SWR - Südwestrundfunk

SWR verleiht Hans Bausch Mediapreis an Dr. Weimer und Jacqueline Stuhler
Voß würdigt zum zehnjährigen Todestag langjährigen SDR-Intendanten Hans Bausch

    Stuttgart (ots) - Dr. Wolfram Weimer, Chefredakteur der
Tageszeitung "Die Welt", und Jacqueline Stuhler,
SWR-Fernsehmoderatorin, wurden heute mit dem Hans Bausch Mediapreis
des Südwestrundfunks ausgezeichnet. Sie teilen sich den mit 20 000
Mark dotierten Hauptpreis. Die beiden Förderpreise mit jeweils 5000
Mark gehen an das Medienzentrum des Wissenschaftlichen Instituts des
Jugendhilfswerks Freiburg sowie an das IFEM - Institut für empirische
Medienforschung GmbH in Köln.
    
    SWR-Intendant und Vorsitzender der Stiftung Hans Bausch
Mediapreis, Prof. Peter Voß, würdigte die Leistungen der Preisträger
im Stuttgarter Funkhaus: "Das Medienwesen in Deutschland hat sich
seit dem Gründungsjahr der Stiftung stark verändert. Der Wettbewerb
um journalistische Qualität und Glaubwürdigkeit verbindet die
Qualitätsmedien in Presse und Rundfunk. Diese Einschätzung einer
Gemeinsamkeit im Qualitäts-Wettbewerb kommt heute in der Vergabe der
Preise zum Ausdruck."
    
    Jacqueline Stuhler wird für die langjährigen herausragenden
Leistungen in der Vermittlung politischer Themen in Hörfunk und
Fernsehen sowie für ihre Moderation der Fernsehsendung "ARD-Buffet"
ausgezeichnet. Ulrich Wildermuth, Chefredakteur a.D., würdigte in
seiner Laudatio die Vielseitigkeit der Preisträgerin: "Der SWR hat
das Glück mit Frau Stuhler ein Gesicht zu haben, das ganz
selbstverständlich diesem Sender zugeordnet wird: Sie ist die "Lady
SWR" geworden. Ich gratuliere dem SWR zu dieser Rundum-Journalistin,
ich gratuliere den Zuschauern zu dieser umsichtigen Begleiterin und
Ihnen, liebe Frau Stuhler, gratuliere ich zur Verleihung des Hans
Bausch Mediapreises."
    
    Hans Dietrich Genscher, Bundesminister a.D., würdigte die
Verdienste von Dr. Wolfram Weimer, der die Tageszeitung "Die Welt" zu
einem bemerkenswerten, in die Zukunft weisenden Medienprojekt der
letzten Jahre entwickelt hat. "Die Welt und zuallererst ihrem
Chefredakteur möchte ich zu der gelungenen Modernisierung gratulieren
und der Jury des Hans Bausch Mediapreises zu ihrer Entscheidung für
Dr. Wolfram Weimer. Ich wünsche mir, dass die Welt im neuen Gewand
auch in Zukunft mit einer weltoffenen, interessanten und ausgewogenen
Berichterstattung und mit profilierten Kommentaren zu der dringend
gebotenen Modernisierung unseres Landes beitragen wird. Merke: Nicht
nur die Welt, sondern auch die Zukunft gehört denen, die neu
denken!", so Genscher in seiner Laudatio.
    
    Ein Förderpreis ging an das IFEM - Institut für empirische
Medienforschung. "Das Institut, vertreten durch seinen Leiter Dr. Udo
Michael Krüger, hat vor allem mit seinen kontinuierlichen und groß
angelegten Programmanalysen eine unangefochtene empirische Basis für
die Anerkennung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der dualen
Medienordnung bereitgestellt," sagte Frau Prof. Dr. Dr. Claudia Mast
bei der Preisverleihung.
    
    Das Medienzentrum des Wissenschaftlichen Instituts des
Jugendhilfswerks Freiburg erhielt den Förderpreis für Leistungen auf
dem Gebiet der Medienpädagogik. Seine medienpädagogischen Maßnahmen
fördern Jugendliche, die sozial und bildungsmäßig benachteiligt sind.
Karin Eble wurde stellvertretend für alle Mitarbeiter des
Medienzentrums ausgezeichnet. SWR-Landessenderdirektor Dr. Uwe
Rosenbaum würdigte das Engagement des Medienzentrums: "Frau Eble,
fühlen Sie sich mit allen, mit denen Sie zusammenarbeiten, ermutigt
und bedankt. Ihre Arbeit ist uns wichtig, den Kindern und
Jugendlichen, die zu Ihnen kommen, allemal. Machen Sie sie auch in
Zukunft stark und aufgeschlossen. Solche Hörer und Zuschauer sind uns
die liebsten."
    
    Die 1983 vom Süddeutschen Rundfunk errichtete Stiftung Hans Bausch
Mediapreis des SWR vergibt alle zwei Jahre den gleichnamigen
Hauptpreis und bis zu zwei Fördergaben an eine Persönlichkeit oder
Organisation, die sich um die Entwicklung des deutschen Rundfunks
verdient gemacht haben. Seit Januar 1992 trägt die Stiftung den Namen
des ehemaligen SDR-Intendanten Hans Bausch.
    
    Zehnter Todestag des langjährigen SDR-Intendanten Hans Bausch
    
    Zum zehnten Mal jährt sich am 23. November 2001 der Todestag von
Hans Bausch. SWR-Intendant Peter Voß nahm die Preisverleihung in
Stuttgart zum Anlass, die große Rundfunk-Persönlichkeit Hans Bausch
zu ehren: "Hans Bausch bleibt weit über seinen Tod hinaus wichtig,
auch für jene, die ihn nicht mehr persönlich erlebt haben. Als Bausch
posthum selber den Preis zugesprochen erhielt,  war das zweifellos
nicht nur eine Hommage an einen verdienten Alt-Intendanten, sondern
die Anerkennung seiner herausragenden Leistung für den Rundfunk in
Deutschland und sein konsequentes Eintreten für die Unabhängigkeit
des Rundfunks."
    
    Als Intendant hat Bausch seit 1958 die publizistischen,
kulturpolitischen und ökonomischen Positionen des SDR in der ARD und
im Wettbewerb der Medien gefestigt und ausgebaut. In seine Amtszeit
fiel die Einführung des dritten Hörfunkprogramms, die
Regionalisierung im Hörfunk, der Ausbau der SDR-Studios im Land und
des SDR-Fernsehens. Der engagierte Südweststaat-Anhänger trat
konsequent für eine Landesrundfunkanstalt in Baden-Württemberg mit
Sitz in Stuttgart ein. Medienpolitisch focht er für den
föderalistisch organisierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, hatte
er doch die Meinungsdiktatur des Nazi-Regimes selbst erlebt und sich
mit der politischen Instrumentalisierung des Rundfunks in der
Weimarer Republik wissenschaftlich befasst. Ehrenamtlich hat er sich
lange Zeit  im Stuttgarter Galerieverein und in der Staatsgalerie
engagiert. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren
weiterhin Rundfunkpolitik und Rundfunkgeschichte. Er engagierte sich
auch für die Journalistenausbildung. 1989 schied er aus dem Amt des
Intendanten aus.
    
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