SWR - Südwestrundfunk

SWR schnürt weiteres Sparpaket Umbaumaßnahmen beim SWR Fernsehen werden konkretisiert

Stuttgart (ots) - Stuttgart. Der Südwestrundfunk (SWR) muss seinen Umbau- und Einsparprozess verstärken und schnürt deshalb ein weiteres Sparpaket. Beim SWR Fernsehen, dessen Einsparvorgabe bei 25 Prozent liegt, soll der bereits laufende Einsparprozess nun weiter konkretisiert werden. SWR-Intendant Peter Boudgoust: "Die Entscheidung zur Senkung des Rundfunkbeitrags hat nochmals deutlich gemacht, dass wir in Zukunft mit noch weniger Geld auskommen müssen. Dies zwingt uns zu weiteren Sparmaßnahmen, wobei wir versuchen wollen, das Programm möglichst wenig zu beschädigen." Erreicht werden sollen die Einsparungen vor allem durch kostengünstigere Produktionsformen. Hierzu wurde ein Paket an unterschiedlichen Prüfaufträgen erarbeitet, die der Verwaltungsrat am 4. April 2014 in Mainz zustimmend zur Kenntnis genommen hat.

Bei den Eingriffen in die Produktionsstruktur müsse der Spagat gelingen zwischen Kostenreduktion und Fortführen des Reformprozesses beim SWR Fernsehen, der gerade erste Früchte trage. Bereits Ende 2013 hat das SWR Fernsehen den letzten Platz verlassen und ist im vergangen Monat im Mittelfeld der Dritten Programme angekommen. Dies vor allem dank der schon eingeleiteten und weitgehend kostenneutralen Veränderungen im Programmschema. Boudgoust: "Trotz des Spardrucks brauchen wir aber für einen langfristigen Erfolg des SWR Fernsehens gezielte Einzelinvestitionen ins Programm und eine konsequente Weiterentwicklung strategisch wichtiger Sendeplätze. Auch dazu werden die zusätzlichen Sparanstrengungen beitragen."

Bei den Vorhaben wird es sich unter anderem um Einsparungen im regulären Haushalt, um Änderungen der Produktionsart, des Produktionsstandards oder des Produktionsortes handeln. Geprüft wird auch, ob die beiden Unterhaltungsshows des SWR für das Erste "Verstehen Sie Spaß?" und die "Große Show der Naturwunder" statt aus unterschiedlichen Hallen in einem günstigeren Fernsehstudio produziert werden können.

Angedacht ist auch, dass die Talksendung "Nachtcafé" nach dem Ende der Moderation von Wieland Backes ab 2015 aus dem E-Werk in Baden-Baden kommen soll. Die technische Infrastruktur dort entspricht einem eigenen Fernsehstudio, weshalb auch dort bereits jetzt "Menschen der Woche" produziert wird. Die von Frank Elstner moderierte Talkreihe wird voraussichtlich im Herbst 2015 auslaufen.

In die Überlegungen zu den Produktionsveränderungen ist auch der "Tigerentenclub" einbezogen, der bisher aus einer umgebauten Sporthalle in Göppingen kommt. Vielfältige Synergien ergäben sich bei einer Verlegung der Kindersendung in ein Fernsehstudio im SWR-Funkhaus in Baden-Baden. Umgesetzt werden könnte dies 2017.

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