SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): SWR will an Orte erinnern, die für Verbrechen gegen die Menschheit stehen: Schattenseiten und Mahnmale der Menschheitsgeschichte

Baden-Baden (ots) Ab 2. Dezember fünf filmische Essays in 3sat und Südwestfernsehen Vier Wochen lang befasst sich der Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden in einer Sonderausgabe der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" mit fünf Denkmalen des UNESCO-Weltkulturerbes, die für Verbrechen gegen die Menschheit stehen. Unter dem bewusst reduzierten Titel "Erbe der Menschheit" produzierte der SWR in Zusammenarbeit mit der SWR Media GmbH, dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und der Deutschen Welle jeweils 15-minütige filmische Essays über Auschwitz, Hiroshima, Robben Island vor der Küste Kapstadts, die westafrikanische Stadt Abomey in Benin und die russischen Solowetzky-Inseln. Die Filme sind als eine Dokumentation menschlicher Greueltaten gedacht. Sie sollen exemplarisch an Schattenseiten und Mahnmale der Menschheitsgeschichte erinnern. "Die Welterbeliste ist eine Liste gegen das Vergessen. Das ist auch Richtschnur für unser Programm", sagt Redaktionsleiter Goggo Gensch. "Mehr als die Erinnerung wach zu halten, können unsere Filme natürlich nicht bewirken." Die Reihe solle aber auch eine Mahnung an die Verantwortung zukünftiger Generationen für ein friedliches Zusammenleben darstellen. Ab 2. Dezember 2001 zeigt der Drei-Länder-Kanal 3sat die Beiträge jeden Sonntag gegen 21.00 Uhr. Das Südwestfernsehen sendet die Filme samstags um 13.45 Uhr am 8. Dezember über Auschwitz und am 15. Dezember über Hiroshima. Die Programme Deutsche Welle-TV, N3 des Norddeutschen Rundfunks (NDR), B1 vom Sender Freies Berlin (SFB) und der Bildungskanal alpha des Bayerischen Rundfunks (BR) werden die Reihe zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen. Die Reihe "Erbe der Menschheit" beginnt mit einem Film über das Konzentrationslager Auschwitz. Bis heute ist Auschwitz das Synonym für das Unfassbare, für die systematische, industriell betriebene Vernichtung menschlichen Lebens. Die Filmemacher standen vor dem Dilemma, das Undarstellbare überhaupt filmisch darzustellen. Der Beitrag "Auschwitz" zeigt daher die museale Wirklichkeit durch die Blicke der Besucher und endet mit Zitaten der bekannten Fernsehbilder, ohne diese vollständig zu zeigen. Sie werden an den Ruinen der Krematorien in Birkenau gebrochen. Autor Frank Hertweck beschränkt sich dabei ganz auf die Darstellung und verzichtet auf jeden Kommentar. Der Beitrag versucht, den Orten der Vernichtung gerecht zu werden, indem er sich ganz auf die Orte konzentriert, um gleichsam durch sie hindurch zu schauen. Der Film wird am Sonntag, 2. Dezember, um 21.50 Uhr in 3sat und am Samstag, 8. Dezember, um 13.45 Uhr im Südwestfernsehen ausgestrahlt. Eine ausführliche Fassung dieser Meldung finden Sie im Internet unter www.swr.de/presse/news/index.html. ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: