SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Montag, 26. November 2001 (Woche 48) bis (Woche 51)

    Baden-Baden (ots) -      

    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    21.00    Teleglobus
        
                 Zuckerrohr gegen Zuckerrübe
        
                 Wem nützt grenzenloser Welthandel?
                 Ein Film von Tilman Achtnich und Manfred Ladwig
    
    Tagelöhner Gilvan dos Santos lebt vom Zucker. Er schlägt
Zuckerrohr auf einer brasilianischen Plantage, verdient drei Euro am
Tag. Klaus Weidelich lebt ebenfalls vom Zucker, allerdings sehr gut.
Er baut im baden-württembergischen Gemmingen Zuckerrüben an. Europas
Zuckermarktordnung garantiert sein Einkommen und hält durch hohe
Schutzzölle billigeren Zucker aus Brasilien vom europäischen Markt
fern. Die Welthandelsorganisation WTO will freien Welthandel. Jedes
Land soll liefern dürfen wohin es will, ohne Handelsschranken.
Freihandel, sagt die WTO, bringe Wohlstand auch in die ärmeren
Länder. Gilvan dos Santos aber lebt und arbeitet im brasilianische
Zucker unter den Bedingungen des Frühkapitalismus: Alle Rechte
fehlen, kein Arbeitschutz, er ist der Willkür des Plantagenbesitzers
genauso ausgesetzt wie Pestiziden und anderen Umweltgiften . Auch
ökologisch unterschreitet der Zuckeranbau in Brasilien alle
Standards, die es in Europa gibt. Wie kann die WTO Gilvan dos Santos
helfen und will sie das überhaupt? Was bedeutet es für Klaus
Weidelich und die europäische Landwirtschaft, wenn der globale Handel
frei wird?
    
    Dienstag, 27. November 2001  (Woche 48)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    05.30    Teleglobus (WH)
                 Zuckerrohr gegen Zuckerrübe
                 Wem nützt grenzenloser Welthandel?

    Sonntag, 2. Dezember 2001 (Woche 49)
    
    23.05    Sky Lights
                 Das VIP-Journal mit Sky du Mont
                 Folge 27
    
    Zu Besuch in Wien bei Schauspielerin Barbara Wussow:
    Schauspielerin wollte sie eigentlich nie werden. Als Lernschwester
Elke in der legendären "Schwarzwaldklinik" gab Barbara Wussow Mitte
der 80er Jahre an der Seite ihres Vaters Klausjürgen dann doch ihr
Fernsehdebüt. Heute zählt sie zu den beliebtesten Darstellerinnen im
Deutschen Fernsehen, ist vor allem in TV-Romanzen zu sehen und sagt
über sich "Ich bin eine richtige Kitschnudel". Mit ihrem Mann Albert
Fortell sie steht immer öfter gemeinsam auf Theaterbühnen und vor der
Kamera, Söhnchen Niklas immer im Schlepptau. "Auch nach elf Jahren
Ehe sind wir frisch verliebt wie in den Flitterwochen" erzählt
Barbara Wussow. In ihrem Wiener Lieblingsrestaurant hat die
vielbeschäftigte Schauspielerin und Mutter Sky du Mont ihr ganz
persönliches Rezept fürs Ehe- und Familienglück verraten.
    
    Im Mikrokosmos des Medizinmannes Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer:
    Operationen ohne Blut, ohne Vollnarkose, ohne Skalpell und ohne
Nebenwirkungen - dies ist keine Zukunftsvision. Seit 20 Jahren setzt
sich Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer für eine "liebevolle Medizin" ein,
die den Körper so wenig wie möglich strapaziert. Die
"Schlüssellochchirurgie" praktiziert er, weil er selbst schon als
Kind Angst vor Spritzen hatte. Als " Man of the Millenium" ist er in
den USA schon seit Jahren viel bekannter als in Deutschland. Sky du
Mont hat Prof. Dietrich Grönemeyer in der Universität Bochum besucht
und unter anderem herausgefunden, dass er seine Heimat genauso liebt
wie sein Bruder Herbert Grönemeyer.
    
    Auf Spurensuche mit dem Häuptling des deutschen Films Michael
"Bully" Herbig:

    Mit dem Kino-Kassenknüller "Der Schuh des Manitu" hat Michael
"Bully" Herbig bislang fast neun Millionen Menschen zum Lachen
gebracht. Seine Wildwest-Komödie wird mit Medienpreisen überhäuft und
als erfolgreichster deutscher Kinofilm gefeiert. Sky du Mont trifft
das vielbeschäftigte Allroundgenie - Filmproduzent, Drehbuchautor,
Regisseur, Schauspieler und Chef-Comedian der erfolgreichen
"Bullyparade" - in München.
    
        
    Montag, 3. Dezember 2001  (Woche 49)
    
    Korrigierten Programmablauf für SR beachten!
    
    19.27    Gewinnspiel (SR)
    
    19.30    Aktueller Bericht (SR)
                 (bis 20.00)
    
    weiter wie mitgeteilt

    Montag, 3. Dezember 2001  (Woche 49)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    21.00    Teleglobus
                 Café: Olé!
                 Die Erfolgsgeschichte mexikanischer Bauern

    Dienstag, 4. Dezember 2001  (Woche 49)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    05.30    Teleglobus (WH)
                 Café: Olé!
                 Die Erfolgsgeschichte mexikanischer Bauern
    
    
    Mittwoch, 5. Dezember 2001  (Woche 49)
    
    Korrigierten Programmablauf für SR beachten!
    
    19.27    Gewinnspiel (SR)
    
    19.30    Aktueller Bericht (SR)
                 (bis 20.00)
    
    weiter wie mitgeteilt

    Sonntag, 9. Dezember 2001 2. Advent (Woche 50)
    
    20.15    Schiller ond a Viertele
        
                 Schwäbische Komödie von Monika Hirschle
        
                 Rems-Murr-Bühne in Leutenbach
                 Bühnenregie: Monika Hirschle
                 Fernseh-Regie: Isolde Rinker
                 Fernsehaufzeichnung vom November 2001
                 aus der Rems-Murr-Halle, Leutenbach.
    
    Beim schwäbischen Laientheaterverein "Eintracht" e.V. stehen große
Ereignisse ins Haus: Natürlich soll das runde Vereinsjubiläum
gebührend gefeiert werden und dem dörflichen Kulturleben einen
nachhaltigen Glanzpunkt versetzen. In einer turbulenten
Ausschuss-Sitzung im "Ochsen", zu der sich alle tragenden
"Charakterköpfe" des Vereins zusammenfinden, löst man nicht nur sein
Probenraum-Problem und beschließt einen außergewöhnlichen
Vereinsausflug. Man besinnt sich auch auf "unseren" Friedrich
Schiller, den schwäbischen Klassiker und einheimischen Urvater aller
dramatischen Dichtung. Dass die "Dorfschauspieler" damit leicht
überfordert sein könnten und auch ein Jubiläumsausflug so manche
Unabwägbarkeit in sich birgt, zieht niemand in Betracht. Gerade auch
bei dieser Inszenierung sind Ähnlichkeiten mit bestehenden
Organisationen oder Gemeinschaften selbstverständlich rein zufällig.
    
    Rollen und Darsteller: Wolfgang, Vereinsvorstand (Andreas Lutz)/
Hermann, sein Schriftführer (Harald Orner)/ Ebbe, der Kassier (Thomas
Bauer)/ Bertha, Ausschussmitglied (Martha Hieber)/ Hans-Martin, ihr
Sohn (Harald Brand)/ Lore, Ausschussmitglied (Beate Reichle)/ Doris,
Ausschussmitglied (Petra Hilt-Meinkuss)/ Claudia, Ausschussmitglied
(Beate Severin)/ Nicole, Kellnerin (Alexandra Kuppinger) u.a.

    Sonntag, 9. Dezember 2001 (Woche 50)
    
    23.05 (BW und RP)    Sky Lights
    23.30 (SR)                Das VIP-Journal mit Sky du Mont
                                    Folge 28
    
    Im Circus Krone mit Comedy-Star Michael Mittermaier:

    Jahrelang kämpfte er in den Kleinkunstbühnen um jeden Zuschauer, heute füllt er spielend die größten Säle der Republik: Michael Mittermaier hat eine Komikerkarriere hingelegt, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Zuletzt stürmte er mit seinen Lachplatten sogar die Popcharts. Sky du Mont hat mit dem Stand-Up-Comedian vor seinem Auftritt im Circus Krone gesprochen und dabei unter anderem erfahren, welche geheimnisvolle Rolle der Sänger der Rockband U2, Bono Vox, für Michaels Karriere spielte: Mittermaier verdankt seinen ersten Auftritt vor einem Massenpublikum dem irischen Sänger und hat neulich dafür Bono bei einem Open Air Gig aus der Patsche helfen können.          Mit Wolfgang von Zeppelin in der wohl längsten Zigarre der Welt:

    Auch 100 Jahre nach dem ersten Flug haben Zeppeline nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Die Dinosaurier der Lüfte sind in aller Munde. Erst im August dieses Jahres erhob sich der Zeppelin NT mit Passagieren an Bord in den Himmel über Friedrichshafen, der Hochburg des Luftschiff-Baus. Einer, der sich darüber ganz besonders freut, ist der ehemalige Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH, Wolfgang von Zeppelin. Sky du Mont trifft den Nachfahren des berühmten Grafen Ferdinand in der Passagiergondel der wohl längsten Zigarre der Welt.          Im Filmstudio mit Regisseurin Vivan Naefe:

    Die meisten Deutschen haben bestimmt schon mal einen Film von
Vivian Naefe gesehen, doch die Regisseurin selbst würden die
wenigsten erkennen. Dabei hat die Münchnerin eine illustre Karriere
hinter sich: Mit 20 war sie die Kinokritikerin der Münchner
Abendzeitung, gleichzeitig stand sie als Moderatorin des Magazins
"Kino, Kino" mit fast allen Hollywoodgrößen vor der Kamera. Nach dem
Ende ihres Filmstudiums wechselte sie dann ins Regiefach und hat
seitdem mit jedem gedreht, der einen Namen im deutschen Film hat. Für
ihre Arbeit mit den Münchner Tatortduo Batic/Wachtveitl wurde sie
zuletzt mit dem bayrischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sky du Mont
hat mit Ihr einen Spaziergang durch München gemacht und zeigt
historische Aufnahmen von ihrer Tanzstunde mit John Travolta.
    
    
    Montag, 10. Dezember 2001  (Woche 50)
    
    Korrigierten Programmablauf für SR beachten!
    
    19.27    Gewinnspiel (SR)
    
    19.30    Aktueller Bericht (SR)
                 (bis 20.00)
    
    weiter wie mitgeteilt

    Mittwoch, 12. Dezember 2001 (Woche 50)
    
    21.00    Schlaglicht
        
                 Hilfe, Vierlinge!
        
                 Eins will immer was (46)
    
    "Hilfe, Vierlinge", sagte Helga Arndt zu ihrem Mann vor knapp zwei
Jahren, als sie von ihrem Glück erfuhr. 200 Euro geben die Arndts
jetzt im Monat allein für Gläschennahrung aus. Vierlinge, das heißt:
viermal Windeln, viermal Strampler und Lätzchen, viermal
Aufmerksamkeit. Und: Ein Kind hat immer die Hosen voll. Ruhe ist für
Helga Arndt ein Fremdwort, Zeit für sich selbst eine
Traumvorstellung, Ausgehen eine Illusion. Sie ist schon froh, wenn
sie abends die Nachrichten schauen kann. Naomi, Jenny, Fabio und Joel
nehmen sie voll in Anspruch - 24 Stunden am Tag. Sieben Jahre lang
waren Helga und Rainer Arndt kinderlos geblieben, trotz intensiver
Bemühungen. Nach einer Hormonbehandlung wurde sie endlich schwanger.
Ein SWR-Team begleitete die Arndts ein Jahr lang, von der Geburt in
einer Tübinger Klinik bis zum 1. Geburtstag zu Hause in Bisingen.

    Donnerstag, 13. Dezember 2001 (Woche 50)
    
    21.00    Fahr mal hin
        
                 Märchenschlösser und Strickmaschinen -
        
                 die Hohenzollernstraße
    
    Die Burg Hohenzollern bei Hechingen ist der märchenhafte
Mittelpunkt der gleichnamigen Touristenroute auf der Schwäbischen
Alb. Rund 250 Kilometer lang zieht sich die Straße vom Wasserschloss
Glatt im Nordwesten bis nach Pfullendorf in der Nähe des Bodensees.
Vor genau zehn Jahren wurde sie eröffnet. Adelssitze in Haigerloch,
Sigmaringen und Hechingen zeugen von der jahrhundertelangen
Herrschaft der Hohenzollern. "Fahr mal hin" ist zu Gast auf den
Schlössern und Burgen, spricht mit dem Prinzen von Preußen über
familiäre Bande und stellt die Besonderheiten der Region vor. Von der
Neandertalhöhle bei Veringenstadt bis zum Atomkeller in Haigerloch,
wo einst der erste Atommeiler Deutschlands heimlich gebaut werden
sollte. Ein Besuch im Maschenmuseum in Albstadt zeigt die besondere
Bedeutung der Textilindustrie in der Region. Insbesondere
Trikotage-Fabriken bestimmten früher das Bild. Aber auch die
Neigungswaage wurde dort erfunden und begründete den Aufschwung der
feinmechanischen Industrie. Malerische Flusslandschaften und
scheinbar romantische Schafherden-Idyllen runden das Bild von der gar
nicht so rauen Alb ab.

    Freitag, 14. Dezember 2001 (Woche 50)
    
    20.15    Fröhlicher Feierabend
        
                 Advent in Sasbachwalden
                 Moderation: Tony Marshall und Sonja Schrecklein
    
    Was trägt der moderne Mensch am Weihnachtsbaum? Diese und andere
brennende Fragen zum Thema Christfest werden im "Fröhlichen
Feierabend" von Sonja Schrecklein, Tony Marshall und ihren Gästen
beantwortet. Für die musikalische Unterhaltung sorgen Gaby Baginski,
Heintje Simons, die Spaßgruppe Ungelenk, das Kuhglockenduo Anita &
Maik und die 50er-Jahre-Hit-Combo Golden M. Als Überraschungsgast aus
dem Entertainment präsentiert Tony Marshall seinen Sohn Pascal, und
Sonja Schrecklein will vom Chef des Weihnachtskaufhauses "Käthe
Wohlfahrt" wissen, wie die aktuellen Trends rund ums Fest aussehen.

    Freitag, 14. Dezember 2001 (Woche 50)
    
    21.45    (VPS 21.43)
                 Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Vergeben, Vergessen, Vergelten
                 Wie wir mit Schuld umgehen
    
    Seit dem Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.
September haben Worte Schuld und Sühne neue Aktualität gewonnen. Die
Selbstmordattentäter verbreiten maßlose Angst und Schrecken, denn sie
scheinen kein Gewissen zu haben. Wie gehen die Menschen mit eigener
Schuld um und wie mit der Schuld anderer? Wie verkraftet es ein
Mensch, am Tod eines Kindes schuld zu sein, das er überfahren hat?
Wie geht es der Frau, die nach zwanzig Ehejahren erfährt: Mein Mann
ist ein Gewalttäter! Sind Vergessen und Verzeihen in solchen
Situationen überhaupt möglich? Welche Hilfen gibt es für Täter und
Opfer, mit Schuld und Hass leben zu lernen, sie vielleicht zu
überwinden? Wenn jemand wirklich bereut und seine Tat sühnt, dann
muss man ihm vergeben, sagen manche Betroffene. Andere können nicht
verzeihen, sich selbst nicht und nicht den anderen, sie versuchen zu
vergessen. Darüber diskutiert Wieland Backes mit seinen Gästen.

    Montag, 17. Dezember 2001  (Woche 51)
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Euro-Startpaket - Premiere für das neue Geld
    Euro-Angst - Wie Betrüger Kasse machen
    Euro-Preise - Wird der Einkauf teurer?

    Dienstag, 18. Dezember 2001 (Woche 51)
    
    22.15    Zeichen der Zeit
        
                 Letzte Rettung Deutschland
        
                 Eine Hilfsorganisation kämpft um Kinderleben
        
                 Film von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz
    
    Manuel Hillario leidet an Knochenentzündung. Sein rechtes
Hüftgelenk ist völlig zerfressen, sein rechtes Bein in einem
unnatürlichen Winkel abgeknickt. Laufen kann er schon lange nicht
mehr. Doch der elfjährige Angolaner hatte Glück im Unglück. Zusammen
mit 35 anderen, schwerverletzten Kindern konnte er nach Deutschland
zur medizinischen Behandlung kommen. "Einzelfallhilfe" heißt dieses
Glück im Bürokratendeutsch, ermöglicht von der Oberhausener
Hilfsorganisation Friedensdorf International. Zwei Mal im Jahr fliegt
eine kleine Delegation des gemeinnützigen Vereins, der nur aus
Spenden finanziert wird, nach Angola. Mit einem gecharterten Flugzeug
bringen die Friedensdörfler die behandelten Kinder zurück zu ihren
Eltern und haben dabei mehrere Tonnen Medikamente für die völlig
mittellosen Krankenhäuser in Angola im Gepäck. Beim Rückflug ist die
Maschine wieder vollbesetzt: 58 Kinder sind es schließlich, die
humpelnd oder von Helfern getragen das Flugzeug besteigen, das sie
ins ferne Deutschland bringen soll. Mehr als 70 Krankenhäuser in
Deutschland erklären sich jedes Jahr bereit, diesen Kindern ein
Krankenbett und eine kostenlose Behandlung zu gewähren. Teilweise
bekommen es die Ärzte dabei mit Krankheiten zu tun, die in Europa
seit Jahrzehnten ausgerottet sind. Der Film begleitet den kleinen
Manuel durch seine Zeit der Heilung in Deutschland und dann zurück in
ein neues Leben in Angola.

    Mittwoch, 19. Dezember 2001 (Woche 51)
    
    20.15    Länder-Menschen-Abenteuer
        
                 Sado
        
                 Ein Film von Peter Brugger
    
    Die Insel Sado liegt 300 Kilometer Luftlinie von Tokio entfernt
vor der Nordwestküste von Honshu. Ein S-förmiges Juwel im Japanischen
Meer. Seit ein paar Jahren entdecken Japaner aus den großen Städten
die Schönheiten und Besonderheiten von Sado. Sie finden dort ein
Stück des alten Japan: seine Gastlichkeit und eine ungehetzte, fast
noch dörfliche Lebensart. In frühen Tempeln und Schreinen pflegt man
die Erinnerung an Kaiser und Künstler, an hochrangige politische und
religiöse Vordenker, die Unzeitgemäßen, die immer wieder im Verlauf
der japanischen Geschichte auf diese Insel verbannt wurden. 1601, vor
genau 400 Jahren, entdeckte man reiche Goldvorkommen auf Sado. Der
Abbau wurde sofort vom Shogunat (Zentralregierung) kontrolliert, eine
Samurai-Verwaltung eingerichtet. Schnelle Schiffe transportierten die
Goldbarren in Richtung Hauptstadt. Das Sado-Gold trug bis ins 19.
Jahrhundert wesentlich zu den japanischen Staatsfinanzen bei. Aus
allen Teilen des Landes strömten die Menschen auf die kleine Insel.
Ganze Dörfer wanderten geschlossen ein und brachten ihre Tempel mit.
Sado boomte. Das Fischerdorf Aikawa mit ursprünglich zehn Familien
wuchs zeitweilig auf bis zu 100.000 Einwohner an. 1989 erst wurde der
Abbau eingestellt. Heute kann man einen weitläufigen Museumsstollen
besuchen, in dem Roboter sehr anschaulich die frühere Arbeit
demonstrieren. Sado ist bis heute eine Insel der Reisbauern und
Fischer geblieben. Viele der Jungen verlassen allerdings die schöne
Heimat. Japan leidet allgemein unter einer starken Landflucht. Aber
es gibt auch Gegenbewegungen. Die weltberühmten Kodo-Trommler haben
sich dafür entschieden, auf Sado ihr Lebens- und Trainingszentrum
einzurichten. Mitten im Welt und unweit eines alten Tempelbezirks
arbeiten sie ihre Ideen aus und schöpfen Kraft für die Tourneen, die
sie von Sado aus rund um den Globus führen.

    Mittwoch, 19. Dezember 2001 (Woche 51)
    
    21.00    Schlaglicht
        
                 Doktor Hase, Julchen und die Zaubermäuse
        
                 Die traurig-schöne Arbeit von Klinik-Clowns
    
    Dienstagmorgen, um 10 Uhr, geht Klaus-Peter Wick in den 3. Stock
der Kinderklinik Baden-Baden. Der Pförtner am Eingang nickt ihm zu.
Ein bekanntes Gesicht. Früher war Klaus-Peter mal Gas-, Wasser- und
Sanitärinstallateur, danach Industrie-Kaufmann, heute ist er
Klinikclown. Er hilft Kindern, die krank sind, wieder lachen zu
können. Welche Kinder wird er heute wohl antreffen? Ist Yannick von
letzter Woche immer noch da, oder ist die Operation gut gegangen und
er konnte hoffentlich entlassen werden? Nach einer kurzen Besprechung
mit der diensthabenden Krankenschwester weiß er Bescheid. Klaus-Peter
lebt von diesem Beruf. Sein Honorar wird aus Spenden finanziert. Zur
etwa selben Zeit ist auch Julia Hartmann mit ihren beiden Töchtern
unterwegs. Sie nennen sich "Julchen und die Zaubermäuse". Ihr Ziel
ist die Kinderkrebsstation an der Klinik Mannheim. Julia war in ihrem
früheren Leben Zollbeamtin. Dann ist ihre damals fünfjährige Tochter
an Krebs erkrankt. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Im letzten Jahr
ist in ihr aufgrund eines Zeitungsartikel der Traum geboren,
Klinikclown zu werden. Seitdem hat sie nur noch einen Gedanken: als
Klinikclown tingelt sie durch die Lande - Kinderkliniken,
Altersheime, Spendenaktionen - Julia macht alles, sie ist sich für
nichts zu schade. Ihre beiden Töchter Nadine und Nicole sind immer
dabei. Ihr Mann sorgt für die Requisiten. Am Ende des Tages geht die
ganze Familie erschöpft aber ausgefüllt nach Hause. Erst jetzt
bemerkt man, dass Nicole ihr linkes Bein ganz leicht nach sich zieht
- das ist geblieben, als sie als fünfjähriges Kind an Krebs erkrankt
ist.

    Freitag, 21. Dezember 2001 (Woche 51)
    
    21.45    Thema M ... wie Menschen
                 Weihnachten - Wünsche wagen - Träume leben
                 mit Kristina Roth und Jo Frühwirth
    
    "Ich wäre so gerne... ich hätte große Lust... ich würde am
liebsten..." Wie oft sagt man sich das und wie oft ist nichts
passiert. Trägheit und Angst halten die Menschen davon ab, den ersten
Schritt zu wagen. Es gibt 1.000 Erklärungen, der großen Sehnsucht
doch nicht nachzugeben. Wie sehr sind Wünsche und Träume Motor für
große Lebensentscheidungen? Wird man nicht andererseits täglich
verführt, irgendwelchen Hochglanzträumen hinterher zu jagen und
verliert die tatsächlichen Wünsche aus dem Blick? Warum ist es in
Beziehungen oft so schwer, die wirklichen Wünsche zu äußern? Darüber
diskutieren Kristina Roth und Jo Frühwirth mit ihren Gästen:
    
    Amelie Fried, Fernsehmoderatorin und Buchautorin. Ihr Lebensmotto:
Intuition, Mut und Glück machen Wünsche wahr.
    
    Irmtraud Tarr Krüger, Musiktherapeutin und Konzertorganistin. Sie
begleitet Menschen auf der Suche nach ihren wahren Wünschen.
    
    Boris Grundl ist seit einem Sportunfall querschnittsgelähmt. Sein
Traum vom "ganz normalen Leben" ist dennoch in Erfüllung gegangen. Er
ist auf dem Weg zum selbständigen Unternehmensberater, hat eine
Tochter und lebt in einer festen Beziehung.
    
    Losang Tashi ist seit vier Jahren buddhistischer Mönch. Er hatte
verschiedene Berufe, aber keiner hat ihn glücklich gemacht. Jetzt ist
sein größter Wunsch, keine Wünsche mehr zu haben.

    Freitag, 21. Dezember 2001  (Woche 51)
    
    Nachgelieferte Gäste beachten!
    
    04.00    Wunschbox
                 Zu Gast: Michael jr. & Helmut Lotti
                 Moderation: Ingo Dubinski
                 Folge 404
                 (Erstsendung: 11.01.2000, Das Erste)

ots Originaltext: SWR
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich,
Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: SWR - Südwestrundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: