SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Montag, 26. November 2001 (Woche 48) bis (Woche 51)

Baden-Baden (ots) - Nachgeliefertes Thema beachten! 21.00 Teleglobus Zuckerrohr gegen Zuckerrübe Wem nützt grenzenloser Welthandel? Ein Film von Tilman Achtnich und Manfred Ladwig Tagelöhner Gilvan dos Santos lebt vom Zucker. Er schlägt Zuckerrohr auf einer brasilianischen Plantage, verdient drei Euro am Tag. Klaus Weidelich lebt ebenfalls vom Zucker, allerdings sehr gut. Er baut im baden-württembergischen Gemmingen Zuckerrüben an. Europas Zuckermarktordnung garantiert sein Einkommen und hält durch hohe Schutzzölle billigeren Zucker aus Brasilien vom europäischen Markt fern. Die Welthandelsorganisation WTO will freien Welthandel. Jedes Land soll liefern dürfen wohin es will, ohne Handelsschranken. Freihandel, sagt die WTO, bringe Wohlstand auch in die ärmeren Länder. Gilvan dos Santos aber lebt und arbeitet im brasilianische Zucker unter den Bedingungen des Frühkapitalismus: Alle Rechte fehlen, kein Arbeitschutz, er ist der Willkür des Plantagenbesitzers genauso ausgesetzt wie Pestiziden und anderen Umweltgiften . Auch ökologisch unterschreitet der Zuckeranbau in Brasilien alle Standards, die es in Europa gibt. Wie kann die WTO Gilvan dos Santos helfen und will sie das überhaupt? Was bedeutet es für Klaus Weidelich und die europäische Landwirtschaft, wenn der globale Handel frei wird? Dienstag, 27. November 2001 (Woche 48) Nachgeliefertes Thema beachten! 05.30 Teleglobus (WH) Zuckerrohr gegen Zuckerrübe Wem nützt grenzenloser Welthandel? Sonntag, 2. Dezember 2001 (Woche 49) 23.05 Sky Lights Das VIP-Journal mit Sky du Mont Folge 27 Zu Besuch in Wien bei Schauspielerin Barbara Wussow: Schauspielerin wollte sie eigentlich nie werden. Als Lernschwester Elke in der legendären "Schwarzwaldklinik" gab Barbara Wussow Mitte der 80er Jahre an der Seite ihres Vaters Klausjürgen dann doch ihr Fernsehdebüt. Heute zählt sie zu den beliebtesten Darstellerinnen im Deutschen Fernsehen, ist vor allem in TV-Romanzen zu sehen und sagt über sich "Ich bin eine richtige Kitschnudel". Mit ihrem Mann Albert Fortell sie steht immer öfter gemeinsam auf Theaterbühnen und vor der Kamera, Söhnchen Niklas immer im Schlepptau. "Auch nach elf Jahren Ehe sind wir frisch verliebt wie in den Flitterwochen" erzählt Barbara Wussow. In ihrem Wiener Lieblingsrestaurant hat die vielbeschäftigte Schauspielerin und Mutter Sky du Mont ihr ganz persönliches Rezept fürs Ehe- und Familienglück verraten. Im Mikrokosmos des Medizinmannes Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer: Operationen ohne Blut, ohne Vollnarkose, ohne Skalpell und ohne Nebenwirkungen - dies ist keine Zukunftsvision. Seit 20 Jahren setzt sich Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer für eine "liebevolle Medizin" ein, die den Körper so wenig wie möglich strapaziert. Die "Schlüssellochchirurgie" praktiziert er, weil er selbst schon als Kind Angst vor Spritzen hatte. Als " Man of the Millenium" ist er in den USA schon seit Jahren viel bekannter als in Deutschland. Sky du Mont hat Prof. Dietrich Grönemeyer in der Universität Bochum besucht und unter anderem herausgefunden, dass er seine Heimat genauso liebt wie sein Bruder Herbert Grönemeyer. Auf Spurensuche mit dem Häuptling des deutschen Films Michael "Bully" Herbig: Mit dem Kino-Kassenknüller "Der Schuh des Manitu" hat Michael "Bully" Herbig bislang fast neun Millionen Menschen zum Lachen gebracht. Seine Wildwest-Komödie wird mit Medienpreisen überhäuft und als erfolgreichster deutscher Kinofilm gefeiert. Sky du Mont trifft das vielbeschäftigte Allroundgenie - Filmproduzent, Drehbuchautor, Regisseur, Schauspieler und Chef-Comedian der erfolgreichen "Bullyparade" - in München. Montag, 3. Dezember 2001 (Woche 49) Korrigierten Programmablauf für SR beachten! 19.27 Gewinnspiel (SR) 19.30 Aktueller Bericht (SR) (bis 20.00) weiter wie mitgeteilt Montag, 3. Dezember 2001 (Woche 49) Nachgeliefertes Thema beachten! 21.00 Teleglobus Café: Olé! Die Erfolgsgeschichte mexikanischer Bauern Dienstag, 4. Dezember 2001 (Woche 49) Nachgeliefertes Thema beachten! 05.30 Teleglobus (WH) Café: Olé! Die Erfolgsgeschichte mexikanischer Bauern Mittwoch, 5. Dezember 2001 (Woche 49) Korrigierten Programmablauf für SR beachten! 19.27 Gewinnspiel (SR) 19.30 Aktueller Bericht (SR) (bis 20.00) weiter wie mitgeteilt Sonntag, 9. Dezember 2001 2. Advent (Woche 50) 20.15 Schiller ond a Viertele Schwäbische Komödie von Monika Hirschle Rems-Murr-Bühne in Leutenbach Bühnenregie: Monika Hirschle Fernseh-Regie: Isolde Rinker Fernsehaufzeichnung vom November 2001 aus der Rems-Murr-Halle, Leutenbach. Beim schwäbischen Laientheaterverein "Eintracht" e.V. stehen große Ereignisse ins Haus: Natürlich soll das runde Vereinsjubiläum gebührend gefeiert werden und dem dörflichen Kulturleben einen nachhaltigen Glanzpunkt versetzen. In einer turbulenten Ausschuss-Sitzung im "Ochsen", zu der sich alle tragenden "Charakterköpfe" des Vereins zusammenfinden, löst man nicht nur sein Probenraum-Problem und beschließt einen außergewöhnlichen Vereinsausflug. Man besinnt sich auch auf "unseren" Friedrich Schiller, den schwäbischen Klassiker und einheimischen Urvater aller dramatischen Dichtung. Dass die "Dorfschauspieler" damit leicht überfordert sein könnten und auch ein Jubiläumsausflug so manche Unabwägbarkeit in sich birgt, zieht niemand in Betracht. Gerade auch bei dieser Inszenierung sind Ähnlichkeiten mit bestehenden Organisationen oder Gemeinschaften selbstverständlich rein zufällig. Rollen und Darsteller: Wolfgang, Vereinsvorstand (Andreas Lutz)/ Hermann, sein Schriftführer (Harald Orner)/ Ebbe, der Kassier (Thomas Bauer)/ Bertha, Ausschussmitglied (Martha Hieber)/ Hans-Martin, ihr Sohn (Harald Brand)/ Lore, Ausschussmitglied (Beate Reichle)/ Doris, Ausschussmitglied (Petra Hilt-Meinkuss)/ Claudia, Ausschussmitglied (Beate Severin)/ Nicole, Kellnerin (Alexandra Kuppinger) u.a. Sonntag, 9. Dezember 2001 (Woche 50) 23.05 (BW und RP) Sky Lights 23.30 (SR) Das VIP-Journal mit Sky du Mont Folge 28 Im Circus Krone mit Comedy-Star Michael Mittermaier: Jahrelang kämpfte er in den Kleinkunstbühnen um jeden Zuschauer, heute füllt er spielend die größten Säle der Republik: Michael Mittermaier hat eine Komikerkarriere hingelegt, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Zuletzt stürmte er mit seinen Lachplatten sogar die Popcharts. Sky du Mont hat mit dem Stand-Up-Comedian vor seinem Auftritt im Circus Krone gesprochen und dabei unter anderem erfahren, welche geheimnisvolle Rolle der Sänger der Rockband U2, Bono Vox, für Michaels Karriere spielte: Mittermaier verdankt seinen ersten Auftritt vor einem Massenpublikum dem irischen Sänger und hat neulich dafür Bono bei einem Open Air Gig aus der Patsche helfen können. Mit Wolfgang von Zeppelin in der wohl längsten Zigarre der Welt: Auch 100 Jahre nach dem ersten Flug haben Zeppeline nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Die Dinosaurier der Lüfte sind in aller Munde. Erst im August dieses Jahres erhob sich der Zeppelin NT mit Passagieren an Bord in den Himmel über Friedrichshafen, der Hochburg des Luftschiff-Baus. Einer, der sich darüber ganz besonders freut, ist der ehemalige Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH, Wolfgang von Zeppelin. Sky du Mont trifft den Nachfahren des berühmten Grafen Ferdinand in der Passagiergondel der wohl längsten Zigarre der Welt. Im Filmstudio mit Regisseurin Vivan Naefe: Die meisten Deutschen haben bestimmt schon mal einen Film von Vivian Naefe gesehen, doch die Regisseurin selbst würden die wenigsten erkennen. Dabei hat die Münchnerin eine illustre Karriere hinter sich: Mit 20 war sie die Kinokritikerin der Münchner Abendzeitung, gleichzeitig stand sie als Moderatorin des Magazins "Kino, Kino" mit fast allen Hollywoodgrößen vor der Kamera. Nach dem Ende ihres Filmstudiums wechselte sie dann ins Regiefach und hat seitdem mit jedem gedreht, der einen Namen im deutschen Film hat. Für ihre Arbeit mit den Münchner Tatortduo Batic/Wachtveitl wurde sie zuletzt mit dem bayrischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sky du Mont hat mit Ihr einen Spaziergang durch München gemacht und zeigt historische Aufnahmen von ihrer Tanzstunde mit John Travolta. Montag, 10. Dezember 2001 (Woche 50) Korrigierten Programmablauf für SR beachten! 19.27 Gewinnspiel (SR) 19.30 Aktueller Bericht (SR) (bis 20.00) weiter wie mitgeteilt Mittwoch, 12. Dezember 2001 (Woche 50) 21.00 Schlaglicht Hilfe, Vierlinge! Eins will immer was (46) "Hilfe, Vierlinge", sagte Helga Arndt zu ihrem Mann vor knapp zwei Jahren, als sie von ihrem Glück erfuhr. 200 Euro geben die Arndts jetzt im Monat allein für Gläschennahrung aus. Vierlinge, das heißt: viermal Windeln, viermal Strampler und Lätzchen, viermal Aufmerksamkeit. Und: Ein Kind hat immer die Hosen voll. Ruhe ist für Helga Arndt ein Fremdwort, Zeit für sich selbst eine Traumvorstellung, Ausgehen eine Illusion. Sie ist schon froh, wenn sie abends die Nachrichten schauen kann. Naomi, Jenny, Fabio und Joel nehmen sie voll in Anspruch - 24 Stunden am Tag. Sieben Jahre lang waren Helga und Rainer Arndt kinderlos geblieben, trotz intensiver Bemühungen. Nach einer Hormonbehandlung wurde sie endlich schwanger. Ein SWR-Team begleitete die Arndts ein Jahr lang, von der Geburt in einer Tübinger Klinik bis zum 1. Geburtstag zu Hause in Bisingen. Donnerstag, 13. Dezember 2001 (Woche 50) 21.00 Fahr mal hin Märchenschlösser und Strickmaschinen - die Hohenzollernstraße Die Burg Hohenzollern bei Hechingen ist der märchenhafte Mittelpunkt der gleichnamigen Touristenroute auf der Schwäbischen Alb. Rund 250 Kilometer lang zieht sich die Straße vom Wasserschloss Glatt im Nordwesten bis nach Pfullendorf in der Nähe des Bodensees. Vor genau zehn Jahren wurde sie eröffnet. Adelssitze in Haigerloch, Sigmaringen und Hechingen zeugen von der jahrhundertelangen Herrschaft der Hohenzollern. "Fahr mal hin" ist zu Gast auf den Schlössern und Burgen, spricht mit dem Prinzen von Preußen über familiäre Bande und stellt die Besonderheiten der Region vor. Von der Neandertalhöhle bei Veringenstadt bis zum Atomkeller in Haigerloch, wo einst der erste Atommeiler Deutschlands heimlich gebaut werden sollte. Ein Besuch im Maschenmuseum in Albstadt zeigt die besondere Bedeutung der Textilindustrie in der Region. Insbesondere Trikotage-Fabriken bestimmten früher das Bild. Aber auch die Neigungswaage wurde dort erfunden und begründete den Aufschwung der feinmechanischen Industrie. Malerische Flusslandschaften und scheinbar romantische Schafherden-Idyllen runden das Bild von der gar nicht so rauen Alb ab. Freitag, 14. Dezember 2001 (Woche 50) 20.15 Fröhlicher Feierabend Advent in Sasbachwalden Moderation: Tony Marshall und Sonja Schrecklein Was trägt der moderne Mensch am Weihnachtsbaum? Diese und andere brennende Fragen zum Thema Christfest werden im "Fröhlichen Feierabend" von Sonja Schrecklein, Tony Marshall und ihren Gästen beantwortet. Für die musikalische Unterhaltung sorgen Gaby Baginski, Heintje Simons, die Spaßgruppe Ungelenk, das Kuhglockenduo Anita & Maik und die 50er-Jahre-Hit-Combo Golden M. Als Überraschungsgast aus dem Entertainment präsentiert Tony Marshall seinen Sohn Pascal, und Sonja Schrecklein will vom Chef des Weihnachtskaufhauses "Käthe Wohlfahrt" wissen, wie die aktuellen Trends rund ums Fest aussehen. Freitag, 14. Dezember 2001 (Woche 50) 21.45 (VPS 21.43) Nachtcafé Gäste bei Wieland Backes Vergeben, Vergessen, Vergelten Wie wir mit Schuld umgehen Seit dem Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September haben Worte Schuld und Sühne neue Aktualität gewonnen. Die Selbstmordattentäter verbreiten maßlose Angst und Schrecken, denn sie scheinen kein Gewissen zu haben. Wie gehen die Menschen mit eigener Schuld um und wie mit der Schuld anderer? Wie verkraftet es ein Mensch, am Tod eines Kindes schuld zu sein, das er überfahren hat? Wie geht es der Frau, die nach zwanzig Ehejahren erfährt: Mein Mann ist ein Gewalttäter! Sind Vergessen und Verzeihen in solchen Situationen überhaupt möglich? Welche Hilfen gibt es für Täter und Opfer, mit Schuld und Hass leben zu lernen, sie vielleicht zu überwinden? Wenn jemand wirklich bereut und seine Tat sühnt, dann muss man ihm vergeben, sagen manche Betroffene. Andere können nicht verzeihen, sich selbst nicht und nicht den anderen, sie versuchen zu vergessen. Darüber diskutiert Wieland Backes mit seinen Gästen. Montag, 17. Dezember 2001 (Woche 51) 20.15 Infomarkt - Marktinfo Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach Die Themen: Euro-Startpaket - Premiere für das neue Geld Euro-Angst - Wie Betrüger Kasse machen Euro-Preise - Wird der Einkauf teurer? Dienstag, 18. Dezember 2001 (Woche 51) 22.15 Zeichen der Zeit Letzte Rettung Deutschland Eine Hilfsorganisation kämpft um Kinderleben Film von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz Manuel Hillario leidet an Knochenentzündung. Sein rechtes Hüftgelenk ist völlig zerfressen, sein rechtes Bein in einem unnatürlichen Winkel abgeknickt. Laufen kann er schon lange nicht mehr. Doch der elfjährige Angolaner hatte Glück im Unglück. Zusammen mit 35 anderen, schwerverletzten Kindern konnte er nach Deutschland zur medizinischen Behandlung kommen. "Einzelfallhilfe" heißt dieses Glück im Bürokratendeutsch, ermöglicht von der Oberhausener Hilfsorganisation Friedensdorf International. Zwei Mal im Jahr fliegt eine kleine Delegation des gemeinnützigen Vereins, der nur aus Spenden finanziert wird, nach Angola. Mit einem gecharterten Flugzeug bringen die Friedensdörfler die behandelten Kinder zurück zu ihren Eltern und haben dabei mehrere Tonnen Medikamente für die völlig mittellosen Krankenhäuser in Angola im Gepäck. Beim Rückflug ist die Maschine wieder vollbesetzt: 58 Kinder sind es schließlich, die humpelnd oder von Helfern getragen das Flugzeug besteigen, das sie ins ferne Deutschland bringen soll. Mehr als 70 Krankenhäuser in Deutschland erklären sich jedes Jahr bereit, diesen Kindern ein Krankenbett und eine kostenlose Behandlung zu gewähren. Teilweise bekommen es die Ärzte dabei mit Krankheiten zu tun, die in Europa seit Jahrzehnten ausgerottet sind. Der Film begleitet den kleinen Manuel durch seine Zeit der Heilung in Deutschland und dann zurück in ein neues Leben in Angola. Mittwoch, 19. Dezember 2001 (Woche 51) 20.15 Länder-Menschen-Abenteuer Sado Ein Film von Peter Brugger Die Insel Sado liegt 300 Kilometer Luftlinie von Tokio entfernt vor der Nordwestküste von Honshu. Ein S-förmiges Juwel im Japanischen Meer. Seit ein paar Jahren entdecken Japaner aus den großen Städten die Schönheiten und Besonderheiten von Sado. Sie finden dort ein Stück des alten Japan: seine Gastlichkeit und eine ungehetzte, fast noch dörfliche Lebensart. In frühen Tempeln und Schreinen pflegt man die Erinnerung an Kaiser und Künstler, an hochrangige politische und religiöse Vordenker, die Unzeitgemäßen, die immer wieder im Verlauf der japanischen Geschichte auf diese Insel verbannt wurden. 1601, vor genau 400 Jahren, entdeckte man reiche Goldvorkommen auf Sado. Der Abbau wurde sofort vom Shogunat (Zentralregierung) kontrolliert, eine Samurai-Verwaltung eingerichtet. Schnelle Schiffe transportierten die Goldbarren in Richtung Hauptstadt. Das Sado-Gold trug bis ins 19. Jahrhundert wesentlich zu den japanischen Staatsfinanzen bei. Aus allen Teilen des Landes strömten die Menschen auf die kleine Insel. Ganze Dörfer wanderten geschlossen ein und brachten ihre Tempel mit. Sado boomte. Das Fischerdorf Aikawa mit ursprünglich zehn Familien wuchs zeitweilig auf bis zu 100.000 Einwohner an. 1989 erst wurde der Abbau eingestellt. Heute kann man einen weitläufigen Museumsstollen besuchen, in dem Roboter sehr anschaulich die frühere Arbeit demonstrieren. Sado ist bis heute eine Insel der Reisbauern und Fischer geblieben. Viele der Jungen verlassen allerdings die schöne Heimat. Japan leidet allgemein unter einer starken Landflucht. Aber es gibt auch Gegenbewegungen. Die weltberühmten Kodo-Trommler haben sich dafür entschieden, auf Sado ihr Lebens- und Trainingszentrum einzurichten. Mitten im Welt und unweit eines alten Tempelbezirks arbeiten sie ihre Ideen aus und schöpfen Kraft für die Tourneen, die sie von Sado aus rund um den Globus führen. Mittwoch, 19. Dezember 2001 (Woche 51) 21.00 Schlaglicht Doktor Hase, Julchen und die Zaubermäuse Die traurig-schöne Arbeit von Klinik-Clowns Dienstagmorgen, um 10 Uhr, geht Klaus-Peter Wick in den 3. Stock der Kinderklinik Baden-Baden. Der Pförtner am Eingang nickt ihm zu. Ein bekanntes Gesicht. Früher war Klaus-Peter mal Gas-, Wasser- und Sanitärinstallateur, danach Industrie-Kaufmann, heute ist er Klinikclown. Er hilft Kindern, die krank sind, wieder lachen zu können. Welche Kinder wird er heute wohl antreffen? Ist Yannick von letzter Woche immer noch da, oder ist die Operation gut gegangen und er konnte hoffentlich entlassen werden? Nach einer kurzen Besprechung mit der diensthabenden Krankenschwester weiß er Bescheid. Klaus-Peter lebt von diesem Beruf. Sein Honorar wird aus Spenden finanziert. Zur etwa selben Zeit ist auch Julia Hartmann mit ihren beiden Töchtern unterwegs. Sie nennen sich "Julchen und die Zaubermäuse". Ihr Ziel ist die Kinderkrebsstation an der Klinik Mannheim. Julia war in ihrem früheren Leben Zollbeamtin. Dann ist ihre damals fünfjährige Tochter an Krebs erkrankt. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Im letzten Jahr ist in ihr aufgrund eines Zeitungsartikel der Traum geboren, Klinikclown zu werden. Seitdem hat sie nur noch einen Gedanken: als Klinikclown tingelt sie durch die Lande - Kinderkliniken, Altersheime, Spendenaktionen - Julia macht alles, sie ist sich für nichts zu schade. Ihre beiden Töchter Nadine und Nicole sind immer dabei. Ihr Mann sorgt für die Requisiten. Am Ende des Tages geht die ganze Familie erschöpft aber ausgefüllt nach Hause. Erst jetzt bemerkt man, dass Nicole ihr linkes Bein ganz leicht nach sich zieht - das ist geblieben, als sie als fünfjähriges Kind an Krebs erkrankt ist. Freitag, 21. Dezember 2001 (Woche 51) 21.45 Thema M ... wie Menschen Weihnachten - Wünsche wagen - Träume leben mit Kristina Roth und Jo Frühwirth "Ich wäre so gerne... ich hätte große Lust... ich würde am liebsten..." Wie oft sagt man sich das und wie oft ist nichts passiert. Trägheit und Angst halten die Menschen davon ab, den ersten Schritt zu wagen. Es gibt 1.000 Erklärungen, der großen Sehnsucht doch nicht nachzugeben. Wie sehr sind Wünsche und Träume Motor für große Lebensentscheidungen? Wird man nicht andererseits täglich verführt, irgendwelchen Hochglanzträumen hinterher zu jagen und verliert die tatsächlichen Wünsche aus dem Blick? Warum ist es in Beziehungen oft so schwer, die wirklichen Wünsche zu äußern? Darüber diskutieren Kristina Roth und Jo Frühwirth mit ihren Gästen: Amelie Fried, Fernsehmoderatorin und Buchautorin. Ihr Lebensmotto: Intuition, Mut und Glück machen Wünsche wahr. Irmtraud Tarr Krüger, Musiktherapeutin und Konzertorganistin. Sie begleitet Menschen auf der Suche nach ihren wahren Wünschen. Boris Grundl ist seit einem Sportunfall querschnittsgelähmt. Sein Traum vom "ganz normalen Leben" ist dennoch in Erfüllung gegangen. Er ist auf dem Weg zum selbständigen Unternehmensberater, hat eine Tochter und lebt in einer festen Beziehung. Losang Tashi ist seit vier Jahren buddhistischer Mönch. Er hatte verschiedene Berufe, aber keiner hat ihn glücklich gemacht. Jetzt ist sein größter Wunsch, keine Wünsche mehr zu haben. Freitag, 21. Dezember 2001 (Woche 51) Nachgelieferte Gäste beachten! 04.00 Wunschbox Zu Gast: Michael jr. & Helmut Lotti Moderation: Ingo Dubinski Folge 404 (Erstsendung: 11.01.2000, Das Erste) ots Originaltext: SWR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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