SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Diesjährige Reihe "Junger Dokumentarfilm" startet am 3. September 2001 im Südwestfernsehen

    Baden-Baden (ots) -

    "Nichts ist spannender als die Wirklichkeit". Alle vier Filme sind von jungen Autorinnen gestaltet.

    Mit dem Film "Der Madendoktor" startet der Südwestrundfunk (SWR)
in Baden-Baden am Montag, 3. September 2001 die diesjährige Staffel
der Reihe "Junger Dokumentarfilm". Der SWR zeigt in diesem Jahr
jeweils montags um 22.45 Uhr im Südwestfernsehen vier 60-minütige
Dokumentationen, die in Zusammenarbeit mit der Ludwigsburger
Filmakademie und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg
entstanden sind. In der neuen Staffel sind vier Dokumentationen zu
sehen, die von vier jungen Autorinnen der Ludwigsburger Filmakademie
gedreht wurden. Die Themen der Beiträge sind vielfältig und wollen
von der couragierten Art der Nachwuchsfilmer zeugen, sich schwierige
Themen anzueignen.
    
    Der Film "Der Madendoktor" der aus Augsburg stammenden Autorin
Sandra Hacker zeigt ein Porträt des Kriminalbiologen Mark Benecke.
Das Spezialgebiet des Kölner Biologen sind leichenbesiedelnde
Insekten. In "So jung kommen wir nicht mehr zusammen" am 10.
September zieht Vera Vogt die Bilanz einer Jugendclique. Die
Hamburger Filmemacherin fragt, was nach zehn Jahren von den
Lebensutopien der jungen Menschen in Erfüllung gegangen ist. "Hands
up!" am 17. September ist ein Film von der aus Lindau am Bodensee
gebürtigen Nic Nagel, die über die Bühnenarbeiter der
Schlossfestspiele in Ludwigsburg debütiert. Der am 24. September im
Südwestfernsehen laufende Film "Der Wind ist aus Luft" ist dem
Lebensglück auf der Spur. Elf Protagonisten zwischen Ostsee und den
Alpen geben individuelle Antworten auf die Fragen nach der
Beschaffenheit des Glücks. Der filmische Essay der aus Dresden
stammenden Marina Kem wird bereits am 12. September um 23.50 Uhr im
deutsch-französischen Kulturkanal arte gesendet. Betreut wurden die
Filmstudenten während der Entstehung ihrer filmischen Arbeiten vom
Dokumentarfilmer Thomas Schadt ("Kanzlerbilder", Neuinterpretation
des Stummfilmklassikers "Sinfonie einer Großstadt"), der an der
Ludwigsburger Filmakademie als Hochschullehrer tätig ist.
    
    
    An die Redaktionen Medien/Feuilleton
    
    "Nichts ist spannender als die Wirklichkeit", heißt es unter
Fernsehmachern, wenn sie versuchen, den derzeitigen Boom des
Dokumentarischen zu erklären. Und unter diesem Motto steht auch der
"Junge Dokumentarfilm", so SWR-Redakteur Frank Hertweck. "Die Macher
sind noch auf der Hochschule oder kommen gerade von der Universität.
Der Blick der Filmemacher ist deshalb unverbraucht, der Zugang zur
Wirklichkeit frisch, manchmal ungestüm." Auch spielten Ideologien in
den Filmen der im vergangenen Jahr begründeten SWR-Reihe keine Rolle
und der subjektive Blick der jungen Filmemacher dominiere, so
Hertweck weiter.
    
    Gemeinsam ist den verschiedenen Arbeiten der diesjährigen
Dokumentarfilmreihe, dass sie alle von Frauen gemacht wurden. Aber
selbst auf den ersten Blick könnten die Ergebnisse nicht
unterschiedlicher ausgefallen sein. Die Arbeiten spielen in Hamburg,
Köln und Ludwigsburg oder in einem imaginären Land des Glücks wie im
Film "Der Wind ist aus Luft". "Die Temperamente der Autorinnen und
ihrer Werke sind dabei so verschieden, wie ihre Themen: Crime,
Jugend, Arbeit, Glück. Gemein haben die Beiträge aber, dass bei allen
die Musik eine große Rolle spielt", fasst Hertweck die aktuelle Reihe
zusammen. Es sind für ihn Filme der "MTV-Generation". Das heißt, dass
sie weitgehend alle technischen Möglichkeiten nutzten, zumeist ohne
Scheu und Berührungsängste verschiedenste Kamerastile verarbeiteten
und vom fotografischen Bild bis hin zur Wackelkamera alle
filmtechnischen Effekte aufgegriffen haben. Dabei kennen die Filme
keine Genregrenzen. So beginnt der Film über den "Madendoktor" wie
ein Krimi oder die Dokumentation "Hands up!" mutet wie ein
Theaterstück an.
    
    Die Reihe "Junger Dokumentarfilm" ist nach eigenem
Selbstverständnis der Wirklichkeit als Basis jeglichen
dokumentarischen Filmschaffens verpflichtet. Besonders der Film
"Nachttanke" von Samir Nasr über eine Tankstelle während der
Fußball-WM 1998, der am 27. August 2001 im Südwestfernsehen
wiederholt wird, hat dies gezeigt. Und so stellt nach dem
erfolgreichen Start der selbst noch jungen Jungfilmer-Reihe im
vergangenen Jahr die nun zweite Dokumentarfilmreihe junger Autoren
erneut einen originellen und unverstellten Blick auf die Wirklichkeit
dar.
    
    
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    Fotos zur neuen Staffel "Junger Dokumentarfilm" in
Download-Qualität bei Angabe des Sendetitels unter www.ard-foto.de
    
    
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