

    Montag, 14. Januar 2002 (Woche 3)
    
    22.15    Saldo
        
                 Das Wirtschaftsmagazin
                 Moderation: Tilman Achtnich
    
    Die Themen:
    
    Billig-Flieger - Wer zahlt drauf beim Urlaubs-Schnäppchen?: Für
175 Euro an die türkische Riviera, eine Woche Ägypten für 195 Euro.
Die Reiseveranstalter locken mit Superangeboten in klassische
Sommer-Urlaubsländer. Doch wer zahlt drauf bei den billigen Trips?
Sind es die Pauschal-Urlauber? Bei 18 Grad ist an Baden nicht zu
denken. Das Regenrisiko steigt. Hotels liegen fernab vom Schuss.
Viele Geschäfte sind geschlossen und so mancher touristischer Ausflug
landet beim Teppich- oder Schmuckhändler. Die Reiseveranstalter
müssen hart kalkulieren, damit sich solche Angebote auch für sie
finanziell lohnen. Doch die Urlaubsländer greifen ihnen unter die
Arme. Da gibt es staatliche Zuschüsse für Kerosin oder Niedrigpreise
für Reiseführer und Unterkünfte.
    
    Arbeitsmarkt-Spritze - Sorgt der Kombilohn für neue Jobs im
Niedriglohnsektor?: Lange hat die Bundesregierung gezögert.
Arbeitsminister Riester (SPD) will nun in ganzDeutschland  den
sogenannten "Kombilohn" , also die staatliche Subventionierung
schlecht bezahlter Jobs, einführen.
    
    Rezessionsängste - Wohin treibt die deutsche Konjunktur?:
Professor Bert Rürup, Mitglied des Sachverständigenrats, ist nicht
der Ansicht, dass Europa aus eigener Kraft auf einen wirtschaftlichen
Aufschwung hoffen kann. Im Studio wird er nach seinen Ansichten
gefragt.
    
    Crash-Gefahr - Gerät die deutsche Autoindustrie in Amerika ins
Schleudern?: Trotz Konjunkturkrise fuhr die Autoindustrie auf der
Erfolgsspur. Und auch dieses Jahr vermelden die deutschen Hersteller
neue Rekordergebnisse. Lange Gesichter dagegen bei den amerikanischen
Kollegen. Ihre Geschäfte liefen so schlecht wie nie zuvor. Und
Experten rechnen mit einem weiteren Absatzrückgang auf dem
amerikanischen Markt. Dann könnten auch die deutschen Hersteller
unter Druck geraten. Auf der Detroiter Motor Show, der ersten
wichtigen Branchenmesse des Jahres, zeigen die Autobauer, wie sie der
Krise entgegensteuern wollen.
    
    Heiße Luft - Riskanter Aktienkauf außerhalb der Börse: Als die
Börseneuphorie noch grenzenlos war und die Börse als nie versiegende
Goldader galt, ließ sich mancher Anleger dazu verleiten, in
Unternehmen zu investieren, die erst noch an die Börse wollten. Der
so genannte außerbörsliche Aktienhandel erschien als Geschäft, mit
dem noch richtig Geld zu machen war.

    Dienstag, 15. Januar 2002  (Woche 3)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Melde Dich - bei Jürgen Fliege

    Dienstag, 15. Januar 2002  (Woche 3)
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
                 Thema des Tages: Schwarz, dunkel und grausig? Mit
                 Fledermäusen auf der Jagd

    Dienstag, 15. Januar 2002  (Woche 3)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    05.30    Teleglobus (WH)
                 Der Ganoven-Tango
                 Argentinien am Abgrund
    
    Mittwoch, 16. Januar 2002  (Woche 3)
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
                 Thema des Tages: SOS-Kinderdorf - was ist das eigentlich?
    
    
    Donnerstag, 17. Januar 2002  (Woche 3)
    
    14.00    Yo!Yo!Kids
                 Thema des Tages: Passen, rollen, dribbeln, werfen -
                 Basketballer
    
    
    Donnerstag, 17. Januar 2002  (Woche 3)
    
    Geändertes Thema für BW beachten!
    
    18.15    Familien-Rat (BW)
                 Sauna, Dampfbad und Hammam: Schwitzen fürs Wohlbefinden

    Donnerstag, 17. Januar 2002  (Woche 3)
    
    Geändertes Thema für BW beachten!
    
    00.40    Familien-Rat (WH) (BW)
                 Sauna, Dampfbad und Hammam: Schwitzen fürs Wohlbefinden
    
    
    Freitag, 18. Januar 2002  (Woche 3)
    
    Geändertes Thema beachten!
    
    11.30    Fliege
                 Weggefährten - Günther Schramm, Fritz Wepper und Elmar
                 Wepper

    Sonntag, 20. Januar 2002  (Woche 4)
    
    Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    00.05    Wortwechsel
                 Fritz Frey im Gespräch mit Sissy Perlinger
                 (Erstsendung: 21.02.1999)

    Sonntag, 20. Januar 2002  (Woche 4)
    
    Nachgelieferten Gesprächsteilnehmer beachten!
    
    04.45    Wortwechsel (WH)
                 Fritz Frey im Gespräch mit Sissy Perlinger

ots Originaltext: SWR
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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