SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR): "Bild 869-3" von Gerhard Richter als Plakat für Donaueschinger Musiktage 2001
Auflage 800 Stück
Limitierte handsignierte Sonderedition erscheint zu den Musiktagen im Oktober

    Baden-Baden (ots) -  Gerhard Richter, einer der wichtigsten
zeitgenössischen Künstler der Gegenwart, hat das Plakat für die
Donaueschinger Musiktage 2001 gestaltet. Grundlage des
DIN-A-1-Plakats, das soeben in einer Auflage von 800 Stück gedruckt
wurde, war Richters abstraktes "Bild 869-3" von 2000 (Öl auf
Aluminium-Panel, 50 x 35 cm). In zweimonatiger enger Zusammenarbeit
mit dem Südwestrundfunk und dem Dresdner Grafiker Wolfgang Bosse hat
Richter daraus sein Künstler-Plakat entwickelt. Zu den Donaueschinger
Musiktagen wird im Oktober eine limitierte handsignierte Auflage des
Plakats herausgegeben.
    
    Bei der Wahl des Motivs, so Richter, sei es ihm darauf angekommen,
eine malerische Entsprechung zum Musikalischen zu finden: "Deshalb
kam für mich ein gegenständliches Motiv nicht in Frage. Das Motiv
sollte allgemein sein, zugleich aber ansprechend und ein bisschen
musikalisch." Im Werk von Gerhard Richter existieren das Figurative
und das Abstrakte als gleichberechtigte Optionen des Malerischen
nebeneinander. Grundsätzlich ist Malen für Richter der Versuch "die
Möglichkeit zu erproben, was Malerei überhaupt noch kann und darf und
der Trotz, trotzdem zu malen, obwohl es scheinbar nichts mehr
bringt."
    
    Auf den Gedanken, Gerhard Richter, der bereits 1983 ein Plakat für
die Donaueschinger Musiktage entworfen hat, erneut um eine
Zusammenarbeit zu bitten kam SWR2 Musikredakteur Armin Köhler über
das Programm der Musiktage 2000, bei denen Andreas Dohmens
Komposition "Musik für Gerhard Richter" uraufgeführt wurde. Köhler:
"Ich bin sehr froh, dass Richter spontan zugesagt hat, denn es gibt
zahlreiche Analogien zwischen seinen Gestaltungsverfahren und der
Musik. Außerdem unterstreicht das Interesse eines so hochrangigen
Künstlers einmal mehr die besondere kulturelle Relevanz der
Donaueschinger Musiktage."
    
    Exklusive Künstler-Plakate haben eine lange Tradition bei den
Donaueschinger Musiktagen, so haben u.a. Joan Miro (1969), HAP
Grieshaber (1970), Horst Antes (1975), Arnulf Rainer (1976), Charly
Banana (1986), Thomas Florschütz (1992) und Günter Uecker (1996)
Plakate entworfen. Viele dieser Künstler-Plakate haben heute
Sammlerwert.
        
    Gerhard Richter, 1932 in Dresden geboren, studierte von 1951 bis
1956 an der Dresdner Kunstakademie und nach seinem Umzug in den
Westen von 1961 bis 1963 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Karl
Otto Götz. Zahlreiche Ausstellungen und Beteiligungen an großen
künstlerischen Manifestationen wie der Documenta in Kassel und der
Biennale in Venedig (1972, 1996) sowie Retrospektiven in der Londoner
Tate Galery (1991), in der Bundeskunsthalle Bonn (1993) mit weiteren
Stationen in Paris, Stockholm und Madrid und im Musée Nationale d'Art
Moderne des Centre Georges Pompidou in Paris (1996/ 97) belegen
Richters große nationale und internationale Reputation. Ab Februar
2002 zeigt das Museum of Modern Art in New York eine große
Richter-Schau. Für sein künstlerisches Werk wurde Gerhard Richter,
der von 1971 bis 1994 an der Kunstakademie Düsseldorf lehrte, mit
zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Arnold-Bode-Preis
(1981), dem Oskar-Kokoschka-Preis (1985), dem Kaiserring der Stadt
Goslar (1988) und dem Ricardo-Wolf-Preis (1995). 1997 erhielt Richter
den Goldenen Löwen der 47. Biennale in Venedig (1997) und als einer
der "einflussreichsten und am meisten diskutierten zeitgenössischen
Maler", wie die Jury erklärte, den japanischen Kulturpreis "Praemium
Imperiale", der als "Nobelpreis der Künste" gilt.
    
    Das Plakat von Gerhard Richter zu den Donaueschinger Musiktagen
2001 finden Sie in druckfähiger Qualität im Internet unter
www.swr.de/presse/pressebilder/bilder.html
    
    Weitere Informationen zu den der Donaueschinger Musiktagen 2001
sowie eine vollständige Programmübersicht finden Sie im Internet
unter www.swr.de/donaueschingen
    
    
ots Originaltext: SWR
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