SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): Bewegung, Sonne und Mittelmeerkost halten gesund
SWR-Fernsehdokumentation verurteilt Diätenwahn

    Baden-Baden (ots) - Der Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden hat den in der Gesellschaft weit verbreiteten "Diätenwahn" verurteilt. In einer Dokumentation des Südwestfernsehens wird davon gesprochen, dass 95 Prozent aller Diäten scheitern und die meisten Hungernden kurz nach einer Abmagerungskur mehr wiegen als zuvor. Besonders die vermeintliche "Dämonisierung jeglicher Fette" als Dickmacher wird in dem Beitrag aus der Reihe "Zeichen der Zeit" am 28. August um 22.15 Uhr scharf kritisiert. Vielmehr seien regelmäßige Bewegung wie etwa Schwimmen und Radfahren, viel frische Luft, dosiertes Sonnenlicht und eine leichte Ernährung wie im Mittelmeerraum mit Olivenöl, viel frischem Gemüse, Fisch und einem Glas Rotwein die besten Garanten für Gesundheit, Wohlempfinden und Normalmaß.          In der Südwest-Dokumentation "Die Diätenfalle - vom sinnlosen Hungern" hält die Autorin und Lebensmittelchemikerin Karin Haug fest, dass die Mittelmeerdiät "die einzige Kostform ist, die wissenschaftlich nachgewiesen überhaupt einen Nutzen für die Gesundheit zeigt". Haug verdeutlicht in ihrem 45-minütigen Beitrag ferner, dass nach neueren ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem Umweltbedingungen und der Lebensstil für das Dickwerden und damit für gesundheitliche Probleme verantwortlich seien. "Zu wenig Bewegung, mangelndes Tageslicht und zu viele Fertiggerichte lassen die Menschen dick werden", so Haug weiter. Diäten hingegen seien kein Ausweg aus diesen fehlerhaften Lebensgewohnheiten. Das Barbie-Schönheitsideal trage zusätzlich zu überzogenen Schlankheitsnormen bei, an dem die Diätprodukte-Industrie reichlich profitiere. Bereits jedes vierte Mädchen im Alter von zwölf Jahren habe bereits eine Hungerkur hinter sich.          Schützenhilfe bei der Verurteilung des "Diätenwahns" erhält Filmautorin Haug vom Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm. Der Lebensmittelexperte und Mitglied der Deutschen Weinakademie arbeitet im Bereich der Infarktprophylaxe. Herzattacken zu vermeiden geht nach Worms Meinung eher mit natürlichen Dingen und weniger mit der Verteufelung des Cholesterins. Das machte den ärztlichen Beistand der SWR-Koch- und Ernährungssendung "Was die Großmutter noch wusste" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und unter vielen Fachkollegen unbeliebt. In der aktuellen Fernsehdokumentation betont Worm, dass "das Fett die letzten Jahrzehnte dämonisiert wurde". Doch die wissenschaftlichen Daten hierfür existierten nicht. Es sei vor 40 Jahren in den USA eine Lawine losgetreten worden und die Verurteilung des Fettes zum "medizinischen Dogma" erhoben worden, so Worm weiter. Und auch für den Chefarzt des Kantonspitals in Winterthur, Peter Ballmer, sei es "wichtiger, welche Art von Fett wir zu uns nehmen, als wieviel".          Diesen Text zum Herunterladen finden Sie im Internet unter www.swr.de/presse/news/index.html     

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