SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Freitag, 28. September 2001 (Woche 39) - Mittwoch, 3. Oktober 2001 (Woche 40)

    Baden-Baden (ots) -     Moderation: Markus Brock          unter anderem mit folgenden Themen:     Freitag, 28. September 2001 (Woche 39)     23.15  Nachtkultur     Der Schauspieler und sein Jahrhundert - Die Wahrheit über Heinz     Rühmann

    Heinz Rühmann (1902-1994) zählt bis heute zu den populärsten deutschen Schauspielern. Er spielte den Verschmitzten, den charmanten Liebhaber, den guten Freund und den kleinen Mann, der aufmuckt. Unvergesslich seine Rollen als Quax der Bruchpilot, als Pfeiffer mit drei f, als Charley's Tante oder als Hauptmann von Köpenick. Privat war er eher humorlos und pedantisch; umstritten war auch seine Schauspielkarriere im Dritten Reich. Er hat in NS-Streifen mitgespielt und sich 1938 auf nationalsozialistischen Druck hin von seiner ersten Frau, der jüdischen Schauspielerin Maria Bernheim, scheiden lassen. Am 7. März 2002 würde er seinen 100. Geburtstag feiern, und das Jubiläum wirft bereits heute seine Schatten voraus. Verena Knümann hat die neuesten Bücher über Heinz Rühmann gelesen.          Japan in Bregenz - Noh-Theater und Fotografie im Kunsthaus

    Kunstwerke, Architektur und Theater im Einklang - ein
ungewöhnliches Projekt. Das Kunsthaus, nach den Plänen des Schweizer
Architekten Peter Zumthor gebaut, zeigt drei fotografische Serien des
japanischen Künstlers Hiroshi Sugimoto, der erstmals - angeregt durch
die Architektur des Hauses - von allen Fotografien Großformate
angefertigt hat. Das Ergebnis: stilisierte Riesenlandschaften in
schwarz/weiß und abstrakte Fotos, die an Kaligraphien erinnern.
Inmitten der Fotoserie "Pinetrees" (Kiefernbäume) agiert die berühmte
japanischen Noh-Theatergruppe, die vom  27. bis 30.9. in Bregenz
gastiert. Um den traditionellen asiatischen Flair zu komplettieren,
hat Hiroshi Sugimoto dafür auch die Theaterbühne konzipiert. Horst
Brandenburg hat das kontemplative Gesamtkunstwerk aus Architektur,
Fotografie und Theater mit der Kamera begleitet.
    
    Zugabe: der Echo Klassik 2001 für das Trio Parnassus
    Sie sind ein sicherer Garant für hochkarätige Interpretationen
klassischer Klaviertrio-Literatur: das Trio Parnassus mit seinem
Begründer Michael Groß (Cello), dem Geiger Wolfgang Schröder und Chia
Chou (Klavier). Mit hochgelobten Einspielungen haben die drei Musiker
die Herzen der Kammermusik-Liebhaber erobert. Ihr Repertoire
erstreckt sich nicht nur auf die großen Komponisten. In mühsamer
Archivarbeit haben sie viele unbekannte Meisterwerke wiederentdeckt,
die sie erfolgreich auf Tonträger und in die Konzertsäle
zurückgebracht haben. Das Trio ist in der ganzen Welt zu Hause: 1996
gaben sie ihr Debüt bei der legendären "Great Performers Series" in
New York, 1997 in der Master Series in London und 1999 in der
Kammermusikreihe der National Gallery Washington. Jetzt werden sie
mit dem begehrten "Echo Klassik 2001", dem Deutschen
Schallplattenpreis, ausgezeichnet. Am kommenden Sonntag findet im
Baden-Badener Festspielhaus die festliche Preisverleihung statt.
    
    Montag, 1. Oktober 2001  (Woche 40)/26.09.2001
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    21.45 Teleglobus
    Im Reich der Gotteskrieger
    Der Weg der Taliban ins Mittelalter
    
    Seit dem Anschlag auf das World Trade Center ist Afghanistan in
den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Der vermutliche Anstifter,
Osama Bin Laden,  hatte bislang in Afghanistan  seinen Stützpunkt und
wird nach wie vor  dort vermutet. Bereits vor einigen Monaten sorgten
die Taliban für weltweite Empörung, als sie die zum Weltkulturerbe
gehörenden Buddha-Statuen zerstörten. Doch Afghanistan ist nicht nur
das Reich mittelalterlicher Stammeskrieger, als das es heute gilt.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts versuchten verschiedene Kräfte eine
moderne Gesellschaft aufzubauen, die auch den Frauen umfangreiche
Rechte einräumte. 1973 wurde die Republik ausgerufen. Moderne Musik,
Gegenwartstheater, Film und  Literatur konnten sich so frei
entwickeln. Bereits in den 30er Jahren wurden zahlreiche
Universitäten und Hochschulen gegründet, so dass es eine breite
intellektuelle Schicht gibt. Diese lebt heute allerdings überwiegend
im Exil. So hat der islamische Fundamentalismus das moderne
Afghanistan auf dem Gewissen.
    
    Doch wie ist es dazu überhaupt gekommen? Ohne die Unterstützung
durch Pakistan und die USA hätten die Taliban kaum die Macht in
Afghanistan übernehmen können. Ist die Nord-Allianz der ebenfalls
islamistischen Taliban-Gegner wirklich eine Alternative? Der Film von
Mostafa Danesch zeigt die Entwicklung Afghanistans auf und versucht,
auf diese Fragen eine Antwort zu finden.
    
    
    Dienstag, 2. Oktober 2001  (Woche 40)
    
    Nachgeliefertes Thema beachten!
    
    05.30 Teleglobus (WH)
    Im Reich der Gotteskrieger
    Der Weg der Taliban ins Mittelalter
    
    
    Mittwoch, 3. Oktober 2001 (Woche 40)/26.09.2001
    
    22.20 St. Ingberter Pfanne
    
    Hauptpreisträger der "St. Ingberter Pfanne" 2001 sind Malediva &
Florian Ludewig. Das Trio ist der Aufsteiger des Jahres in der
deutschen Kleinkunstszene. Was die zwei androgynen Wesen Tetta und Lo
zusammen mit Pianist Florian ihrem Publikum zu bieten haben, ist ein
ganz persönliches Unterhaltungsuniversum. Mit brillianten Stimmen
singen die Malediven über große Gefühle und den Wahnsinn im Alltag,
ihre skurrilen Dialoge zuckern sie mit süßer Boshaftigkeit. Der
Saarländische Rundfunk zeigt Ausschnitte aus ihrem
Preisträger-Programm "Schaulaufen".
    
    
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