SWR - Südwestrundfunk

Südwestrundfunk (SWR)
Dienstag, 28. August 2001 (Woche 35) - Donnerstag, 20. September 2001 (Woche 38)

Baden-Baden (ots) - Dienstag, 28. August 2001 (Woche 35) 20.15 Geschichten aus der Provence (1/2) Film von Christina Merziger Der Name Provence weckt Erinnerungen nach duftenden Lavelfeldern oder erfrischenden Cavaillon-Melonen, nach Bouillabaisse und Bandol, nach Trüffeln und Olivenöl. Sonne und Wind beherrschen dieses Land im Südosten Frankreichs, das offiziell aus fünf Départements besteht: Vaucluse, Bouches-du-Rhone, Var, Alpes de Haute Provence und Alpes Maritimes. Die "Geschichten aus der Provence" erzählen von Menschen, die im Département Var und in der Haute Provence zuhause sind. Der erste Teil der Rundreise beginnt im Spätsommer in Toulon, der Hauptstadt des Var, führt über Collobrieres im Massif des Maures, nach St. Maximin -La St. Baume, Corrensund Carces zurück zum Mittelmeer. Am Hafen von Hyeres kommt es zu einem Treffen mit Segelweltmeister Gérard Navarin, in St. Tropez ist Modeschöpfer Daniel Hechter und in Sanary-sur-Mer weilt das Fischerehepaar Joseph und Gundy Rubelli. Freitag, 31. August 2001 (Woche 35)/03.08.2001 23.15 Nachtkultur Moderation: Markus Brock Thema unter anderen: Ein Fisch aus Glas und Stahl für Berlin - Der Architekt Frank O. Gehry: "Die Berliner DG-Bank mit ihrer Raum-Skulptur im Inneren ist mein bisher radikalstes Gebäude" sagt der Amerikaner Frank O. Gehry über sein neuestes Bauwerk. Die Mitarbeiter der DG-Bank dürfen sich jedenfalls freuen, denn ihr Arbeitsplatz ist ein Kunstwerk aus Glas und Sandstein, und gebaut wurde es von einem der weltweit einflussreichsten Architekten. Seine Bauwerke sind das Guggenheim-Museum im nordspanischen Bilbao, das Wohnhaus "Ginger und Fred " in Prag oder der Zollhof in Düsseldorf. Seit Jahrzehnten sorgt Frank O. Gehry mit seinen Gebäuden für Aufsehen. Bekannt ist er aber auch durch seine Möbel aus Wellpappe, die er Anfang der 70er Jahre kreierte und damit Design für jedermann erschwinglich machte. Horst Brandenburg hat den Architekten in Berlin getroffen. Montag, 3. September 2001 (Woche 36)/03.08.2001 20.15 Infomarkt - Marktinfo Moderation: Sabine Gaschütz und Wolf-Dieter Ebersbach Die Themen: Der Euro kommt - Milliarden rollen durch die Republik Haushaltsauflösung - Zwischen Trauer und Trödel Blutdruckmessgeräte - Richtige Diagnosen? Freitag, 7. September 2001 (Woche 36)/03.08.2001 20.15 Fröhlicher Weinberg Gäste: Claus Seibel, Carina Dostert (Deutsche Weinkönigin), Wolfgang Schleicher, Andreas Lang, Maria Mathis, Andreas Löwenstein, Christian Theinert, Uta Weber, Musical "Fosse" Moderation: Ulrike Neradt und Johann Lafer Am 1. Juli feierte ZDF-heute Moderator Claus Seibel sein 30-jähriges Bildschirmjubiläum. Eine Woche vor seinem 65. Geburtstag erzählt der Nachrichtenmann über bewegte Jahre und seine Vorliebe für Wein. Im März 2002 möchte er in Pesnion gehen. Seit Oktober 2000 bekleidet die Weinbaustudentin Carina Dostert das Amt der Deutschen Weinkönigin. Die Moselanerin erzählt über Höhepunkte ihres bisherigen Amtsjahres. Das sind eine Weinprobe mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und diverse Reisen nach Übersee. Seit 1979 verleiht die Moselgemeinde Winningen ihren Weinpreis in Jahren, in denen eine überdurchschnittlich gute Rieslingernte eingebracht werden konnte. In diesem Jahr vergab die Jury den Preis an das Team vom 'Fröhlichen Weinberg'. Andreas Lang vom Fremdenverkehrsverein Winningen und 'Weinhex' Andrea Löwenstein erzählen über den Sinn des Weinpreises. Neun Jahrhunderte Weinkultur am Rhein: Das Weingut Schloss Johannisberg im Rheingau feiert ein außergewöhnliches Jubiläum. Domänenrat Wolfgang Schleicher erzählt über die Geschichte des Weingutes, in dem die 'Spätlese' entdeckt wurde. Musikalisch begleiten Maria Mathis, Christian Theiner mit Uta Weber und das Musical 'Fosse' die Sendung. Freitag, 7. September 2001 (Woche 36)/03.08.2001 23.15 Nachtkultur Moderation: Markus Brock Thema unter anderen: "Die Panik-Macher"- Sind wir ein Volk von Panikmachern?: "Wir sind ein Volk von Angsthabern", behaupten Walter Krämer und Gerald Mackenthun. Viel zu schnell lassen wir uns Angst einjagen. Angst um unsere Gesundheit, um die Jobs und ums Geld. Da das Leben ohne Risiko nicht möglich ist, haben der Statistiker Krämer und der Wissenschaftsredakteur Mackenthum die wichtigsten Katastrophenmeldungen der letzten Jahre untersucht und zeigen auf, was wirklich dahinter steckt. Zur Beseitigung der Panik haben die beiden die "Krämer-Mackenthun-Risikio-Skala" entwickelt. Dienstag, 11. September 2001 (Woche 37)/03.08.2001 22.15 Zeichen der Zeit Hilfe, mein Kind raucht Tabakindustrie in der Klemme Film von Götz Goebel In Amerika sind die Zigarettendreher ins Visier der Justiz geraten. Rauchen ist dort vielerorts gesellschaftlich geächtet. Zwar geht auch in Deutschland der Zigartettenkonsum langsam zurück, aber nur weil immer mehr Männer aufhören zu qualmen. Frauen greifen hingegen immer häufiger zum Glimmstängel und die deutsche Jugend ist offenbar geradezu ein Überlebensgarant für die Tabakindustrie. Jeder zweite Jugendliche raucht hierzulande und fängt durchschnittlich mit 13 damit an. Rauchen ist einfach Klasse, sagen die jungen Leute und würden auch dann weiter inhalieren, wenn eine Schachtel Zigaretten zehn Mark kostet. 110.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen des Tabakkonsums, jeden Tag 300. "Wenn täglich über Deutschland ein Aribus mit 300 Passagieren abstürzte, würde keiner mehr mitfliegen", sagt Peter Drings, Ärztlicher Direktor der Heidelberger Thorax-Klinik. "Aber die täglich 300 Rauchertoten nimmt keiner ernst" In seiner Klinik kämpft er an vorderster Front gegen den Rauchertod. 2000 Tumorpatienten werden hier in jedem Jahr behandelt. Viele von Ihnen stellt er den Schulklassen vor, die jede Woche in das Krankenhaus strömen, um über die Gefahren ihrer Sucht aufgeklärt zu werden. Die Schüler sind geschockt, wenn ihnen Patienten mit Mitte 30 vorgestellt werden, die kaum eine Überlebenschance haben, denn 95 Prozent aller Lungenkrebskranken sterben innerhalb von fünf Jahren. Doch vor der Klinik zünden sie meist schon wieder die erste Zigarette an. Aufklärungskampagnen und Schocktherapien scheinen überhaupt keine Wirkung zu haben. Nikotin, so weiß man inzwischen, hat das gleiche Suchtpotential wie Heroin. Aber es ist gesellschaftlich nicht geächtet. Mittwoch, 12. September 2001 (Woche 37)/03.08.2001 20.15 Länder-Menschen-Abenteuer Australien (3/3) Von Schatzgräbern und Glückssuchern Ein Film von Edy Klein und Karl Schüttler Das Innere Australiens mag dem Besucher aus Europa auch heute noch als ein Land für Pioniere erscheinen. Doch das ist vorbei, meint Noel Fullerton, genannt "Herr der Kamele". Er hat rauhere Zeiten erlebt. Aber es gibt sie doch, die willensstarken oder versponnenen Glückssucher. Vielleicht im Gestrüpp auf Büffeljagd, als Goldgräber an ihrem kleinen Bohrloch, fernab der modernen, großtechnisch arbeitenden Goldminen und beharrliche Schatzgräber in der Wüste, fasziniert vom farbigen Glanz der Opale. Freitag, 14. September 2001 (Woche 37)/03.08.2001 23.15 Nachtkultur Moderation: Markus Brock Thema unter anderen: "Der Junge von der Reeperbahn" - Freddy Quinn wird 70: Seine Lieder handeln von Fernweh und Seefahrerromantik. Freddy Quinn steht für sein Programm, denn der gebürtige Österreicher ist international aufgewachsen und spricht sieben Sprachen. Von frühester Jugend an führte er ein unstetes Wanderleben, war Musiker und Akrobat im Zirkus und später bei der Fremdenlegion. Mit 19 kam er nach Hamburg. Hier fasste er Fuß und wurde als Sänger auf St. Pauli berühmt. Den musikalischen Durchbruch schaffte er mit dem Titel "Heimweih" ("Dort wo die Blumen blühn"). Rund acht Millionen Exemplare wurden verkauft und 1956 erhielt er dafür seine erste Goldene Schallplatte. Evergreens wie "Junge komm' bald wieder" oder "La Paloma" folgten. Ebenso eine Karriere als Schauspieler, Moderator und Musical-Star. Am 27. September feiert der "Junge von der Reeperbahn" seinen 70. Geburtstag. Dienstag, 18. September 2001 (Woche 38)/03.08.2001 21.45 Blickpunkt Europa 69 Grad Nördliche Breite Norwegens einsamer Norden Ein Film von Ursula Höltermann Auf dem 69. Breitengrad, jenseits des Polarkreises, liegen die Vesteralen, eine zerklüftete Inselgruppe nördlich der Lofoten. Hier lebt Dr. Frank Hilpusch aus Bremerhaven. Er ist der einzige Landarzt weit und breit. Vor allem im Winter gestaltet sich seine Arbeit recht schwierig. Die abgelegenen, fast entvölkerten Inseln steuert keine Fähre mehr an, und ohne das Ambulanzboot könnte der Doktor hier keine Hausbesuche machen. Vor einigen Jahren noch waren viele der Inseln besiedelt, es gab kleine Fischerorte mit Schule, Post und Lebensmittelgeschäften. Die Vesteralen liegen im Einzugsgebiet des Dorschs, der auf dem Weg zu seinen Laichplätzen hier vorbeikommt. Die Fischer, früher nur mit einfachen Ruderbooten ausgestattet, siedelten so nah wie möglich an den Fangplätzen. Erst als die Fischkutter und die Trawler mit ihren PS-starken Motoren den Fischfang revolutionierten, war es nicht mehr nötig, so nahe an den Fischgründen zu wohnen. Die Inseln entvölkerten sich allmählich. Zurück blieben ein paar Alte, oft aber auch nur Ruinen und verlassene Dörfer, Geisterstädte wie Nyksund. Die Politik der Regierung ist widersprüchlich. Für gigantische Summen werden kostspielige Tunnel und Brücken gebaut, um die Versorgung der Bevölkerung auf ihren abgelegenen Inseln zu gewährleisten. Dann aber werden die Schulen oder die Postämter geschlossen, kurz, die Infrastruktur zerstört, mit dem Resultat, dass die Menschen schließlich doch aufs Festland ziehen. Auch Dr. Hilpuschs Gemeinde kämpft ums Überleben. Die Menschen wollen hier bleiben. Sie kämpfen für den Erhalt ihrer Schule, der Post und natürlich des Gesundheitszentrums. Darüber hinaus hoffen sie auf eine neue Brücke und einen Untermeerestunnel, die die drei Hauptinseln miteinander verbinden sollen. Dienstag, 18. September 2001 (Woche 38)/03.08.2001 Geänderten Beitrag beachten! 22.15 (VPS 22.14) Zeichen der Zeit Zwei Mamas und kein Papa Wenn lesbische Kinderträume wahr werden Film von Ursula Ott und Valentin Thurn (Erstsendung: 27.06.2001) Mittwoch, 19. September 2001 (Woche 38)/03.08.2001 20.15 Länder-Menschen-Abenteuer Der ferne Traum: Südamerika Patagonien - Landschaft des Lichts Ein Film von Gisela und Eddi Böhnke Vor nunmehr 13 Jahren fällten Gisela und Eddi Böhnke die Entscheidung ihres Lebens. Sie gaben ihren festen Wohnsitz auf und begannen, in ihrem Unimog-Wohnmobil die Welt auf eigene Faust für sich zu entdecken. Auf ihrer Reise durch die Kontinente entwickelten sie bald eine große Leidenschaft für die Wildnis, exotische Landschaften und die vielen kleinen und großen Naturwunder. In ihrer Reihe "Der ferne Traum" berichten sie im Auftrag des Südwestfernsehens bereits über Neuseeland, Westaustralien und das südamerikanische Altiplano. Bei den Vorbereitungen für einen längeren Aufenthalt im Süden von Argentinien und Chile stießen sie auf die Worte des Naturforschers Charles Darwin. "Ein einziger Blick auf die Landschaft genügte, um mir zu zeigen, wie gänzlich verschieden sie von all dem war, was ich jemals gesehen hatte". Das war Herausforderung genug für sie, einmal auf den Spuren der großen Reiseschriftsteller und Naturforscher zu wandeln und dieses "Land des Nichts", das Patagonien genannt wird, zu erkunden. In Ihrem Film zeigen sie Bilder der Steppe, die sie entgegen der überlieferten Auffassung gar nicht trostlos fanden. Neben den Begegnungen mit eigenwilligen Patagoniern vermitteln sie hauptsächlich einen Einblick in die Berg- und Gletscherwelt der Südanden, sowie in die subarktische Natur Feuerlands. Für sie war es zudem der südlichste Punkt der Erde, den sie während ihrer Weltreise auf eigener Achse erreichen konnten. Donnerstag, 20. September 2001 (Woche 38)/03.08.2001 21.45 Sonde - Wissen im Dritten Impfen: Gefahr oder Segen aus der Spritze Moderation: Franziska Rubin Die Impfprogramme der letzten Jahrzehnte waren ohne Frage erfolgreich: Pocken gelten als ausgerottet, und auch die Kinderlähmung gibt es in der westlichen Hemisphäre nicht mehr. Während Forscher ständig an der Entwicklung weiterer Impfstoffe arbeiten, mehren sich auch kritische Stimmen. Immer wieder wird von Gesundheitsschäden durch Impfungen berichtet, und die Bereitschaft zur Impfung nimmt besonders in Deutschland immer weiter ab. Schon warnen Mediziner vor der Rückkehr der Seuchen, wenn die Impfrate weiter sinken sollte. Sonde zeichnet ein Bild der Situation und beteiligt sich damit an der AOK- Kampagne zum Thema Impfen. ots Originaltext: Südwestrundfunk (SWR) Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stephan Reich, Tel.: 07221/929-4233 oder Martin Ryan, Tel.: 07221/929-2285. Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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