SWR - Südwestrundfunk

SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Donnerstag, 22.05.14 (Woche 21) bis Mittwoch, 25.06.14 (Woche 26)

Baden-Baden (ots) - Donnerstag, 22. Mai 2014 (Woche 21)/19.05.2014

21.00 Marktcheck

Diesmal mit folgenden Themen:

   - Vorsicht Abzocke: Am Telefon ist eine Dame, die ein falsch 
     zugestelltes Paket weiterleiten und dazu die Adresse abgleichen 
     will. Statt des Pakets, flattert kurz darauf die Rechnung eines 
     Telefonunternehmens ins Haus: 90 Euro für eine 
     Telefondienstleistung. Wer sich weigert zu zahlen, wird mit 
     Mahnungen und Schreiben von Inkassobüros eingeschüchtert. Eine 
     Masche, mit der Betrüger im ganzen Bundesgebiet derzeit auf 
     Beutezug gehen. "Marktcheck" zeigt, mit welchen Tricks die 
     Betrüger arbeiten. 
   - Die Grillsaison ist eröffnet. Ganz weit vorne auf der 
     Beliebtheitsskala sind gebrühte Bratwürste. Vom Discounter bis 
     zur Markenwurst ist das Angebot im Kühlregal groß. Doch welche 
     sind wirklich lecker und wie schlagen sich die Würste bei der 
     Laboruntersuchung? "Marktcheck" hat sechs Bratwürste großer 
     Discounter und Markenhersteller getestet. 
   - Fahrradfahren ist beliebt. Über 70 Millionen Drahtesel gibt es 
     in Deutschland, deutlich mehr als Autos. Jeden Tag kommen sich 
     die verschiedenen Verkehrsteilnehmer in die Quere. Autofahrer 
     klagen über Fahrrad-Rowdys und Radler schimpfen über 
     rücksichtslose Autofahrer. Nicht selten entsteht Ärger, weil die
     Verkehrsregeln nicht bekannt sind. "Marktcheck" klärt auf. 
     Studio-Gast Karl-Dieter Möller ist Rechtsexperte und erläutert 
     weitere Fragen rund ums Thema Rechte von Fahrradfahrern. 
   - Der Gartenschlauchadapter von Gardena hat vor mehr als 50 Jahren
     den Grundstein des Erfolges gelegt. Heute stellt die Firma rund 
     1.000 verschiedene Produkte rund um den Garten her und verkauft 
     sie in die ganze Welt. Wie hoch ist die Qualität der 
     Gartengeräte und wie geht das Unternehmen mit seinen 
     Mitarbeitern um? 
   - Mücken-Mythen: Der Winter war mild, jetzt droht eine 
     Mückenplage. Sobald die Temperaturen weiter steigen, beginnen 
     die Larven zu schlüpfen. Es gibt viele Tipps, wie man die 
     Plagegeister am besten vertreibt. Knoblauchkonsum und technische
     Hilfsmittel, die mit Schall arbeiten, sollen helfen. Doch stimmt
     das? Oder sind all das Mücken-Mythen? 

Donnerstag, 22. Mai 2014 (Woche 21)/19.05.2014

23.15 lesenswert

Thea Dorn im Gespräch mit Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe, Büchner-Preis- und Rucksackträgerin, wurde spätestens mit ihrer ziemlich unwahren, dafür sehr unterhaltsamen Autobiographie "Hoppe" bekannt. Wenn sie von Weltreisen mit dem Containerschiff erzählt oder von Johanna von Orleans, dann muss man nicht alles glauben. Aber lieben tun es ziemlich viele mittlerweile.

Felicitas Hoppe erzählt Thea Dorn bei "lesenswert" ihr Leben in drei Büchern:

Carlo Collodi: "Pinocchios Abenteuer" "Das Nibelungenlied" (übertragen in Prosa) Sascha Sokolow: "Die Schule der Dummen"

Donnerstag, 05. Juni 2014 (Woche 23)/19.05.2014

23.15 lesenswert

Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Katja Petrowskaja und Peter Härtling

Die gebürtige Ukrainerin Katja Petrowskaja ist Schriftstellerin und Journalistin. Als Journalistin ist sie vor dem Hintergrund der Russland-Krise zur Zeit viel gefragt. Ihr mit vielen Lorbeeren bedachter Roman droht deshalb etwas unterzugehen. "Vielleicht Esther" erzählt von der Tragödie ihrer jüdischen Familie im Holocaust - aus der Sicht der Enkel, in einem neuen Tonfall. Für Auszüge aus dem Roman erhielt Katja Petrowskaja im vergangenen Jahr im Klagenfurter Literaturwettbeweb den renommierten Ingeborg Bachmann-Preis.

Außerdem zu Gast bei "lesenswert": Peter Härtling ("Shakespeare für Kinder"). Er erzählt "Mein Leben in drei Büchern": James F. Coopers "Lederstrumpf", Helmut Heißenbüttels Gedichte "Kombinationen" und: Theodor Fontane: "Der Stechlin".

Sonntag, 15. Juni 2014 (Woche 25)/19.05.2014

10.00 Jennifer Nitsch - Tod einer Schauspielerin Erstsendung: 08.06.2005 in Das Erste

Beginnt die Geschichte nicht wie ein in Erfüllung gegangener Traum? Ein junges Mächen, bei einer Fernsehproduktion gerade mal zuständig für den Sitz der Krawatten und exakt gebügelter Jacketts, eine kleine Kostümassistentin, wird vor die Kamera geholt. Aus dem Stand, ohne Schauspielausbildung, darf sie einen Satz sagen: 1988 in der ersten Staffel von "Forsthaus Falkenau". Jennifer Nitsch war für ein anderes Mädchen eingesprungen. Der Regisseur Herbert Ashley fragte damals: "Schafft die das überhaupt, die kleine Blonde?" Sie schaffte es.

16 Jahre später, am Sonntag, den 13. Juni 2004, einem wunderbar warmen Frühsommertag, kletterte die Schauspielerin Jennifer Nitsch um 13 Uhr aus dem Fenster ihrer Wohnung im 4. Stock in München-Schwabing auf das Dachgesims. Nach Berichten von Augenzeugen stürzte sie nach wenigen Schritten auf die Straße. Sie war sofort tot. Jennifer Nitsch stirbt zweimal. Auf dem Asphalt der Franz-Josefstraße und im Trommelfeuer der Schlagzeilen.

Es ist, als ob sich die Deutschen vor allem für die Niederlagen und menschlichen Abgründe ihrer Stars interessieren. Bei dem Maler Jörg Immendorf z. B. geht es längst nicht mehr um seine Position in der modernen Kunst. Worüber geschrieben wird ist Kokainmissbrauch, seine unheilbare Krankheit. Von Harald Juhnke scheinen nur mehr die Exzesse und Ausfälle berichtenswert. Auch Roy Black, einer der erfolgreichsten deutschen Schlagersänger, wurde reduziert auf seine Alkoholprobleme. Schlagzeilen dieser Art garantieren der Boulevardpresse die höchsten Auflagen.

Auch bei Jennifer Nitsch wird vor allem über Missbrauch, Alkohol und Drogen berichtet: "3,1 Promille beim Todessturz" - "Obduktionsergebnis: Alkohol und Schmerzmittel" - "Ergebnis der Haaranalyse: Sie nahm Kokain".

Warum geraten gerade Künstler in die Fänge der Drogen-, Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit? Warum können sich manche nicht mehr befreien aus dem Kreislauf von Aufputsch- und Beruhigungsmitteln? Was sind die Ursachen dieser Abstürze? Vielleicht schaffen sie den Spagat nicht, der von Stars, die in der ersten Reihe spielen, verlangt wird: Zwischen der Sensibilität, die ein Gesicht vor der Kamera so außergewöhnlich erscheinen lässt, und dem immer wachsenden Erfolgsdruck. Versagensängste, die Panik vor dem Älterwerden und Sorge um das Ausbleiben des Beifalls kommen dazu. Marilyn Monroe, Romy Schneider, James Dean und viele andere mehr - auch sie wurden Opfer ihres eigenen Starruhms und in einem Leben ohne Bodenhaftung einfach aus der Kurve getragen.

Jennifer Nitsch, "dieses schöne Mädchen, mit einem wunderbaren, klaren Gesicht", wie ihr Kollege Mario Adorf über sie sagt, hat in knapp 16 Jahren über 60 Filmrollen gespielt. Ihren Durchbruch erlebte sie in der Komödie "Allein unter Frauen" (1991, SWF) unter der Regie von Söhnke Wortmann. Für den Fünfteiler "Nur eine kleine Affäre" (1994), Regie: Detlef Rönfeldt, bekam sie den Bayerischen Fernseh- und den Grimme-Preis. Zu einem Star wurde sie in dem ZDF-Zweiteiler "Der Schattenmann" (1995) von Dieter Wedel. Die Produzentin Regina Ziegler sagt über sie: "Jennifer Nitsch hat in der Liga der großen, der Stars gespielt. Wir haben eine der Besten verloren." Und Dieter Wedel: "Es war ihre Fähigkeit, das innere Wesen der Figur sichtbar zu machen. Eine große Präsenz auf der Leinwand und im Fernsehen. Etwas, was man nicht erklären kann."

In einem ihrer letzten Interviews wurde Jennifer Nitsch nach einer Wunschliste von Rollen gefragt, was sie noch gerne spielen würde. "Ich würde gerne in einer Biografie spielen. Mich reizt jede Rolle mit einem krummen Lebensweg." Ihre eigene Biografie, der Weg von der namenlosen Hilfskraft zum Star - sie war eine der Schauspielerinnen mit den höchsten Gagen im deutschen Fernsehen -, steht im Zentrum der Dokumentation von Birgit Kienzle. Kollegen wie Mario Adorf oder Dieter Wedel, Schauspieler, Regisseure, Freunde und Freundinnen geben Auskunft über die steile Karriere und das tragische Ende der Jennifer Nitsch. Der Film über die Kinderanwältin "Judith Kemp", produziert von Regina Ziegler, sollte Auftakt zu einer neuen Reihe in der ARD werden. "Judith Kemp" wurde zu ihrer letzten Rolle.

Montag, 16. Juni 2014 (Woche 25)/19.05.2014

Geändertes Rateteam und Erstsendedatum beachten!

01.50 Dings vom Dach

Die Rateshow um geheimnisvolle Gegenstände Erstsendung: 03.11.2013 in HR Moderation: Sven Lorig Rateteam: Bernd Stelter, Enie van de Meiklokjes, Isabel Varell, Hans Werner Olm

Freitag, 20. Juni 2014 (Woche 25)/19.05.2014

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14.45 (VPS 14.44) Bilderbuch: Berlin Schöneberg Erstsendung: 08.06.2003 in Das Erste

Schöneberg ist das "alte Westberlin" mit Wittenbergplatz und Winterfeldtmarkt, Bayrischem Viertel, Ceciliengärten und natürlich dem Rathaus Schöneberg, wo sich J. F. Kennedy zum Berliner erklärte. Die Liste der ehemaligen Bewohner dieses Bezirks, liest sich wie ein "Who is Who" der Berühmtheiten: Albert Einstein, Marcel Reich-Ranicki, Billy Wilder, David Bowie, Marlene Dietrich und viele andere. Eine beliebte Wohngegend für Rechtsanwälte, Beamte, Künstler ist Schöneberg mit seinen Häuserzeilen, verziert mit Türmchen, Giebeln und Sprossenfenstern, noch heute.

Vom "Insulaner" aus, einem 75 Meter hohen ehemaligen Trümmerberg, hätte man den besten Überblick über Schöneberg, aber alles ist zugewachsen. Dafür kann man in die Sterne sehen. Mehrere Kuppeln mit Teleskopen stehen hier auf dem "Insulaner" wie riesige Fotogeschütze nebeneinander - und jede Woche dürfen Schüler in die weite Ferne schauen.

Obwohl nicht ein einziger Meter Fluss durch den Bezirk fließt, führen durch Schöneberg zahllose Brücken. Hier war einst der Eisenbahnknotenpunkt Berlins. Allein 50 Bahnbrücken überquerten einmal über die Yorckstraße. Aus all den Apfelgriebsen und Pfirsichkernen, die man damals aus dem Zugfenster warf, ist inzwischen ein Wald gewachsen. Auf dem riesigen Südgelände, einem ehemaligen Güterbahnhof, ragen riesige Bäume aus dem Gleisbett, auf den eingestürzten Hallen ist inzwischen ein überraschend vielseitiges Biotop gewachsen, in dem sich angeblich sogar die "südfranzösische Höhlenspinne" wohlig eingerichtet hat. Inzwischen ist Schöneberg wieder so etwas, wie ein Dorf, eine Insel mitten in der Stadt - die aber immerhin mit der U4 eine eigene U-Bahnlinie hat: die sogenannte "Stummelbahn".

Mittwoch, 25. Juni 2014 (Woche 26)/19.05.2014

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14.45 (VPS 14.44) Bilderbuch: Duderstadt Erstsendung: 31.07.2005 in Das Erste

Duderstadt im Herzen des niedersächsischen Eichsfeldes gilt als Perle der mittelalterlichen Fachwerkbaukunst. Bilderbuch Deutschland blickt hinter die Fassade einer Kleinstadt, die stolz ist auf ihre über 1.000-jährige Tradition. Über 600 Fachwerkhäuser, ein Ringwall und ein nahezu geschlossenes mittelalterliches Stadtbild - das ist Duderstadt, das um 1400 mit 4.000 Einwohnern einmal fast so groß war wie Hamburg. Doch die Stadt im ehemaligen Zonenrandgebiet plagen Strukturprobleme. Der Bürgermeister hat kein Geld im Stadtsäckel, die neue Feuerwehrleiter wird vom ortsansässigen Unternehmer gesponsert. Wie lebt es sich heute hinter der historischen Fassade? Bilderbuch Deutschland zeigt den Alltag in einem besonders pittoresken Ausschnitt deutscher Provinz.

SWR Pressekontakt: Johanna Leinemann, Tel 07221/929-22285, johanna.leinemann@swr.de

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