SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Dienstag, 11. September 2001 (Woche 37) - Mittwoch, 26. September 2001 (Woche 39)

    Baden-Baden (ots) -    

    21.45    Blickpunkt Europa
                 Der Zirkus-Koch und seine Brüder
    
    Nour-Eddine Oulouda ist seit 14 Jahren Koch beim Zirkus Knie in
der Schweiz. Von März bis November versorgt er die Truppe auf ihrer
Tournee durch 50 Schweizer Städte. Von November bis Februar kümmert
er sich um seine Mutter in Salé, einer Nachbarstadt von Rabat. Für
ihn ist seine Mutter die beste Köchin, ihre gefüllten Sardinen
bringen ihn zum Schwärmen. Er selbst hat in den besten Restaurants
Marokkos gelernt, und war zwei Jahre in Saudi-Arabien. Eine
Zirkusküche ist abgezirkelt wie im Flugzeug: ein Küchenwagen, in dem
außen Waschbecken und Zahnputzbecher für die "Kunden" eingebaut sind,
ein Speisewagen, ein Waschmaschinenwagen. Aber komplizierter als die
Platzverhältnisse, sind die Geschmäcker der verschiedenen
Nationalitäten: Polen wollen alles paniert, Chinesen nur Salat,
Marokkaner kein Schwein und alle hassen Gulasch, weil das Fleisch da
nur klein geschnitten vorkommt und nicht in großen Stükken.
Nour-Eddine herrscht in seiner Miniküche über vier Mitarbeiter
(Polen, Russen) und ist in allen Coops der Schweiz als Einkäufer
bestens bekannt. Nour-Eddine hat vier Geschwister - alle außer ihm
sind in der Schweiz geblieben und inzwischen Schweizer Staatsbürger.
Einer ist Stallmeister im Hauptquartier des Zirkus Knie in
Rapperswil, einer lernte Bäcker, einer ist sogar Schweizer Beamter
geworden.
    
    Mittwoch, 12. September 2001 (Woche 37)
    
    23.20  Diebe haben Vorfahrt
                (Go to Blazes)
                Spielfilm GB 1961
                Rollen und Darsteller:
                Bernard      Dave King
                Eddie         Robert Morley
                Harry         Daniel Massey
                Alfie         Norman Rossington
                Chantal      Maggie Smith
                Colette      Coral Browne
                und andere
                Autor: Patrick Campbell, Vivienne Knight
                Regie: Michael Truman
    
    Kurzinhalt: Krimikomödie und Persiflage: Ein Gaunertrio, das immer
wieder nach seinen Raubzügen von der Polizei erwischt wird, vernarrt
sich in die Idee, mit einem Feuerwehrauto müsste jede Flucht
gelingen.
    
    Sympathisch, erfindungsreich und phantasievoll, doch leider ist
auch kein Schaufenster eines Juwelierladens oder Banksafe vor ihnen
sicher: So sind die drei Ganoven Bernard, Alfie und Harry. Als sie
wieder einmal nach einem Diebeszug von der Polizei geschnappt werden,
kommt ihnen ein Geistesblitz: Mit einem Feuerwehrauto, das im Einsatz
überall Vorfahrt hat und bei dem jeder andere Wagen, sogar die
Polizei, anzuhalten hat, müsste doch jede Flucht gelingen. Da ein
neues Gefährt viel zu teuer ist, entwerfen sie einen raffinierten
Plan. Sie tauschen heimlich ein altes Feuerwehrauto, das sie auf
einem Schrottplatz erstanden haben, in einer listigen Nacht- und
Nebelaktion gegen ein neues Modell aus. Doch das Auskundschaften des
Objekts der Begierde gestaltet sich chaotisch, insbesondere der
flotte Harry muss großes Improvisationstalent beweisen, als er sich
unversehens in einem Modesalon wiederfindet und dabei die charmante
Chantal kennenlernt. Währenddessen werden die uniformierten
"Feuerwehrmänner" Bernard und Alfie, die mit ihrem neuen Gefährt um
einen Häuserblock fahren und auf Harry warten, unfreiwillig zu einem
echten Notfall in der Nachbarschaft geholt.
    
    
    Donnerstag, 13. September 2001 (Woche 37)
    21.00  Fahr mal hin
                Im Tal der Nied - Grafen, Schäfer, scheue Nixen
                Film von Wolfgang Felk
    
    Deutsche Nied und Französische Nied nennen sich die beiden Arme
des Flüßchens, bevor sie sich zur gemeinsamen Nied vereinigen. Sie
markieren jedoch nicht die heutige Staatsgrenze zwischen Deutschland
und Frankreich. Vielmehr erinnern sie an die alte Sprachen- und
Kulturgrenze zwischen dem fränkischen und dem romanischen
Kulturkreis, die hier im 7. und 8. Jahrhundert allmählich entstand.
Auf dieser alten Grenze an der 'Nied francaise' steht auch das
Schloss Pange. Errichtet wurde es 1720 auf den Fundamenten einer
Burg, von der aus einst die Grenz- und Wegezölle kassiert wurden.
Heute lebt hier die Familie des Marquis Roland de Pange mittlerweile
in der 13. Generation. Gerne öffnet der Marquis sein Schloss für
Besuchergruppen und erzählt aus der Familiengeschichte. Im Vergleich
zur recht feudalen französischen Nied gibt sich die deutsche Nied
rustikaler, aber auch geheimnisvoller und romantischer. Sie
durchstreift baum- und buschgesäumte Wiesen, säumt alte Lothringer
Bauernhäuser und romantische Mühlen. Hier ist auch das Revier der
vielbesungenen 'Nidnix', einer kleinen, scheuen Wassernixe, die jedem
erscheint, der nur fest genug an sie glaubt.
    
    'Fahr mal hin' lädt außerdem noch ein zum Besuch des Schlosses
Urville, das einst Kaiser Wilhelm zu seiner Residenz erkor. Auch das
'Maison Lorraine' ist ein lohnendes Ausflugsziel, um der regionalen
Kultur an der Nied nachzuspüren, Hochzeitsbräuche oder
moselfränkische Literatur kennen zulernen. An die Geschichte im
Grenzland werden Besucher erinnert, wenn sie sich aufmachen, mit
einer kleinen, unterirdischen Bahn durch einen 10 Kilometer langen
Stollen in die Bunkeranlagen der Maginot-Linie zu fahren. Dort, wo
die Nied auf dem letzten Stück ihres Weges jenseits der Grenze im
Saarland ankommt, stehen noch ein Abstecher zur Burgruine Siersburg
und zu den letzten Erdbeerbauern von St. Barbara auf dem Programm.
    
    Samstag, 15. September 2001 (Woche 38)
    00.50  Die St. Ingberter Pfanne
                Der saarländische Kleinkunstpreis 2001
    
    Der saarländische Kleinkunstpreis "St. Ingberter Pfanne" gewinnt
immer mehr Anhänger. 142 Bewerbungen gingen dieses Jahr aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Auswahlgremium ein. Die
strenge Wertung der Jury überstehen am Ende nur zwölf Kandidaten. An
vier Wettbewerbsabenden zeigen diese Kabarett, Komik und Kleinkunst
auf höchstem Niveau. Ausgelobt werden zwei gleichrangige Preise für
die Gewinner der St. Ingberter Pfanne sowie ein Publikumspreis.
Ausschnitte aus den Preisträger-Programmen zeigt der Saarländische
Rundfunk jeweils am 15. September und im Dezember 2001.
    
    
    Mittwoch, 19. September 2001 (Woche 38)
    21.00  Schlaglicht
                Aktion Rififi -
                Der Euro wird ausgeliefert
                Eine Reportage von Ingo Blank und Wolfgang Huhn
    
    Die neue Euro-Währung liegt in Kisten verpackt für die
Auslieferung an Banken und Handelshäuser bereit. Sicherheitsstufe
eins herrscht landauf landab. Kriminelle Machenschaften sollen
verhindert, Fälschern das Handwerk gelegt werden. Im
Bundeskriminalamt beschäftigt sich eine Spezialeinheit mit den
Gefahren, die einer reibungslosen Verteilung der
Milliarden-Euro-Bestände im Wege stehen. Vom Druck bis zur Ausgabe
der neuen Euromünzen und Euroscheine gilt es, keine Angaben über
Herstellungstechniken und schon gar nicht über die Routen des neuen
Geldes zu machen. Die Schlaglicht-Reportage begleitet
Sicherheitskräfte und Bankenmitarbeiter, die zur Zeit auch den
geordneten Abschied von der Mark organisieren. Gerade die Vernichtung
der alten Markbestände stellt eine erhebliche organisatorische
Herausforderung dar. Zusätzlich zur technischen Abwicklung laufen die
Schulungen der Mitarbeiter in Handelsketten auf Hochtouren.
    
    
    Donnerstag, 20. September 2001 (Woche 38)
    21.00 Fahr mal hin
              Stadt der weißen Steine -
              Ingelheim am Rhein
              Ein Film von Lutz Offenhammer
    
    Wo der Rhein gemächlich fließt und eine große Breite erreicht, da
liegt Ingelheim. Hier, zwischen Mainz und Bingen, laden
naturgeschützte Inseln und Auwälder laden zu Erkundungstouren. In
einiger Entfernung zum Fluss erhebt sich der historische Ortskern,
geprägt durch mittelalterliche Befestigungsanlagen aus Kalkstein.
Wahrzeichen der Stadt ist die Burgkirche mit ihrer Wehrmauer, reichen
Decken-malereien und einem Chorfenster aus dem 15. Jahrhundert. Karl
der Große residierte oft in Ingelheim und ließ hier eine Kaiserpfalz
bauen, in der er die Regierungsgeschäfte führte. Die Reste des
riesigen Palastes werden nach und nach von Archäologen freigelegt und
restauriert. Im landwirtschaftlich genutzen Umland von Ingelheim
wechseln sich Weinberge, Kirschplantagen und Spargelfelder ab.
    
    Mittwoch, 26. September 2001 (Woche 39)
    
    21.00  Schlaglicht
                Einmal im Kampfjet - Wunschträume hat jeder
                Eine Reportage von Erich Schütz
    
    Die großen Jungs sind ihre besten Kunden. Angeschleppt werden sie
meist von ihren Ehefraue n. Ihr Leben lang trugen sie bisher
unerfüllbare Wünsche mit sich herum. Jetzt sollen sie erfüllt werden:
Claudia Graszek betreibt in Kirchheim/Pfalz die erste und bisher
einzige Wunschagentur in Deutschland. Die Chefin: "Ich will Menschen
glücklich machen, Wunschfee ist mein Traumberuf." Frauen wollen meist
mal ein Raubtier streicheln, mit einem richtigen Star aus dem
Showbusiness zusammentreffen oder Karten für ein einzigartiges
Konzert ergattern. Kleine Wünsche, leicht zu erfüllen für Claudia
Graszek. Männer dagegen wollen meist mehr: im Formel-Eins-Boliden
über eine Rennstrecke düsen, im 1000-PS-Truck über Stock und Stein
fegen oder, wie jetzt Helmut Gross, einmal im Kampfjet im Tiefflug
über die Erde schießen. Helmut schaute schon als kleiner Junge mit
Begeisterung den Ungeheuern am Himmel nach. Und seither hat er nur
diesen einen Wunsch: einmal im Kampfjet fliegen. Heute ist Helmut
fast 50 Jahre alt, sein Wunsch ist geblieben. In Hannover hat er eine
eigene Sportmaschine und natürlich den Pilotenschein, aber eben nur
für seine Propeller-Maschine. Er hat überall versucht, einmal in
einem Kampfjet zu sitzen, Wunschfee Claudia Graszek erfüllt jetzt
seinen Wunsch.
    
    Claudia Graszek ist 43 Jahre alt. Auf die Idee zur Gründung einer
Wunschagentur brachte sie eine Freundin. Zuvor hatte sie in der
Werbebranche gearbeitet. Viel Streß und wenig Spaß. Heute ist sie
glücklich. Sie hat eine Oma durch einen Eiskanal flitzen lassen, sie
hat einen Mann aus seinem eigenen Haus aus 25 Meter Höhe auf ein
Trampolin springen lassen, sie hat einer 69-jährigen Dame einen
Alligator verschafft. "Nicht alles ist machbar", sagt sie, "aber viel
mehr als wir uns denken". Das Schlaglicht begleitet Helmut, wenn er
im Jet fliegt, und ist dabei, wenn ein neunjähriges Mädchen auf ihren
Star (Hulk Hoogan) trifft und wenn eine 40-jährige Hausfrau einen
Elefanten dressiert.
    
    
ots Originaltext: SWR (Südwestrundfunk)
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