SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Montag, 04.08.14 (Woche 32) bis Donnerstag, 11.09.14 (Woche 37)

Baden-Baden (ots) - Montag, 04. August 2014 (Woche 32)/31.07.2014

Geänderten Programmablauf für BW beachten!

10.10 (VPS 10.09) BW: Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann - Felix Kubola und seine Mission Erstsendung: 30.05.2013 in SWR BW

11.00 (VPS 10.59) BW: Der Schwarzwald - Die Touristen (WH von SO) Erstsendung: 23.10.2013 in SWR/SR

11.15 (VPS 11.00) BW: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg - Gedenkveranstaltung im Landtag Moderation: Georg Weisenberger

12.45 BW: Grünzeug unterwegs - auf der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd (WH von SA) Erstsendung: 02.08.2014 in SWR Folge 2/5

(bis 13.15 - weiter wie mitgeteilt)

Samstag, 30. August 2014 (Woche 36)/31.07.2014

22.50 Xavier Naidoo - Dieser Weg

Ausgerechnet er hat erreicht, was viele vor ihm versucht hatten: "soulig, farbig, gläubig" mit deutschsprachiger Musik zum erfolgreichsten Sänger Deutschlands zu werden. Jedes seiner Soloalben war ein Nummer-Eins-Hit, "Der Spiegel" nannte ihn den "Jesus der Hitparaden". Das "deutsche Sommermärchen" der Fußball-WM 2006 ist mit dem Naidoo-Song "Dieser Weg" untrennbar verknüpft - ein Lied, das die Spieler der Nationalelf als Motivation bei den Fahrten im Mannschaftsbus zum Training und zu den Spielen gehört und mitgesungen hatten.

Die Verbundenheit mit seinem Land, mit Deutschland, ist für Xavier Naidoo, Sohn eines Vaters mit indischen Wurzeln und einer Südafrikanerin, genauso selbstverständlich wie das Bekenntnis zu seiner Heimatstadt Mannheim, die er mit fast schon rührender Liebe besingt. Sein emotionales Bekenntnis zu Deutschland drückt Xavier Naidoo in seinen Texten aus: Kaum ein Sänger geht so lustvoll und spielerisch mit den Worten der deutschen Sprache um.

Der Film zeigt, wie ein Liedtext aus einer kleinen Tonidee entsteht, zeigt die Zusammenarbeit von Xavier Naidoo mit seinem engsten Freund Michael Herberger im Mannheimer Studio. Er zeigt, welches Netzwerk an jungen Musikern die beiden um sich herum geschaffen haben, wie sie sich damit gänzlich autark machen konnten für jede Art von musikalischen Projekten. Und er zeigt, welch unfassbarer Erfolg aus der Idee geworden ist, einen Freundeskreis junger multikultureller Mannheimer Musiker zu den "Söhnen Mannheims" zu machen. Er fragt nach den Gründen für Naidoos Autoverliebtheit ebenso wie nach dem Hintergrund für seine religiösen Texte, über die sich - vor allem in der Anfangszeit seiner Karriere - viele Kritiker aufgeregt hatten.

Trotzdem steht der 42-jährige Mannheimer seither unangefochten an der Spitze der Solokünstler - und es sieht nicht so aus, als würde Naidoo sich auf seinen Erfolgen ausruhen: 4,5 Mio verkaufte Platten, eine eigene TV-Show bei VOX, fünfmaliger ECHO-Gewinner, "Goldene Kamera", "Goldene Stimmgabel", "MTV Europe Music Award" usw.

Xavier Naidoos Weg ist eine der größten Karrieren der deutschen Musikszene, eine Karriere, die aber auch schmerzhafte Brüche aufweist, wie zum Beispiel die Trennung von seinem Entdecker und engsten Musikerfreund Moses Pelham - über ein Jahrzehnt lang prozessierte Naidoo um seine künstlerische Unabhängigkeit.

Die Kamera begleitet ihn auf die Bühne eines großen Open Air-Konzerts vor den Toren seiner Heimatstadt, wo Zehntausende seine Lieder mitsingen. Sie hält aber auch seine Spontaneität fest, wie er immer wieder aus festgefahrenden Bahnen und übervollen Terminkalendern auszubricht. Es ist wie ein ständiges Bemühen, sich nicht als "Popstar" in einer Rolle festzulegen - davon singt er auch, als Rapper-Duo XAVAS mit Kool Savas. Und er praktiziert das, wenn er mit ein paar Musikerfreunden in einem Bus mit aufklappbarer Bühne aufbricht, um kostenlose Straßenkonzerte zu geben - egal wo, egal wer kommt.

"Ein Gipsyleben", sagt er, das er liebt und das er immer wieder mit Hilfsbereitschaft verbindet, z.B. in den Überschwemmungsgebieten Deutschlands, wo er vor Ort spontane Benefizkonzerte für Flutopfer gibt. Sein Projekt "Aufwind e.V." in einem der sozialen Brennpunkte von Mannheim gegen Kinderarmut ist privat finanziert, immer wieder kommt er dort gerne vorbei, gibt Essen aus oder hilft den Kindern nachmittags bei den Hausaufgaben. Oder sein ehrgeiziger Plan, in Mannheim einen Medienpark aufzubauen, auf den riesigen Flächen der von der US-Armee verlassenen "Taylor Barracks", um seine Heimat Mannheim zu einer Stadt des Pop zu machen.

Ein Film über einen großen Star, über seine unglaubliche Heimatliebe und Verwurzelung in Baden-Württembergs zweitgrößter Stadt, ein Film, der zeigt, woraus große Künstler und Menschen ihre Kraft ziehen, was sie antreibt und bewegt.

Donnerstag, 11. September 2014 (Woche 37)/31.07.2014

Nachgelieferten Gast beachten!

23.15 lesenswert

Denis Scheck im Gespräch mit Vincent Klink

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