SWR - Südwestrundfunk

Musiktage 2001 vollauf gelungen
Mehr als 10.000 Zuschauer sahen 23 Uraufführungen
Hohes musikalisches Niveau

    Donaueschingen/Baden-Baden. Auch in diesem Jahr zogen die
Donaueschinger Musiktage wieder  zahlreiche Künstler und Fachpublikum
aus dem In- und Ausland an: Alle Veranstaltungen waren ausverkauft.
Mit 23 Uraufführungen von Künstlern aus elf Nationen, sämtlich
Auftragswerke des Südwestrundfunks, 135 Künstlern (ohne Mitglieder
der beiden großen Orchester) und mehr als 10.000 Zuschauern an drei
Tagen (19.10. - 21.10.) bezeichnete Köhler die Musiktage 2001 als
"vollauf gelungen". Dieses Lob gebühre "in erster Linie dem hohen
künstlerischen Niveau der Kompositionen, der Experimentierfreudigkeit
der eingeladenen Komponisten und der souveränen Leistung der
Interpreten."
    
    Im Zentrum des internationalen Interesses standen die beiden
Orchesterkonzerte mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und
Freiburg unter der Leitung von Johannes Kalitzke und Sylvain
Cambreling. Im Eröffnungskonzert am Freitagabend wurde neben einem
"Konzert für Klavier und Electronics" des Österreichers Wolfgang
Mitterer und der Orchesterkomposition "The Tree of Live" der
Australierin Liza Lim das multimediale Stück "Sintflut" von Detlef
Heusinger uraufgeführt: ein aufwändig produziertes Videotriptychon
mit Live-Orchester und mehrkanaligem Tonband. Im Abschlusskonzert am
Sonntagabend stand mit dem 27-jährigen Münchner Jörg Widmann einer
der jüngsten Komponisten des diesjährigen Festivals auf dem Programm.
Neben seiner "Implosion" betitelten Komposition für Orchester wurden
"La Navette" von James Dillon und "Orpheus' Bücher" von Beat Furrer
uraufgeführt. Herausragende Interpreten bestimmten auch das
Kammerorchesterkonzert am Samstagnachmittag. Unter der Leitung von
Peter Eötvös spielte das Radio Kammerorchester Hilversum die
Kompositionen "Polyskopie" von Clemens Gadenstätter, "Here (to be
found)" von Michel van der Aa, "Ovals" von Alvin Lucier und "Circle
of Time" von Takuya Imahori. Weitere Höhepunkte des diesjährigen
Programms waren die Szenischen Kammermusik am Sonntagvormittag mit
Dieter Schnebels "NN für mobile Körper-Stimmen und stationäre
Instrumente", das Ensemblekonzert am Samstagvormittag mit Werken der
Jazz-Schlagzeuger Michael Wertmüller, "Die Zeit. Eine
Gebrauchsanweisung" und Sven-Ake Johansson, "Polis, Wachs und Pomade"
und einem Solo-Posaunenstück von Martin Smolka gespielt von Mike
Svoboda. Von der gegenwärtigen Tendenz, die Grenzen zwischen
improvisierter und notierter Musik zu verwischen, zeugte auch Renaud
Garcia-Fons' "Navigator Projekt" in der SWR-Jazz-Session am
Samstagabend.
    
    Die nächsten Donaueschinger Musiktage finden von 18. bis 21.
Oktober 2002 statt. Im Gegensatz zu den Festivals der Jahre 2000 und
2001, die ohne eine explizite Themenstellung konzipiert waren, wobei
sich jedoch ein Schwerpunkt auf visuelle Elemente und
Konzertinstallationen herauskristallisiert hat, werden sich die
Kompositionen der Donaueschinger Musiktage 2001 verstärkt mit dem
Themenkomplex "Musik und Sprache" auseinandersetzen.
    
    Auch in diesem Jahr wurden die Donaueschinger Musiktage im
Internet mit Web-Reportagen und einem umfangreichen Online-Angebot
begleitet. Sie finden dieses Angebot sowie Informationen zu
Komponisten und Werken nebst Sendeterminen im Internet unter
www.swr.de/donaueschingen.
    
    Bilder von den Donaueschinger Musiktagen 2001 finden Sie im
Internet ab Montag, 22.10., 14.00 Uhr, unter
www.swr.de/presse/pressebilder/bilder.html
    
    Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter
www.swr.de/presse/news/index.html.
    
    
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