SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Programmhinweise von Freitag, 2. November 2001 (Woche 44)bis Freitag, 23. November 2001 (Woche 47)

    Baden-Baden (ots) -

    Freitag, 2. November 2001 (Woche 44)
    
    21.45    Thema M ... wie Menschen
                 Anstand, Fleiß und Ehrlichkeit
                 Welche Werte zählen wirklich?
                 mit Kristina Roth und Jo Frühwirth
    
    Selbst bezeichnet er sich als "Messias im Geschlechterkampf",
andere titulieren ihn "Kotzbrocken der Nation". Ingo Appelt, scheute
sich bisher nicht, Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten.
"Komiker sind Grenzgänger" sagt er. "Es gibt wohl keine Peinlichkeit,
die ich ausgelassen habe". Letztes Jahr wurde die Ingo-Appelt-Show
bei
    Pro 7 kurzfristig aus dem Programm genommen, weil Kinderpuppen von
Erwachsenen wie ein Fußball durch das Studio gekickt wurden. Das ging
dem Sender zu weit. deshalb hat thema M Ingo Appelt eingeladen bei
der Sendung "Anstand, Fleiß und Ehrlichkeit" mitzudiskutieren.
Kristina Roth und Jo Frühwirth wollen wissen, kennen wir tatsächlich
keinen Anstand mehr und keine Werte? Welches Vorbild geben wir
unseren Kindern mit auf den Weg. Weitere Gäste sind: Rosemarie
Wrede-Grischkat, eine moderne Benimm-Trainerin für Top Manager;
Thurid Pörksen, eine Pastorin im Kampf gegen Jugendgewalt und Michael
Grant, Schriftsteller und Gesellschaftskritiker. "Menschliche
Grundwerte wie Güte Redlichkeit und Toleranz sterben in unserer
Aggressionsgesellschaft zunehmend aus", sagt Grant.
        
    
    Mittwoch, 7. November 2001  (Woche 45)
    
    Korrigierten Untertitel beachten!
    
    21.00    Schlaglicht
                 Invasion der Kuscheltiere
                 Reportage von Wolfgang Huhn
    
    Sie kommen nachts und machen sich über Biotonnen und Obstbäume
her. Ihre Schlafplätze haben viele schon vom Wald in die Häuser oder
auf die Dachböden verlegt. Der ätzende Urin zerfrisst Dachbalken und
die Geräusche lassen die Bewohner nicht schlafen. Waschbären aus
Amerika sind zur Plage in Deutschland geworden. In den dreißiger
Jahren wurde ein Pärchen in der Nähe von Kassel, am Edersee,
ausgesetzt. Heute schätzt man, dass bis zu einer Millionen Bären
Deutschland bevölkern. Nordhessen und Niedersachsen sind ihr
"Eldorado". Kassel gilt als die "europäische Hauptstadt" der
Waschbären. Immer mehr Bewohner der nordhessischen Stadt sind von den
auf den ersten Blick kuscheligen Tieren genervt. Sie verbarrikadieren
mittlerweile den Aufstieg zu den Dächern, um sich vor der "Invasion
der Plagegeister" zu schützen. Wer sie erst mal im Haus hat, wird sie
kaum wieder los. Einer ihrer beliebtesten Übernachtungsplätze sind
Kaminzüge. Wolfgang Huhn beobachtete über mehrere Wochen
Hauseigentümer im Kampf mit den "Plagegeistern im Kamin". Er
begleitete eine Forschergruppe, die Waschbären mit Peilsendern
verfolgt, um mehr über ihre Lebensgewohnheiten herauszubekommen.
    
    
    Donnerstag, 8. November 2001  (Woche 45)
    
    Korrigierten Untertitel beachten!
    
    05.30    Schlaglicht (WH von MI)
                 Invasion der Kuscheltiere
                 Reportage von Wolfgang Huhn
    
        
    Samstag, 10. November 2001  (Woche 46)
    
    Geänderten Beitrag beachten!
    
    18.00    (VPS 17.59)
                 Fahr mal hin (WH von DO)
                 Backesbrot und Bauernnot
                 Auf der Raiffeisenstraße durch den Westerwald
                 Ein Film von Jutta Kastenholz
                 (bis 18.30)
        
    
    Sonntag, 11. November 2001 (Woche 46)
    
    14.00
                 Blumenkorso Bad Ems
                 Moderation: Beatrix Reiss, Manfred Wolf und Julia Klöckner
    
    Der Bad Emser Blumenkorso zählt seit Jahren zu den großen der Welt
und ist die größte rollende Blumenschau Deutschlands. Kilometerlange
Blüten-Karawanen und europäische Musikkapellen ziehen durch die
Straßen der charmanten Kurstadt an der Lahn. Millionen von Blumen,
Hundertausende Schnittblumen werden für die historischen Bauten, für
Schiffe, für Motive aus Filmen und Märchen benötigt - und versetzen
die Zuschauer ins Staunen.
    
    
    Sonntag, 11. November 2001  (Woche 46)
    
    15.30    Fahr mal hin
                 Bad Ems - Kaiserliche Bäderpracht
                 Ein Film von Rüdiger Diezemann
    
    Kuren wie zur Kaiserzeit im Staatsbad Ems an der idyllischen Lahn:
Das verspricht "Fahr mal hin" in seiner neuesten Ausgabe. Wo sich vor
hundert Jahren der europäische Hochadel ein Stelldichein gab, kann
der Nostalgiker noch heute in stilechter Kulisse sein "Kränchen"
schlucken. Alle Sommer wieder beim Jacques Offenbach-Fest, der
Kaiserregatta oder dem farbenprächtigen Blumenkorso werden die
glanzvollen Zeiten lebendig, als hier mit der "Emser Depesche"
Weltgeschichte geschrieben wurde.
    
    
    Sonntag, 18. November 2001 (Woche 47)
    
    15.30    Treffpunkt
              
                 Abendmelodie aus Dischingen
    
    Diese "Abendmelodie" kommt aus der östlichsten Gemeinde
Württembergs, Dischingen. Der Ort auf dem Härtsfeld hat kulturell und
musikalisch so einiges zu bieten: Die Adelsfamilie von Thurn und
Taxis hat hier ihren Sommersitz. Weit über die Landesgrenzen hinaus
bekannt ist die Stumpfes Zieh-und-Zupf-Kapelle. Der Musiker Manfred
Arold von Stumpfes wurde in Dischingen geboren und hat seine Jugend
hier verbracht. Manfred Arold wird dem Moderator der Abendmelodie
Gunter Haug seinen Ort zeigen und zu seinen musikalischen Wurzeln
führen. Mit dabei ist der Musikverein Dischingen, die Jungpfälzer
Musikanten, der Fanfarenzug Dischingen und viele weitere Musiker aus
dem Ort. Gunter Haug besucht auch den fast 90jährigen Alphornbauer
Josef Lanzperger sowie die Landeswasserversorgung in Dischingen.
    
    
    Montag, 19. November 2001  (Woche 47)
    
    20.15    Infomarkt - Marktinfo
                 Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach
    
    Die Themen:
    
    Winterzeit: Schimmelzeit - Gesundheitsgefahr in vielen Wohnungen
    Betriebsrente - Der Staat zahlt dazu.
        
    
    Dienstag, 20. November 2001 (Woche 47)
    
    22.15    Zeichen der Zeit
                 Das Seelenlazarett -
                 Geschichten von Kindern in der Psychatrie
                 Ein Film von Marc Wiese
    
    Mit 13 hatte Kati zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen.
Zweimal schnitt sie sich mit einer Glasscherbe die Adern auf, wurde
nur knapp vom Notarzt gerettet. Jetzt ist sie 15 und seit vier
Monaten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Lüneburg. Kati ist eine
von etwa 50 jungen Patienten. Wie Christina, 11 Jahre alt. Sie ist
verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte. Wenn sie ein anderes Zimmer
betritt, schaut sie zu Boden. Sie hat Angst davor, einen Stuhl, einen
Schrank oder ein Spielzeug zu sehen. Panische Angst, neue Gegenstände
zu entdecken. Denn sie leidet unter dem Zwang, ihrer Mutter alles
zeigen zu müssen, was sie sieht. Weinend ruft sie, dass sie das
"Zeigegefühl" nicht aushalte. Sie weiß, dass sie ihren Zwang nicht
erfüllen kann. Die Folge ist eine schwere Depression.
    
    Sara war ebenfalls 11, als ihre Mutter sich umbrachte. Sie lebte
danach mit ihren drei Schwestern beim geschiedenen Vater. Doch eines
Tages kehrt der Vater nicht mehr nach Hause zurück. Er verschwindet
ohne Ankündigung und lässt seine vier Kinder allein. Sara träumt
ständig von ihrer Mutter. Von ihren Erinnerungen getrieben, greift
sie zu Drogen. Um einen Moment zu vergessen. Aus dem Moment wird ein
Dauerzustand. Irgendwann sieht das Jugendamt nur den Ausweg der
Aufnahme in die Kinder- und Jugendpsychiatrie.
    
    Vier Monate hat der Filmautor Marc Wiese die Kinder- und
Jugendlichen in der Psychiatrie begleitet. Sein Film zeigt ihre
Hoffnung, Energie und Lebensfreude, aber auch ihren Schmerz, ihre
Rückschläge und Niederlagen. Um die Wahrnehmung der Jugendlichen von
sich und ihrer Umwelt einzufangen, stellte er ihnen kleine
Amateurkameras zur Verfügung. Es entstanden authentische Szenen, die
viel von dem Leben und der Gefühlswelt dieser Kinder preisgeben.
    
    
    Freitag, 23. November 2001 (Woche 47)
    
    21.45    Nachtcafé
                 Gäste bei Wieland Backes
                 Tabu Tod
    
    Die Ereignisse der letzten Wochen und Monate haben uns vehement
vor Augen geführt, dass der Tod jeden von uns zu jeder Zeit treffen
kann. Eine Tatsache, die wir ansonsten gerne verdrängen. Denn der Tod
- nicht nur der gewaltsame, sondern gerade auch der ganz natürliche
ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Gestorben wird schon lange
nicht mehr daheim im Kreise der Familie, sondern zu 80 Prozent weit
weg hinter den verschlossenen Türen der Krankenhäuser. In Würde
sterben, Sterbende begleiten, Trauer zulassen, das alles setzt die
Auseinandersetzung mit dem Tod voraus. Welchen Trost, welche Hilfe
gibt es für diejenigen, die Angehörige verlieren? Gibt es
Möglichkeiten, sich auf den Tod vorzubereiten? Wieviel gedanklichen
Raum sollten wir dem Tod in unserem Leben einräumen? Wieland Backes
fragt nach im Nachtcafé am 9. November um 21.45.
    
      
ots Originaltext: SWR
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07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285.

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